Norderstedt
Fussball-Regionalliga

Nick Brisevac lässt Eintracht Norderstedt aufatmen

Die Entscheidung im Edmund-Plambeck-Stadion: Nick Brisevac erzielt aus 17 Metern das Siegtor für Eintracht Norderstedt.

Die Entscheidung im Edmund-Plambeck-Stadion: Nick Brisevac erzielt aus 17 Metern das Siegtor für Eintracht Norderstedt.

Foto: Thomas Maibom

Der Mittelfeldspieler trifft in der 87. Minute zum 1:0 gegen den BSV Schwarz-Weiß Rehden. Am Mittwoch kommt der Hannoversche SC.

Norderstedt. Die Fußballer von Eintracht Norderstedt haben ihre Talfahrt in Richtung Tabellenende der Regionalliga Nord gestoppt, nach zuletzt vier Niederlagen hintereinander hatte die Mannschaft von Trainer Jens Martens endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Dank des Treffers von Mittelfeldmann Nick Brisevac in der 87. Minute gab’s vor nur 365 Zuschauern im Edmund-Plambeck-Stadion einen schmeichelhaften 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den BSV Schwarz-Weiß Rehden. Mit zehn Zählern aus acht Partien verbesserte sich das junge Team von Rang 13 auf Platz elf.

Mäßige Leistung, aber drei Punkte

Bei den Pleiten gegen den FC St. Pauli II (2:4), Holstein Kiel II (2:3) und den SC Weiche Flensburg 08 (0:1) hatten die Norderstedter zwar gut gespielt, aber nicht gepunktet. Diesmal machten sie es andersherum. Die Niedersachsen waren vor allem in der ersten Halbzeit überlegen, hatten deutlich mehr Ballbesitz und vermittelten stets den Eindruck, alles unter Kontrolle zu haben.

Die Eintracht hingegen agierte fast während der gesamten 90 Minuten ungewöhnlich zurückhaltend, wollte dem Gegner auf keinen Fall ins offene Messer laufen. „Läuferisch und taktisch war das sehr ordentlich, spielerisch die schlechteste Leistung in dieser Saison“, sagte Jens Martens. Letztlich zählte für den Fußballlehrer aber nur der Sieg. „Der war so wichtig für die Moral der Jungs. Jetzt wollen wir im Nachhol-Heimspiel an diesem Mittwoch gegen den Hannoverschen SC nachlegen.“

Nick Brisevac erzielt sein fünftes Saisontor

Held des Tages war Nick Brisevac, der gegen die Niedersachsen schon sein fünftes Saisontor erzielte. Nach einem Diagonalpass von Juri Marxen dribbelte er mit dem Ball am Fuß quer zur Rehdener Strafraumgrenze, fasste sich aus 17 Metern Entfernung ein Herz und überwand BSV-Keeper Nick Borgmann mit einem platzierten Flachschuss.

„Dieser dreckige Erfolg ist schöner als die Kantersiege gegen Altona 93 und den Heider SV zu Saisonbeginn“, sagte der 26-Jährige nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Patrick Schwengers
(TSV Travemünde). Und Coach Martens ergänzte: „Eigentlich ist alles auf ein torloses Unentschieden hinausgelaufen, aber diesmal hat das Pendel am Ende endlich mal zu unseren Gunsten ausgeschlagen.“

Keeper Lars Huxsohl rettet sensationell

Nicht zuletzt deshalb, weil Keeper Lars Huxsohl die Gastgeber in der 64. Minute vor dem 0:1 bewahrte. Nach einem Lupfer von Rehdens Kamer Krasniqi in den Eintracht-Strafraum stand Bocar Djumo plötzlich mutterseelenallein vor dem Schlussmann; doch Huxsohl hielt seine Mannschaft mit einer sensationellen Parade im Spiel.

BSV-Trainer Heiner Backhaus war fassungslos: „Wir haben schon zuvor einige Möglichkeiten nicht genutzt, spätestens da muss es klingeln. Aber so ist das im Fußball: Wenn du die Chancen nicht machst, wirst du bestraft…“

Alexan­dre Rajao da Cunha feiert Regionalliga-Debüt

Bemerkenswert: Der Norderstedter Alexan­dre Rajao da Cunha (18) kam zu seinem ersten Regionalliga-Einsatz; der Youngster wurde kurz vor Schluss für Nils Brüning eingewechselt.

Es deutet einiges darauf hin, dass die Eintracht im Duell mit Schlusslicht Hannoverscher SC (Anstoß: 19.30 Uhr) wegen ihrer dünnen Personaldecke erneut auf kontrollierte Offensive setzen wird. Evans Nyarko (Knieprellung) steht dann zwar möglicherweise wieder zur Verfügung. Nathaniel Amamoo (Reha-Programm nach einer Bänderverletzung im Sprunggelenk) und Fabian Grau (Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur) werden aber wohl erneut ausfallen.

Eintracht Norderstedt – BSV Schwarz Weiß Rehden 1:0 (0:0). – Zuschauer: 365. – Tor: 1:0 Nick Brisevac (87.). – Eintracht Norderstedt: Huxsohl – Marxen, Nuxoll, Bojadgian, Kummerfeld – Koch – Brown (69. Bork), Brisevac, von Knebel, Brüning (90.+1 da Cunha) – Lüneburg (79. Kobert).