Norderstedt
3:0-Erfolg

Eintracht Norderstedt erreicht die vierte Pokalrunde

Jan Lüneburg erzielte gegen Oberliga-Aufsteiger Bramfelder SV zwei Tore, verschoss aber auch einen Foulelfmeter.

Jan Lüneburg erzielte gegen Oberliga-Aufsteiger Bramfelder SV zwei Tore, verschoss aber auch einen Foulelfmeter.

Foto: noveski.com

Souveräner Pflichtsieg beim Oberliga-Club Bramfelder SV. Am Sonnabend geht’s in der Regionalliga Nord zum Angstgegner VfL Wolfsburg II.

Norderstedt. Die Regionalliga-Fußballer von Eintracht Norderstedt haben ihre Pflichtaufgabe im Hamburger Lotto-Pokal gelöst. Die Elf von Trainer Jens Martens setzte sich beim Oberliga-Aufsteiger Bramfelder SV souverän mit 3:0 (2:0) durch und qualifizierte sich für die vierte Runde des Cupwettbewerbs, die am Montag, 2. September, bei der „Hamburger Morgenpost“ ausgelost wird.

Schlechte Chancenverwertung

„Wir hätten das Spiel doppelt so hoch gewinnen müssen, haben aber insgesamt eine ordentliche Leistung abgeliefert“, sagte Martens. Der Coach war grundsätzlich zufrieden mit seinem Team, konnte sich allerdings einen sarkastischen Seitenhieb nicht verkneifen: „Die beiden Foulelfmeter, die wir in der ersten Halbzeit vergeben haben, waren unglaublich schlecht geschossen. Beim nächsten Mal treten wohl besser mein Trainerkollege Olufemi Smith oder ich vom Punkt an.

Zwei Elfmeter-Fehlschüsse in der ersten Halbzeit

Was war passiert? Da die beiden etatmäßigen Schützen Nick Brisevac und Rico Bork im Zuge einer umfangreichen Rotation geschont wurden, übernahmen Kapitän Jordan Brown (7. Minute) und Jan Lüneburg (35.) die Verantwortung - und scheiterten jeweils kläglich am Bramfelder Schlussmann Victor Medaiyes. Lüneburgs völlig missratenen Versuch konnte der Keeper sogar fangen...

Martens’ zweiter Kritikpunkt: „Als eine Viertelstunde vor Schluss die Luft aus der Partie raus war, haben wir in der Defensive zu sorglos agiert und den BSV besser ins Spiel kommen lassen.“ Allerdings musste sich Eintracht-Torhüter Stefan Racocevic, der für Lars Huxsohl zwischen den Pfosten stand, nur ein einziges Mal strecken; er parierte in der 76. Minute einen Schuss von Robin Polzin.

Bilanz gegen VfL Wolfsburg II ist furchterregend

ist Nachlässigkeiten in der Abwehr dürfen sich die Norderstedter an diesem Sonnabend im Regionalliga-Match beim U-23-Team des VfL Wolfsburg (Anstoß: 13 Uhr, AOK-Stadion) auf keinen Fall erlauben. Denn auch die kleinsten Patzer – das zeigt die Erfahrung der vergangenen Jahre – werden vom Meister der Serie 2018/2019 gnadenlos bestraft. Sechsmal ist die Eintracht seit dem Aufstieg 2013 bei den Niedersachen angetreten, sechsmal gab’s mehr oder weniger deutlich auf die Mütze. Die Bilanz des Schreckens in Zahlen: null Punkte, 3:26 Tore.

Trainer Martens fordert bissigeres Zweikampfverhalten

„Wir treffen auf einen sehr gut ausgebildeten, angriffsstarken Gegner“, sagt Jens Martens, „müssen deshalb hinten unbedingt besser stehen als bei den ärgerlichen Niederlagen gegen den FC St. Pauli II und Holstein Kiel II.“ Auf welches Personal der Coach zurückgreifen wird, lässt er noch offen. „Da gibt es viele Möglichkeiten, die wir noch testen müssen.“ Für alle Startelf-Kandidaten gilt allerdings eine ganz klare Vorgabe ihres Chefs: „Taktik ist die eine Sache, Einstellung die andere. Wir müssen unser individuelles Zweikampfverhalten verbessern und bissiger als zuletzt zur Sache gehen.“

Bramfelder SV – Eintracht Norderstedt 0:3 (0:2). Tore: 0:1 Johann von Knebel (9.), 0:2, 0:3 Jan Lüneburg (37./49.). – Zuschauer: 250. – Eintracht Norderstedt: Racocevic – Marxen (65. Williams), Nuxoll, Grau (58. F. Akyol), Kummerfeld – Koch – Brown, Meien, von Knebel, Keßner – Lüneburg (58. D. Akyol).