Norderstedt
Rekordverdächtig

HT Norderstedt spielt sich in einen Rausch

Überragend: Linksaußen Tom Minners war mit 13 Treffern der erfolgreichste Werfer des HT Norderstedt.

Überragend: Linksaußen Tom Minners war mit 13 Treffern der erfolgreichste Werfer des HT Norderstedt.

Foto: Anne Pamperin

Hamburg-Liga-Männermannschaft fertigt SG Hamburg-Nord II im Schulzentrum Süd mit 46:19 ab. HTN-Frauen gewinnen 31:22 gegen TH Eilbeck.

Norderstedt.  Die Spieler der zweiten Handballmannschaft der SG Hamburg-Nord konnten einem schon ein wenig leid tun. Das Team von Trainer Thorsten Nowacki war im Hamburg-Liga-Match beim HT Norderstedt von Beginn an chancenlos. Die Gastgeber überrannten ihren Gegner und setzten sich vor rund 150 begeisterten Zuschauern im Schulzentrum Süd – auch in der Höhe verdient – rekordverdächtig deutlich mit 46:19 (23:8) durch.

Spielfreude, Kreativität, Präzision, Tempo

Die Norderstedter gingen bei der Abwehrarbeit konsequent zur Sache und überzeugten im Angriff 60 Minuten lang mit Spielfreude, Kreativität, Präzision und Tempo. „Jeder hatte Bock auf das Spiel und war heiß. Das hat man gemerkt. Wir haben gar nicht zugelassen, dass der Gegner zum Zug kommt“, sagte HTN-Coach Florian Deppe, der am überzeugenden Auftritt seiner Truppe nichts auszusetzen hatte.

„Die ersten beiden Heimspiele sind eher zäh verlaufen. Das war mal ein Match, dass richtig gut tat. Jetzt müssen wir Konstanz reinbringen und so weitermachen. Es ist ganz gut, dass wir nun gegen Teams spielen, die uns mehr fordern werden“, so Deppe, dessen Mannschaft 6:2 Zähler auf dem Konto hat und nach Minuspunkten gleichauf mit Tabellenführer THB Hamburg 03 (8:2) liegt.

Nächster Gegner: der TSV Uetersen

Was die Männer des HTN wirklich drauf haben und was der Sieg gegen die SG Hamburg-Nord II wert ist, wird sich am kommenden Sonntag um 16 Uhr in der Auswärtspartie gegen den TSV Uetersen zeigen. Deppe: „Das wird ein schweres Spiel für uns, Uetersen ist besser, als es der neunte Tabellenplatz vermuten lässt.“

Ob Frederik Gadeberg dann auflaufen kann, ist fraglich. Der Youngster bekam einen Ellenbogen ins Gesicht und musste mit blutender Nase vom Feld. „Gebrochen ist aber zum Glück nichts“, sagte Florian Deppe, der auch um Robert Schulze bangt. Der 28-Jährige hatte nach einem Angriff zu viel Geschwindigkeit drauf und knallte mit der Schulter an die Hallenwand. Ein weiterer Wackelkandidat ist Kreisläufer Ole Werner, der sich immer wieder mit vollen Körpereinsatz durch die gegnerische Abwehr tankte und bei einer Aktion am Zeh verletzte.

Neuzugang Marc Blockus überzeugt im Rückraum

Dafür freut sich das HTN über Verstärkung im Rückraum. Linkshänder Marc Blockus (26), der schon für den Drittligisten DHK Flensborg aktiv war und erstmals im Pokalspiel in Harburg zum Einsatz kam, überzeugte nun auch gegen die SG Hamburg-Nord mit drei Treffern. „Er soll die Lücke füllen, die Tim Gottschalk hinterlassen hat“, sagte Deppe.

Ebenfalls rundum zufrieden war Bernd Haarbrücker, Trainer der HTN-Frauen. „Die Mädels haben sogar geschaut, ob ich überhaupt noch auf der Bank sitze, weil ich so ruhig war“, sagte der Coach nach der Hamburg-Liga-Partie gegen den TH Eilbeck. In der Tat musste der Übungsleiter beim glatten 31:22 (14:9)-Erfolg seiner Mannschaft gegen die Hamburgerinnen so gut wie gar nicht eingreifen. „Wir haben wirklich gut gespielt und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Die Abwehr stand sehr gut, Eilbecks Haupttorschützin Denise Kühn hat nicht einen Treffer erzielt. Das spricht für sich.“

Tore der HTN-Männer gegen die SG Hamburg-Nord II: Tom Minners (13), Julian Uwiss, Robert Schulze (je 5), Felix Henka (4/davon
1 Siebenmeter), Emil Aksanov (4), Ole Werner, Benjamin Etzdorf, Marc Blockus (je 3), Felix Minners, Tom Dippert (je 2), Frederik Gadeberg, Lucas Marx (je 1).

Tore der HTN-Frauen gegen den TH Eilbeck: Katharina Backenberg (8), Madlin Rieboldt (6), Eyleen Berg, Sabrina Langmann (je 4), Lena Paltian (3), Lynn Rademann, Lina Lange (je 2), Tasha Kröhnert, Janina Besser (je 1).