Norderstedt
13. TriBühne-Triathlon

Mit 1900 Teilnehmern ist die Kapazitätsgrenze erreicht

Der größte Fahrrad-Parkplatz Norderstedts: Beim 13. TriBühne-Triathlon war in der Wechselzone ein guter Orientierungssinn gefragt.

Der größte Fahrrad-Parkplatz Norderstedts: Beim 13. TriBühne-Triathlon war in der Wechselzone ein guter Orientierungssinn gefragt.

Foto: Thomas Maibom

Der sportliche Dreikampf wird immer beliebter. Christian Biermann und Jasmin Köhler siegen im Wettbewerb „Norderstedts beste Athleten“.

Norderstedt.  Der Hamburg Triathlon gehört mit mehr als 10.000 Startern und jedes Mal etwa 250.000 Zuschauern seit Langem zu den größten und attraktivsten Events seiner Art überhaupt. Allerdings hat auch der TriBühne-Triathlon in Norderstedt Einmaliges zu bieten – für die ständig wachsende Gemeinschaft der Ausdauer- und Hobbyathleten, die sich jedes Jahr am Stadtparksee treffen, um ihrer sportlichen Leidenschaft nachzugehen.

SG Wasserratten fungiert als Ausrichter

Es war ein großes Fest für alle Anhänger dieser Sportart, für Familien und Kinder, für alle, die diesen Tag lange herbeigesehnt und sich vor allem intensiv darauf vorbereitet hatten. Insgesamt 1900 Teilnehmer waren es bei der 13. Auflage des von der SG Wasserratten Norderstedt ausgerichteten Breitensport-Spektakels mit 15 Wettkämpfen in verschiedenen Kategorien und Altersklassen.

Keinen einzigen TriBühne-Triath­lon hat Wulf Mehlert (46) verpasst. Der Leiter der Vermögensberatung in vier Filialen der Hamburger Sparkasse war schon mehrfach auf der Olympischen Distanz (1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) unterwegs. Heute bevorzugt der Mann den etwas gemäßigteren Volkstriathlon (500/20/5). Mehlert präsentierte nach dem Wettkampf stolz seine Medaille, erwähnte aber gleichzeitig: „Zeit und Platzierungen interessieren mich nicht. Die Hauptsache ist, dass ich Spaß habe.“

So wie er dachten die meisten Aktiven, die erschöpft, aber mit einem sichtbaren Wohlgefühl die Ziellinie passierten. Schnell ein bisschen Verpflegung zur Stärkung, danach gehörten eine Erlebnisschilderung mit Gleichgesinnten auf der Schlussrunde dazu. Es störte auch niemanden, dass an der Sammelstelle hinterher ziemlicher Andrang herrschte. Dort gaben die Athleten ihren Transponder zurück, der am Arm befestigt war und alle Daten registrierte – so läuft das beim TriBühne-Triathlon.

Thomas Rost ist seit 2007 für die Zeitmessung zuständig

Für eine perfekte Übertragung der Zeiten war ebenfalls im 13. Jahr Computerexperte Thomas Rost aus (Neubrandenburg) verantwortlich. Der gelernte Landwirt wird bei seinem Job unterstützt von Livia Böhst und übernimmt mit seinem Team pro Jahr bei 160 Veranstaltungen in ganz Deutschland die technische Abwicklung.

Noch weit mehr hatte die hauptverantwortliche Organisatorin Dagmar Buschbeck zu bedenken. Ihr zur Seite standen bei der Arbeit am Stadtparksee 250 Helfer. Vereinsmitglieder, auf die Verlass ist, wie sie betont. Unverzichtbar für das Gelingen der Veranstaltung ist zudem das Mitwirken der DLRG Norderstedt.

„Im ehrenamtlichen Bereich stoßen wir allmählich an unsere Grenzen“, sagt Buschbeck. Sie war in den Tagen vor dem TriBühne-Triathlon lange auf den Beinen – immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, den Aktiven optimale Bedingungen zu bieten. Von den am Start versammelten 1900 Sportlern kennt sie übrigens etwa 1000 persönlich.

Die Veranstaltung ist finanziell gut abgesichert

Swantje Maerker, die mit dem 2006 verstorbenen Gründer der Triathlon-Abteilung der SG Wasserratten, Detlef Maerker, verheiratet war, ist bei der Veranstaltung für die Finanzen zuständig. Dank der Unterstützung der Hauptsponsoren TriBühne, Arriba-Erlebnisbad und Hamburg Airport sowie zahlreicher kleinerer Geldgeber ist das Meeting finanziell gut abgesichert. „Wir sind zuversichtlich, dass das Engagement noch viele Jahre anhält.“

Swantje Maerker hatte nur eine Sorge: „Bei den Aufräumarbeiten mit dem Abbau der Stände muss man Geduld haben“, sagte sie. Wie sich später herausstellen sollte, dauerte die Prozedur bis kurz vor Mitternacht...

Jasmin Köhler wird Norderstedts beste Athletin

Der Ausgang der Norderstedter Sportwoche, bei der die besten Sportler der Stadt gesucht wurden und bei der die Teilnehmer schließlich noch einen Volkstriathlon zu bestreiten hatten, brachte am Ende keine größere Überraschung mehr. Bei den Männern behauptete Christian Biermann (TuS Holstein Quickborn)

seine Führung in der Gesamtwertung, wobei er beim Volkstriathlon 1:03,02 Stunden benötigte.

Zweiter wurde Philip Kretz aus Hamburg vor Thilo Jacobsen (Tri Michels Hamburg). Bei den Frauen hieß die glückliche Siegerin Jasmin Köhler von der DLRG Norderstedt. Ihre Gesamtzeit nach vier Disziplinen betrug 3:01,13 Stunden. Dahinter folgten Daniela Cornehls (Ute Mückel Triathlon/3:06,04) und Birgit Wessel (VAF/3:08,54).

Schnellster Mann auf der Olympischen Distanz war Maik Sobiech (Triabolos Hamburg) in beachtlichen 2:04,29 Stunden. Bei den Frauen triumphierte Beeke Kriech vom Seals Bikefitting Team aus Wedel.

Keine ernsthaften Verletzungen

Die Bilanz von Organisatorin Dagmar Buschbeck fällt nach der 13. Auflage des Meetings rundum positiv aus. „Es war eine der besten Veranstaltungen der vergangenen Jahre in einer tollen Atmosphäre. Insbesondere die Tatsache, dass es keine Verletzungen oder Notfälle gab, ermutigen einen, weiterzumachen. Triathlon wird immer beliebter, das zeigt sich ganz deutlich.“