Norderstedt
Volleyball-Saisonstart

Marschiert der Aufsteiger gleich in die 3. Liga durch?

An diesem Sonnabend geht’s für die VCN-Frauen in der heimischen Moorbekhalle um die ersten Regionalliga-Punkte. Hinten von links: Anisa Sarac, Vanessa Finnern-Bien, Tabea Schlemeyer, Claudia Förster, Lisa Marie Papenthin, Juliane Lüning und Carina Polomsky. Sitzend von links: Birte Prinzhorn, Nathalie Koch, Alissa Willert und Lisa Schwarz. Es fehlen: Karen Meyer, Lisa-Marie Kipar und Gwendolin Lake.

An diesem Sonnabend geht’s für die VCN-Frauen in der heimischen Moorbekhalle um die ersten Regionalliga-Punkte. Hinten von links: Anisa Sarac, Vanessa Finnern-Bien, Tabea Schlemeyer, Claudia Förster, Lisa Marie Papenthin, Juliane Lüning und Carina Polomsky. Sitzend von links: Birte Prinzhorn, Nathalie Koch, Alissa Willert und Lisa Schwarz. Es fehlen: Karen Meyer, Lisa-Marie Kipar und Gwendolin Lake.

Foto: Thomas Maibom

Die von Frank Koch trainierten Volleyballerinnen des 1. VC Norderstedt gehören zum Kreis der Regionalliga- Meisterschaftsaspiranten.

Norderstedt.  Wenn an diesem Sonnabend um 17.30 Uhr in der Moorbekhalle die Saison in der Volleyball-Regionalliga der Frauen beginnt, geht Frank Koch (63) ins 20. Jahr ununterbrochener Trainertätigkeit beim 1. VC Norderstedt. Und einiges spricht dafür, dass das kleine Jubiläum für den Coach erfolgreich verlaufen wird.

Enorme Qualität im Kader

Das von ihm betreute VCN-Team ist Aufsteiger aus der Verbandsliga Hamburg, verfügt im Kader aber über eine enorme Qualität und ist deshalb auch in der höheren Klasse auf Anhieb ein aussichtsreicher Kandidat im Kampf um die Staffelmeisterschaft.

Nach der Auflösung der Regionalliga-Männermannschaft ist die ambitionierte Frauencrew das Schmuckstück des Traditionsvereins. Gleich im Auftakttreffen gegen den Eimsbütteler TV II ist von einem sicheren Sieg der Norderstedterinnen auszugehen. Diese hinterließen bei ihrem Sieg im Hamburger Pokalendspiel einen vorzüglichen Eindruck und scheinen aufgrund ihrer individuellen Möglichkeiten erneut zu Höherem berufen.

Das VCN-Team wirkt sehr gefestigt

Im Finale gegen den Drittligaclub Grün-Weiss Eimsbüttel (2:1) lief es zumindest im zweiten und dritten Satz sehr gut. Frank Koch: „Die Truppe wirkt in sich schon erstaunlich gefestigt.“ Doch wer werden die stärksten Gegner in der Regionalliga Nord sein? Zum Kreis der Titelaspiranten gehören neben dem VCN zweifellos der 1. VC Parchim, der SV Warnemünde mit seiner Anbindung zur Rostocker Uni sowie Drittliga-Absteiger SC Alstertal-Langenhorn, der unmittelbare Nachbar der Norderstedterinnen.

Im VCN-Aufgebot gibt es kaum Veränderungen im Vergleich zur vergangenen Spielzeit. Verena Präger hat das Team verlassen. Neu dabei ist dafür Tabea Schlemeyer, die einige Jahre bei der VG WiWa Hamburg aktiv war, danach aber längere Zeit ausgesetzt hat. Die Annahmespielerin auf der Außenposition hat auch beim Beachvolleyball Erfahrungen gesammelt.

Zu den Leistungsträgerinnen beim 1. VC Norderstedt gehört Libera Alissa Willert. Sie ist die Freundin des Vereinsvorsitzenden Justus Kreyenberg. Und der hat bereits angekündigt, zumindest bei den Heimspielen so oft wie möglich in der Moorbekhalle aufzutauchen, um die Mannschaft anzufeuern.

Personelle Krise im Männerbereich

Kreyenberg gehört zu den Leidtragenden der personellen Krise bei den Männern, die nach dem Ende der Saison 2018/2019 zur Abmeldung aus der Regionalliga Nord führte. Der Clubchef ist inzwischen beim Hamburger Drittligisten Eimsbütteler TV untergekommen, ihm gefolgt sind Immo Brüggemann und Sebastian Meiser – eine große Herausforderung für das Trio. „Ich hoffe, wir werden beim ETV einige Einsatzzeiten in der höheren Klasse bekommen“, sagt Justus Kreyenberg.

Die „Kieler Fraktion“ mit Ex-VCN-Kapitän Lukas Braunschweig, Jonas Reum und dem mehrfach an der Schulter operierten Malte Gier bleibt in Zukunft für den TuS Hasseldieksdamm/Mettenhof in der Landeshauptstadt am Ball.
Timo Gewecke, Jannik Krüger, Janek Meyn und Matthias Hundertmark haben den Club verlassen, der unverwüstliche Routinier Alexander Hente hat seine Laufbahn beendet.

Ein Teil der Mannschaft ist zum NSV gewechselt

Der verbliebene Rest des Männerkaders schloss sich in der Zwischenzeit nach eingehenden Gesprächen dem Nachbarverein Norderstedter SV an, womit im Männerbereich neue Synergien entstehen könnten.

Das wäre übrigens auch im Sinne von Justus Kreyenberg, der seit 2004 Mitglied im 1. VC Norderstedt ist. „Zwar ist Volleyball nach wie vor nicht die attraktivste Adresse im Hamburger Umland, doch diesbezüglich wird in der Stadt auch in Zukunft immer etwas los sein.“

Frank Koch genießt derweil, dass er nun nicht mehr länger in seiner Doppelfunktion als Trainer der Männer und Frauen des Vereins unterwegs sein muss. Sollte der Sprung in die 3. Liga gelingen, könnte der Stress allerdings wieder größer werden…