Norderstedt
Frauenhandball

Der SV Henstedt-Ulzburg brennt darauf, dass es losgeht

Das SVHU-Team, hinten von links: Meike Schult, Janne Harbeck, Lena-Marie Müller, Caroline Rodewald, Emilie Wolf, Jule Meisner, Carina Büchel. Mitte von links: Personal-Coach Markus Tröger, Betreuer Stefan Schubert, Physiotherapeutin Kerstin Felgentreu, Lina Röttger, Jana Grützner, Sophia Plötz, Nelly Thümer, Trainer Christian Gosch, Mental-Coach Karsten Voß. Vorne von links: Anna Nowatzki, Annika Jordt, Pia Belza, Merline Wünsche, Victoria Nigbur, Kristin Rakowski, Lara Haarbrücker. Es fehlen Lisa Prante und Tara Schumacher.

Das SVHU-Team, hinten von links: Meike Schult, Janne Harbeck, Lena-Marie Müller, Caroline Rodewald, Emilie Wolf, Jule Meisner, Carina Büchel. Mitte von links: Personal-Coach Markus Tröger, Betreuer Stefan Schubert, Physiotherapeutin Kerstin Felgentreu, Lina Röttger, Jana Grützner, Sophia Plötz, Nelly Thümer, Trainer Christian Gosch, Mental-Coach Karsten Voß. Vorne von links: Anna Nowatzki, Annika Jordt, Pia Belza, Merline Wünsche, Victoria Nigbur, Kristin Rakowski, Lara Haarbrücker. Es fehlen Lisa Prante und Tara Schumacher.

Foto: Nils Göttsche

Die Mannschaft von Trainer Christian Gosch startet am Sonnabend beim Meisterschaftsapiranten Frankfurter HC in die Drittliga-Serie.

Henstedt-Ulzburg.  Die Vorfreude ist groß, die Anspannung spürbar. Am Sonnabend beginnt für die Handballerinnen des SV Henstedt-Ulzburg endlich die neue Serie in der 3. Liga Nord. Für das Team von Trainer Christian Gosch, der seit Saisonbeginn die Verantwortung trägt, endet damit eine siebenwöchige Vorbereitungsphase. Zum Auftakt wartet auf den SVHU gleich die Hammeraufgabe beim Frankfurter HC an der deutsch-polnischen Grenze (16 Uhr, Brandenburghalle). Im Interview mit dem Hamburger Abendblatt blickt der 45-jährige Berufsschullehrer auf die Punktrunde 2019/2020 voraus.

Herr Gosch, wie groß ist Ihre Vorfreude angesichts der fünfeinhalbstündigen Anreise nach Frankfurt/Oder?

Christian Gosch: „Die hält sich naturgemäß in Grenzen (lacht). Andererseits macht es das einfach für uns. Wir fahren zu einem Verein, der sich den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben hat. Das ist nicht unser Ziel. Der Druck liegt also beim FHC. Wir wollen gewinnen, die müssen. Mit einer Topleistung können wir vielleicht etwas mitnehmen.

Wie ist der SV Henstedt-Ulzburg personell für das Match in Frankfurt aufgestellt?

Janne Harbeck und Meike Schult fehlen uns weiterhin. Auch Sophia Plötz und Neuzugang Carina Büchel können am Wochenende nicht spielen. Weil wir mit Lisa Prante und Caroline Rodewald aber zwei weitere Neuzugänge im Team haben, fahren wir trotzdem mit 16 Leuten nach Frankfurt.

Hinter Ihnen und dem Team liegen sieben intensive Trainingswochen. Wie sehen Sie die Frogs-Ladies auf die neue Saison vorbereitet?

Wir hatten eine gute Zeit und brennen darauf, dass es endlich losgeht. Das Testspiel gegen Bundesligist VfL Oldenburg hat uns zu Beginn einen ordentlichen Schub gegeben, vor allem im Kopf. Die Mädels haben in den vergangenen Wochen wirklich intensiv trainiert und bei den Turnieren in Schwerin und Todesfelde gute Ergebnisse erzielt. Die Einstellung stimmte vom ersten Tag an, deshalb sehe ich uns gut gerüstet. Dieses Gefühl müssen wir jetzt noch auf die Platte bringen. Das Team möchte endlich zeigen, was es draufhat.

Minimalziel ist der Klassenerhalt. Jede Platzierung darüber hinaus wäre schön, aber erst einmal müssen wir uns nach unten absichern. Wir können an einem guten Tag gegen alle gewinnen, an einem schlechten gegen alle verlieren. Das macht es spannend und schwierig zugleich.

Kann Ihr Team die namhaften Abgänge überhaupt kompensieren?

Wir sind sogar einen Schritt weiter als im vergangenen Jahr. Was das Zusammenspiel und die körperliche Verfassung anbelangt, haben die Mädels eine Entwicklung durchgemacht. Unser Vorteil ist der große, ausgeglichene Kader mit vielen Talenten. Das macht uns für die Gegner schwerer ausrechenbar. Vielleicht fehlen uns noch ein, zwei routinierte Spielerinnen, die in jedem Match funktionieren und den Unterschied ausmachen können. Unser Ziel muss es sein, über eine starke Abwehr bedingungslos ins Tempospiel zu kommen.

Für Sie persönlich ist es die erste Station als Cheftrainer einer Frauenmannschaft. Haben Sie sich schon an die neue Rolle gewöhnt?

Es ist genau so, wie ich es befürchtet habe: anstrengend. Doch Spaß beiseite. Wir funktionieren sehr gut als Team, und bislang ziehen alle mit. Trotzdem war es eine Umstellung für mich. Jetzt trage ich die Verantwortung und muss Entscheidungen alleine treffen.