Norderstedt
Fussball-Regionalliga

Eintracht feiert den fünften Auswärtssieg in Folge

Die Entscheidung in der Adolf-Jäger-Kampfbahn: Jan Lüneburg erzielt in der 70. Minute per Kopf das 2:0 für Eintracht Norderstedt.

Die Entscheidung in der Adolf-Jäger-Kampfbahn: Jan Lüneburg erzielt in der 70. Minute per Kopf das 2:0 für Eintracht Norderstedt.

Foto: Anne Pamperin

Hochverdientes 3:0 im Derby bei Altona 93. Johann von Knebel, Jan Lüneburg und Michael Kobert treffen für die guten Norderstedter.

Hamburg.  „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!“ Kurz, nachdem Schiedsrichter Kevin Rosin (SV Lieth) das mit Spannung erwartete Fußball-Regionalliga-Nachbarschaftsduell zwischen Altona 93 und Eintracht Norderstedt in der Adolf-Jäger-Kampfbahn abgepfiffen hatten, begannen auch schon die Feierlichkeiten auf dem Rasen. Die Kicker von Trainer Jens Martens bildeten in Höhe der Mittellinie einen Jubelkreis und ließen ihrer Freude über den 3:0 (1:0)-Erfolg beim Aufsteiger freien Lauf.

28 Punkte bedeuten Platz sieben

Der fünfte Auswärtssieg hinterein­ander, mit dem sich die Eintracht (28 Punkte/32:27 Tore) in der Tabelle auf den siebten Platz verbesserte, war souverän und hoch verdient. Dass Aufsteiger Altona eine erschreckend schwache Vorstellung abgeliefert hatte, sich während der einseitigen Partie keine einzige hochkarätige Tormöglichkeit erarbeiten konnte, tat der Norderstedter Begeisterung dabei keinen Abbruch.

Einziger Kritikpunkt: Die Gäste, die in der 12. Minute durch einen Linksschuss von Johann von Knebel in Führung gegangen waren, versäumten es, in der überlegen geführten ersten Halbzeit, schnell einen zweiten Treffer nachzulegen – und so nicht nur optisch, sondern auch ergebnistechnisch frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. „Die Angst vor dem Ausgleichstreffer war zunächst immer da“, sagte Mittelfeldakteur Evans Nyarko, „deshalb standen wir die ganze Zeit unter Hochspannung.“

Spielerische Elemente statt Kick-and-rush

Er und seine Mannschaftskollegen hatten indes weniger mit dem hoffnungslos unterlegenen Gegner, als mit den grenzwertige Platzverhältnissen zu kämpfen. „Es spricht für meine Jungs, dass sie trotz der schwierigen Bedingungen ihrer Linie treu geblieben sind, sich nicht auf ein einfallsloses Kick-and-rush beschränkt, sondern die Angelegenheit spielerisch gelöst haben“, sagte Coach Martens.

Hinzu kam: Die Hamburger servierten der Eintracht die drei Punkte durch eigene Unzulänglichkeiten quasi auf dem Silbertablett. So sah der in der 22. Minute bereits verwarnte Ridel Monteiro nach einem Foul an Johann von Knebel noch vor der Halbzeitpause die Gelb-Rote Karte (37.).

Die schwachen Hausherren sehen zweimal Gelb-Rot

Dass sich die personell dezimierten Hausherren zu Beginn der zweiten Halbzeit gegen ihren nun etwas verhaltener agierenden Kontrahenten ein wenig besser zurechtfanden und einen Hauch von Widerstand gegen die drohende Niederlage leisteten, entpuppte sich alsbald als Strohfeuer. Spätestens, als der Ex-Norderstedter Marco Schultz wegen Meckerns (65./Gelb) und nach einem hässlichen Foul im Mittelfeld an Lennart Keßner (69./Gelb-Rot) vorzeitig unter die Dusche musste und Jan Lüneburg nach Kopfballverlängerung von Nils Brüning das 0:2 markierte (70.), war der Drops endgültig gelutscht.

Blitztor von Michael Kobert

In doppelter Überzahl ließ die in der Defensive sicher stehende Eintracht erst recht nichts mehr anbrennen. Und im Angriff profitierte der eine Minute zuvor für Lüneburg eingewechselte Michael Kobert von einem schlampigen Abspiel des AFC-Keepers Niklas Grünitz, das er selbstbewusst per Direktabnahme im Altonaer Kasten versenkte (80.).

Dass die Norderstedter wie schon so oft in den vergangenen Wochen eine Vielzahl von weiteren Chancen ausließen – geschenkt. Jens Martens: „Wir sind sehr zufrieden. Wenn mir vor der Saison jemand angeboten hätte, dass wir nach 18 Partien 28 Punkte haben – ich hätte sofort unterschrieben...“

Altona 93 – Eintracht Norderstedt
0:3 (0:1).
– Zuschauer: 1000. – Schiedsrichter: Kevin Rosin (SV Lieth). – Tore: 0:1 Johann von Knebel (12.), 0:2 Jan Lüneburg (70.), 0:3 Michael Kobert (80.). – Eintracht Norderstedt: Huxsohl – Marxen, Nuxoll, Bojadgian, Bork – Koch – Keßner (69. Amamoo), Nyarko, von Knebel (79. C. Williams), Brüning – Lüneburg (79. Kobert).