Norderstedt
Fussball-Regionalliga

Eintracht Norderstedt verliert 0:4 beim Angstgegner

Lars Huxsohl (Einttracht Norderstedt) rettet gegen Ismail Azzaoui (VfL Wolfsburg II)

Lars Huxsohl (Einttracht Norderstedt) rettet gegen Ismail Azzaoui (VfL Wolfsburg II)

Foto: noveski.com

Siebte Niederlage im siebten Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg II. Am Mittwoch müssen gegen Aufsteiger Hannoverscher SC Punkte her.

Norderstedt.  Es bleibt dabei: In Auswärtspartien gegen den VfL Wolfsburg II gibt es für die Regionalliga-Fußballer von Eintracht Norderstedt nichts zu holen. Auch der siebte Vergleich mit den Niedersachsen endete wie die sechs vorangegangenen: deprimierend. Diesmal gab’s ein 0:4 (0:2).

Gesprächsthema Nummer eins auf der Heimfahrt war allerdings nicht das deutliche Endresultat, sondern eine kuriose Szene aus der 28. Minute. Der Wolfsburger Keeper Philipp Menzel wollte den Ball nach einer abgefangenen Ecke schnell nach vorn befördern, traf mit seinem verunglückten Abschlag jedoch das Hinterteil von Hamajak Bojadgian. Und vom Allerwertesten des Eintracht-Innenverteidigers, der sich schon auf den Weg in die eigene Hälfte gemacht hatte, trudelte das Spielgerät in den VfL-Kasten.

Schiedsrichter erkennt Ausgleichstor nicht an

„Aus unserer Sicht war das ein ganz klarer Treffer“, sagte der Norderstedter Trainer Jens Martens. Aus Sicht des Unparteiischen Theodor Potiyenko vom FC Hude allerdings nicht. Er entschied auf Torhüterbehinderung.

Martens’ Frust über das Schiedsrichtergespann, das vor dem frühen 1:0 durch Mamoudou Karamoko (9. Minute) schon die Abseitsposition des Stürmers übersehen hatte, hielt sich trotzdem in Grenzen. Der Grund: „Wir wären so oder so als Verlierer vom Platz gegangen. Meine Jungs haben sich wirklich bemüht, aber was die Wolfsburger gezeigt haben, war schon ein Klassenunterschied.“

Nur zwei Möglichkeiten in 90 Minuten

Die Einschätzung des Fußballlehrers wird durch die Tatsache untermauert, dass Eintracht Norderstedter während der gesamten 90 Minuten nur zwei Chancen hatte: Michael Kobert, der diesmal zusammen mit Johann von Knebel das Angriffsduo der Gäste bildete, konnte eine Hereingabe von Jordan Brown am kurzen Pfosten nicht verwerten (25.). Und ein Schrägschuss des eingewechselten Youngsters Dominik Akyol klatschte ans Außennetz (75.).

Wolfsburger Traumtore

Die Hausherren waren da wesentlich zielsicherer und boten den lediglich 294 Zuschauern, die das Match im hochmodernen AOK-Stadion verfolgten, dabei sogar noch was fürs Auge. Das 2:0 durch Dominik Marx (41./gefühlvoller Schlenzer aus 18 Metern in den rechten Winkel) und das 3:0 durch Michela-Claudio Rizzi (57./Freistoß über die Mauer) waren Traumtore.

Ähnlich spektakuläre Treffer würde Eintracht Norderstedt nur zu gern am kommenden Mittwoch selbst erzielen. Dann nämlich kommt um 19.30 Uhr mit dem Hannoverschen SC schon der dritte Aufsteiger ins heimische Edmund-Plambeck-Stadion.

Gegen Altona 93 (5:2) und den Heider SV (6:1) gab’s deutliche Erfolge für die Hausherren. Doch dass es gegen den HSC, dessen Star der frühere türkische U-17- und U-21-Nationalspieler Ferhat Bikmaz ist, erneut ein Schützenfest an der Ochsenzoller Straße gibt, darf zumindest bezweifelt werden.

Hannoverscher SC macht einen guten Eindruck

Jens Martens: „Das ist eine richtig gute Mannschaft, die ich am 17. August beim 1:1 gegen den Hamburger SV II beobachtet habe und die mich in dieser Partie beeindruckt hat. Das Unentschieden war nicht glücklich, sondern verdient.“

Um über mehr Angriffswucht als in Wolfsburg zu verfügen und den Negativtrend der vergangenen Wochen (drei Niederlagen hintereinander) zu stoppen, wird Stürmer Jan Lüneburg in die Startaufstellung zurückkehren. „Wir wollten beim VfL mit schnellen Spielern auf Konter lauern, das ist nicht gerade seine Stärke“, so Martens, „gegen den Hannoverschen SC brauche ich ihn jedoch unbedingt in der Box.“

VfL Wolfsburg II – Eintracht Norderstedt 4:0 (2:0). – Zuschauer: 294. – Tore: 1:0 Mamoudou Karamoko (9.), 2:0 Dominik Marx (41.), 3:0 Michele-Claudio Rizzi (57.), 4:0 John Zamora (64.). – Eintracht Norderstedt: Huxsohl – Marxen, Bojadgian (61. Nuxoll), Grau, Kummerfeld – Brown, Brisevac (66. D. Akyol), Nyarko, Bork – Kobert (77. F. Akyol), von Knebel.