Norderstedt
Schach-Bundesliga

TuRa Harksheides Damenteam holt 2:2 Punkte zum Auftakt

Maria Gosciniak, Laura Unuk, Irina Utiatskaja, Carina Brandt, Emily Rosmait und Julia Antolak (v. l.) wollen möglichst schnell den Klassenerhalt schaffen.

Maria Gosciniak, Laura Unuk, Irina Utiatskaja, Carina Brandt, Emily Rosmait und Julia Antolak (v. l.) wollen möglichst schnell den Klassenerhalt schaffen.

Foto: Thomas Maibom

Die durch die Russin Irina Utiatskaja verstärkte Mannschaft besiegt zu Hause den SV Medizin Erfurt und unterliegt dem SK Lehrte.

Norderstedt.  In der vergangenen Saison mussten TuRa Harksheides Schachspielerinnen bis zum letzten Zug um den Klassenerhalt in der Frauen-Bundesliga zittern. In der neuen Punktrunde soll alles anders werden. Die junge Mannschaft will möglichst schnell viele Zähler sammeln, um das Abstiegsgespenst ein wenig früher zu vertreiben.

Doppelspieltag im Coppernicus-Gymnasium

Am ersten Doppelspieltag hatte TuRa gleich zwei Heimpartien und empfing im Coppernicus-Gymnasium die Teams des SV Medizin Erfurt und des SK Lehrte. Gegen die Thüringerinnen gewann TuRa deutlich mit 5:1. Siege feierten neben Großmeisterin Laura Unuk (Slowenien) an Brett eins und der Internationalen Meisterin (WIM) Julia Antolak aus Polen auch Irina Utiatskaja.

Die 23 Jahre alte Russin, die ebenfalls den WIM-Titel trägt und mit einer die Leistungsstärke definierenden ELO-Zahl von 2154 gemeldet ist, wurde bei ihrer Premiere im TuRa-Dress ihrer Favoritenrolle gerecht und setzte sich gegen die wesentlich niedriger eingestufte Elisa Reuter (1862) durch. Spartenleiter Eberhard Schabel freut sich sehr, dass die junge Russin in dieser Saison die Figuren für die Harksheiderinnen zieht.

„Irina hat bei einem Turnier in Moskau im vergangenen Jahr unseren Spieler Henrik Meyer kennengelernt. Seitdem stehen beide in Kontakt. Da bei uns aktuell Freya Vangsgaard und Anika Polert nicht zur Verfügung stehen, haben wir uns gerne für sie entschieden. Sie passt sehr gut in unser junges Team.“

Irina Utiatskaja gewinnt beide Partien

Derzeit wohnt Irina Utiatskaja noch in Moskau, sie möchte aber in Hamburg ein Biologiestudium beginnen. „Sie spricht sehr gut Deutsch, deswegen könnte das schon bald klappen“, sagte Schabel. Die weiteren Punkte gegen Erfurt holten Carina Brandt und Emily Rosmait.

Nach dem klaren Erfolg am ersten Spieltag folgte gegen den SK Lehrte eine ebenso deutliche 1,5:4,5-Niederlage. Während Irina Utiatskaja als einzige TuRanerin ihre Partie gewinnen konnte und Carina Brandt immerhin remis spielte, gingen die anderen Harksheiderinnen leer aus.

Zeitnot wird zum Problem

„Man konnte schon sehr früh erkennen, dass sich unsere Mädels viel vorgenommen hatten. Im weiteren Verlauf der Partien wurde jedoch die knapper werdende Bedenkzeit zu unserem größten Gegner. Laura Unuk und Carina Brandt standen bis zur Zeitkontrolle sehr gut, aber am Ende doch auf verlorenem Posten. Sehr schade, aber das gehört halt auch zum Schach“, so Schabel.

Auch Inken Köhler, die gegen Lehrte ihren Einstand feierte, ereilte das gleiche Schicksal. Hinzu kamen Niederlagen von Maria Gosciniak und Julia Antolak, sodass in der Gesamtabrechnung des ersten Spieltages 2:2 Punkte und somit der siebte Tabellenplatz zu Buche steht.

Am 14. Dezember geht’s weiter

Die Frauen-Bundesliga macht jetzt erst einmal Pause. Für TuRa Harksheide geht es am 14. und 15. Dezember weiter. Gegner sind dann Gastgeber SK Schwäbisch Hall und die SF Deizisau. Wer das Team unterstützen möchte – Fahrtkosten und Unterbringung zahlen die Spielerinnen zum Teil selber – kann sich an Eberhard Schabel wenden. Kontaktdaten und Infos zur Bundesligamannschaft sind auf der Internetseite der Schachsparte zu finden.

www.tura-schach.de