Norderstedt
Doppelpack von Rafael Krause

SV Todesfelde gewinnt das Oberliga-Gipfeltreffen

Starke Vorstellung: Stürmer Rafael Krause (r.) erzielte in der 39. und 45. Minute beide Treffer für den SV Todesfelde.

Starke Vorstellung: Stürmer Rafael Krause (r.) erzielte in der 39. und 45. Minute beide Treffer für den SV Todesfelde.

Foto: Anne Pamperin

2:1-Erfolg gegen den TSB Flensburg. Die Teilnahme am Hallenmasters in Kiel ist dem Team von Trainer Sven Tramm kaum noch zu nehmen.

Todesfelde. Sven Tramm war pünktlich auf Sendung, um den großen Tag des Todesfelder Fußballs während des Urlaubs in Spanien live im Internet mitzuerleben. Der Trainer des Oberligisten verfolgte auf der DFB-Amateurfußball-Plattform „Sporttotal.TV“ die Spitzenbegegnung des SVT gegen den
TSB Flensburg.

300 Fans im Joda-Sportpark sind entzückt

Was er sah, entzückte den 40 Jahre alten Coach und vor allem auch die 300 Zuschauer im Joda-Park: Durch einen 2:1 (2:0)-Erfolg über die Gäste aus dem hohen Norden rückten die Todesfelder auf den zweiten Platz vor haben nun drei Punkte Vorsprung auf den geschlagenen Gegner.

Es hätte auch Rang eins werden können – doch dazu hätte Spitzenreiter SC Weiche Flensburg II gegen den PSV Neumünster straucheln müssen. Die Elf von Trainer Thomas Seeliger gewann aber ebenso (4:1) wie der neue Drittplatzierte 1. FC Phönix Lübeck (3:0 in Bordesholm).

Sechs Siege in den letzten sieben Partien

Doch keine Mannschaft der höchsten Spielklasse Schleswig-Holsteins war zuletzt besser drauf als der SV Todesfelde. Sechs Siege aus den vergangenen sieben Partien, überhaupt nur eine Niederlage am 11. August beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm (1:3) – das sind beeindruckende Zahlen. Verständlicherweise auch für Co-Trainer Bastian Holdorf, Teammanager Timo Gothmann und Torwarttrainer An­dre Friedrichs, die gegen den TSB Flensburg an der Seitenlinie das Sagen hatten.

Spieler des Tages („Man of the match“) war Rafael Krause. Der 22 Jahre alte SVT-Stürmer erzielte beide Treffer für die Gastgeber. In der 39. Minute ließ er TSB-Keeper Andre Hagge mit seinem Schuss keine Chance. Und Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit sorgte der wendige Angreifer mit seinem immerhin schon fünften Saisontor für das 2:0, nachdem er von Morten Liebert mustergültig freigespielt worden war.

Schwächephase nach der Halbzeitpause

Die Gäste gaben sich gleichwohl nicht auf und kam schon drei Minuten nach dem Wiederanpfiff zum Anschlusstor durch Nicholas Holtze, das Schlussmann Fabian Landvoigt mit einer reflexartigen Abwehraktion fast verhindert hätte. Gegen den Nachschuss hatte er jedoch keine Chance.

In der 64. Minute dann die nächste Schrecksekunde für die Todesfelder – Strafstoß für Flensburg. Kai Schulz war ein Foulspiel im Sechzehnmeterraum unterlaufen. Der fällige Elfmeter von Arne Ingwersen sprang dann aber von der Oberkante der Latte ins Aus.

Es gab indes noch weitere packende Szenen auf beiden Seiten – mit dem besseren Ende für den SVT, der in der Vergangenheit meist einige Probleme mit diesem Gegner gehabt hatte.

Beim SVT ziehen alle an einem Strang

„Endlich einmal hat es geklappt“, sagte Timo Gothmann. „Man spürt, wie viel Sicherheit und Selbstvertrauen die Jungs in jüngster Zeit dazugewonnen haben.“ Der Kader ist nicht nur spielstark, sondern auch ausgewogen, alle ziehen an einem Strang.

Personell kann das Trainerteam ohnehin aus dem Vollen schöpfen. Vor allem im Angriff läuft ein konstruktiver Konkurrenzkampf. Sollte es bei Morten Liebert mal eine kleine Torflaute geben, sind da noch Sebastian Klimmek, Henrik Sirmais, Janick Loose und nicht zuletzt Dennis Studt, die dank ihrer Gefährlichkeit für gelungene Abschlüsse sorgen. Verletzungspech wie in jüngster Zeit ist auch nicht unbedingt das Problem, denn Ersatz ist ausreichend vorhanden.

Ausfälle werden gut kompensiert

Lennard Koth, Christian Jaacks und Yannick Chaumont fehlen seit längerer Zeit. Nun verkraftete man auch die Sperre von Cedric Szymczak (fünfte Gelbe Karte) sowie die kurzfristige Abwesenheit von Dennis Studt und Niklas Stehnck. Sie flogen nach London, um sich ein Match der National Football League anzusehen.

Beim SV Todesfelde herrscht wie schon im vergangenen Jahr Vorfreude auf ein besonderes Event. Am 15. Oberliga-Spieltag (1./2./3. November) entscheidet sich, welche Clubs sich für das Hallenmasters Anfang Januar in der Kieler Sparkassenarena qualifiziert. Zurzeit hat der SVT sieben Punkte Vorsprung auf Platz sechs – den letzten Rang, der noch zur begehrten Teilnahme am Turnier berechtigt. Das sollte klappen...