Norderstedt
Fussball-Regionalliga

Wer verteidigt im Duell mit Spitzenreiter VfB Lübeck?

Der Einsatz Mannschaftskapitän von Jordan Brown (r.) gegen den VfB Lübeck ist gefährdet. Den Deutsch-Jamaikaner plagt sich mit Achilessehnenbeschwerden herum.

Der Einsatz Mannschaftskapitän von Jordan Brown (r.) gegen den VfB Lübeck ist gefährdet. Den Deutsch-Jamaikaner plagt sich mit Achilessehnenbeschwerden herum.

Foto: Anne Pamperin

Eintracht Norderstedt muss am Sonntag im Abwehrzentrum improvisieren. Routinier Jan-Philipp Rose steht für ein Comeback zur Verfügung.

Norderstedt. Die Fußballer von Eintracht Norderstedt schwanken zwischen Vorfreude und Bangen. Einerseits fiebern die Spieler und das Trainerteam des Tabellenachten (19 Punkte) schon seit Tagen dem Duell mit Spitzenreiter VfB Lübeck (30 Zähler), der am Sonntag um 14 Uhr ins Edmund-Plambeck-Stadion kommt, entgegen. Andererseits herrscht bei den Garstedtern Personalnot im Abwehrzentrum. Demzufolge stellt sich die Frage: Wer stemmt sich den Angriffen des Meisterschaftsaspiranten entgegen?

Innenverteidiger haben die Seuche

„In dieser Woche konnte keiner unserer etatmäßigen Innenverteidiger trainieren“, sagt Coach Jens Martens. Neben den Langzeitverletzten Jannik Mohr und Fahri Akyol mussten nun auch Hamajak Bojadgian (Kniebeschwerden), Evans Nyarko (Achillessehne) und Fabian Grau (Muskelprobleme) passen. Yannik Nuxoll ist zwar fit, nach seinem Platzverweis im Derby gegen den Hamburger SV II jedoch gesperrt.

Möglicherweise wird deshalb Martens’ Assistent, der 34 Jahre alte Defensiv-Routinier Jan-Philipp Rose, sein Comeback in der Regionalliga feiern. Oder aber Dane Kummerfeld von der linken Abwehrseite in die Mitte rücken.

Drei Wackelkandidaten im Mittelfeld

Wackelkandidaten sind die Mittelfeldakteure Jordan Brown (Achillessehne), Nils Brüning (Knöchel) und Lennart Keßner (Oberschenkel). „Es nützt alles nichts, wir werden wie zuletzt improvisieren und außerdem noch enger zusammenrücken“, sagt Martens. Dass die Norderstedter dies vorzüglich können, bewiesen sie mit Auswärtssiegen in den Partien beim SV Werder Bremen II (3:1) und dem TSV Havelse (1:0). Doch alle Beteiligten sind sich der Tatsache bewusst, dass der VfB Lübeck ein anderes Kaliber als die beiden letzten Gegner ist.

„Für mich ist das der Titelfavorit Nummer eins“, so der Eintracht-Coach, „die Lübecker haben echte Kerle auf dem Platz. Sie sind robust, abgeklärt, spielerisch gut und verfügen über einen Kader mit regionalligareifen Alternativen auf jeder Position.“

Lübecks Daniel Franziskus beendet Karriere

Auf einen ihrer Leistungsträger werden die Hansestädter am Sonntag und auch künftig allerdings verzichten müssen: Der erst 28 Jahre alte Offensivmann Daniel Franziskus hat seine Karriere wegen eines massiven Knorpelschadens im Knie beendet.

Nichtsdestotrotz geht das Team des österreichischen Trainers Rolf Martin Landerl als klarer Favorit in die Partie – auch wenn die Norderstedter seit 2014 zu Hause gegen den VfB noch ungeschlagen sind. „Das interessiert mich nicht“, sagt Jens Martens, „wir haben mit unserer jungen Mannschaft in dieser Saison schließlich schon einige Statistiken umgedreht.“ Ganz chancenlos sieht der Fußballlehrer sein Team nicht: „Es ist wichtig, dass wir in der Defensive sicher agieren und die Zweikämpfe nicht nur annehmen, sondern auch bestehen.“

In der Offensive gibt’s keine Personalsorgen

Ansonsten gilt das Motto: Angriff ist die beste Verteidigung, denn im offensiven Bereich gibt es aktuell keinen Personalmangel. So stehen mit Jan Lüneburg, Michael Kobert und Dominik Akyol beispielsweise drei Angreifer für die Position der Sturmspitze im 4-1-3-1-System zur Verfügung.

Eine Anekdote am Rande: Seine schönste Zeit als Spieler hat Jens Martens zwischen 1981 und 1986 ausgerechnet in Lübeck erlebt. „In der damaligen Regionalliga Nord lag unser schlechtester Schnitt pro Saison bei 3500 Zuschauern. Da war richtig was los im Stadion an der Lohmühle“, erinnert er sich.

Alle Kunden der Norderstedter Bank, die Inhaber der VR-BankCard-Plus-Mitgliederkarte sind, können von der „2 für 1“-Aktion profitieren. Einfach an der Tageskasse vorzeigen, und es gibt beim Kauf eines Sitzplatztickets eine zweite Eintrittskarte kostenlos dazu.