Norderstedt
Saisonstart

Im Angriff fehlt dem SV Sülfeld noch die Geduld

Lena Ewen (SV Sülfeld).

Lena Ewen (SV Sülfeld).

Foto: Nils Göttsche

Handball-Frauenmannschaft verliert ihr Schleswig-Holstein-Liga-Auftaktspielgegen Slesvig IF vor 120 Zuschauern knapp mit 21:23.

Sülfeld. Die Handballfrauen des SV Sülfeld haben den Saisonauftakt in der Schleswig-Holstein-Liga verpatzt. Die Mannschaft des neuen Trainer Florian Naumann kassierte vor 120 Fans, unter ihnen die Ultra Supporters der HG Hamburg-Barmbek, trotz lautstarker Unterstützung eine 21:23-Heimniederlage gegen Slesvig IF. Teamsprecherin Francesca Vetter, die sich zweimal in die Torschützenliste eintrug, versprach umgehend Besserung. Ihr Statement nach dem Match: „Das war erst der Anfang, wir wollen und können mehr.“

Coach Naumann kann Deutscher Meister werden

Ähnlich sah es Coach Naumann, der am Sonnabend als Spieler der Hamburg Dockers im Kölner Rheinenergiestadion im Finale um die Deutsche Meisterschaft im Australian Football auf die Berlin Crocodiles trifft. „Mein Team ist schwer in die Partie gekommen, hatte zunächst wenig Zugriff in der Abwehr“, sagte er. Die Gastgeberinnen konnten sich bei ihrer starken Keeperin Jennifer Knust bedanken, dass es nach den ersten 30 Minuten 11:11 stand.

Zu undisziplinierte Offensivaktionen

Das zweite Problem der Sülfelderinnen betraf die eigenen Offensivaktionen. „Uns hat ein wenig die Durchschlagskraft gefehlt, und wir haben unsere Angriffe nicht geduldig und diszipliniert genug ausgespielt“, so der Coach, „da fehlt der Mannschaft noch das Vertrauen in die eigene Stärke. Manchmal sind schon mal drei Versuche erforderlich, um die Lücke in der gegnerischen Deckung zu finden.“

Mäßige Quote im Abschluss

Erschwerend hinzu kam die mäßige Quote des SVS im Abschluss. Florian Naumann: „21 Treffer in 60 Minuten sagen alles. Wir haben nach dem Seitenwechsel immer dann, wenn wir die Chance zum Ausgleich hatten, freie Würfe vergeben.“ Lena Ewen gelangen zwar elf Treffer, die Niederlage konnte sie aber trotzdem nicht verhindern.

Allzu groß war die Enttäuschung im Lager des SV Sülfeld, der in der Saison 2019/2020 den Klassenerhalt anpeilt, indes nicht. „Slesvig IF verfügt über eine routinierte, eingespielte Truppe, die wohl im oberen Tabellendrittel landen wird“, sagte Naumann.

Am Sonnabend geht’s nach Dithmarschen

Am Sonnabend bietet sich seiner Mannschaft die Gelegenheit, die identifizierten Fehler unter Wettkampfbedingungen abzustellen. Um 17 Uhr steht die Auswärtspartie gegen die SG Dithmarschen Süd auf dem Programm. Die Gastgeberinnen kamen in ihrem ersten Spiel beim TSV Lindewitt mit 18:29 (8:13) unter die Räder.

Tore des SV Sülfeld: Lena Ewen (11/davon 5 Siebenmeter), Jaqueline Sievers (3), Francesca Vetter (2), Trixy Rohlfs, Antonia Werner, Sophie Frank, Rieke Hornig, Lara Zube (alle 1).