Norderstedt
Fussball-Regionalliga

Eintracht Norderstedt will und braucht drei Punkte

Mittelfeldmann Evans Nyarko (Eintracht Norderstedt, l.) soll die Aktionen seines Teams von der Sechserposition aus lenken.

Mittelfeldmann Evans Nyarko (Eintracht Norderstedt, l.) soll die Aktionen seines Teams von der Sechserposition aus lenken.

Foto: noveski.com

Der Tabellen-13. hat nach zuletzt vier Niederlagen in Folge am Sonntag um 14 Uhr den BSV Rehden im Edmund-Plambeck-Stadion zu Gast.

Norderstedt.  Der Saisonstart der Regionalliga-Fußballer von Eintracht Norderstedt verlief furios: Den hohen Heimsiegen gegen die Aufsteiger Altona 93 (5:2) und Heider SV (6:1) ließ die Mannschaft ein 1:1-Unentschieden beim Lüneburger SK folgen; sieben Punkte und 12:3 Tore aus den ersten drei Partien machten Appetit auf mehr.

Die Anfangseuphorie ist verflogen

Einen Monat und vier Niederlagen später ist die anfängliche Euphorie indes verflogen. Nach dem achten Spieltag ist das Team von Trainer Jens Martens auf den 13. Tabellenplatz abgerutscht, der Vorsprung auf Schlusslicht Hannoverscher SC beträgt gerade mal drei Zähler. Demzufolge wollen und brauchen die Garstedter am Sonntag gegen den unberechenbaren BSV Rehden (14 Uhr, Edmund-Plambeck-Stadion) endlich mal wieder einen Dreier.

„Wir befinden uns gegenwärtig in einer schwierigen Situation“, gibt Martens zu, „werden aber ganz sauber und akribisch weiterarbeiten.“ Dass die junge Eintracht-Truppe in den vergangenen Wochen trotz der unbefriedigenden Resultate Fortschritte gemacht hat, wurde beim unverdienten 0:1 gegen den
SC Weiche Flensburg 08 deutlich. Die Norderstedter waren beim Meisterschaftsaspiranten das bessere Team, standen im Gegensatz zu den Pleiten gegen den FC St. Pauli II (2:4) und Holstein Kiel II (2:3) defensiv sicher. Das einzige Manko: Sie vergaßen das Toreschießen und mussten sich kurz vor Schluss durch einen Glückstreffer des Favoriten geschlagen geben.

Das Durchschnittsalter des Kaders beträgt 23 Jahre

„Vor Fehlern, wie wir sie im bisherigen Saisonverlauf gemacht haben, bist du mit unserem unerfahrenen Kader nicht gefeit“, sagt Jens Martens. Das Durchschnittsalter des Aufgebots ist in dieser Serie auf 23,0 Jahre gesunken. „Damit dürften wir nach den U-23-Mannschaften der Proficlubs das jüngste Team in der Regionalliga Nord sein“, sagt der Fußballlehrer. „Außerdem darf man nicht vergessen, dass wir zwölf Abgänge zu verkraften hatten und zwölf Neuzugänge sowie die zuvor länger verletzten Nick Brisevac und Nathaniel Amamoo zu integrieren waren. Wir müssen der Mannschaft Zeit geben.“

Kredit bei den eigenen Fans hat sich das Team mit seinem erfrischenden Offensivfußball längst erarbeitet. Martens: „Nach den bitteren Niederlagen gegen St. Pauli II und Kiel II sind die Jungs mit Applaus verabschiedet worden. Wann hat es so etwas denn schon mal in Norderstedt gegeben?“

Fehlerquellen müssen verringert werden

Wenn am Ende der Serie abgerechnet wird, zählen indes nur die Punkte und nicht der optische Eindruck – das weiß Jens Martens selbstverständlich ganz genau. Deshalb lässt das Trainerteam nichts unversucht, um die Köpfe der Spieler in unzähligen Gesprächen freizubekommen, ihnen den Glauben an die eigenen Stärken einzutrichtern, die identifizierten Fehlerquellen in Abwehr und Angriff einzugrenzen und Stück für Stück zu verringern.

„Die Stimmung ist gut, die Spieler sind extrem willig und gehen mit den Rückschlägen der vergangenen Wochen vernünftig und selbstkritisch um“, sagt Jens Martens, „was der Mannschaft aktuell fehlt, ist ein Erfolgserlebnis.“

Die Niedersachsen sind eine abgezockte Truppe

Ob der BSV Rehden der Eintracht den Gefallen tut und sich ähnlich desolat wie beim 1:5 in der vergangenen Saison präsentiert? Martens glaubt nicht daran: „Das ist eine ganz abgezockte Truppe, das Match wird für uns eine schwierige Aufgabe.“

Gegen die Niedersachsen fehlen wird Innenverteidiger Fabian Grau (Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur), für ihn rückt Yannik Nuxoll in die Startformation. Linksverteidiger Dane Kummerfeld und Mittelfeldakteur Evans Nyarko haben ihre Blessuren auskuriert und stehen zur Verfügung.