Norderstedt
Fussball-Regionalliga

Norderstedts Torhüter Lars Huxsohl hält Punkt fest

Ausgerechnet der frühere Lüneburger Michael Kobert erzielte in der84. Minute den Ausgleichstreffer für Eintracht Norderstedt.

Ausgerechnet der frühere Lüneburger Michael Kobert erzielte in der84. Minute den Ausgleichstreffer für Eintracht Norderstedt.

Foto: noveski.com

Die Eintracht erkämpft ein 1:1-Unentschieden beim Lüneburger SK. Am Sonntag geht’s im Edmund-Plambeck-Stadion gegen St. Pauli II.

Norderstedt..  Am 31. Juli rettete ein heftiges Gewitter die Regionalliga-Fußballer von Eintracht Norderstedt vor einer Niederlage im Auswärtsspiel beim Lüneburger SK; die Partie wurde beim Stand von 1:0 für den LSK in der 78. Minute abgebrochen. Bei der Neuauflage vor 924 Zuschauern lief es besser für die Elf von Trainer Jens Martens: Die Gäste erkämpften sich im Jahn-Stadion in Neetze ein 1:1 (0:0)-Unentschieden.

Unumstrittener Held aus Eintracht-Sicht war dabei Torhüter Lars Huxsohl. Der 23 Jahre alte Keeper entschärfte kurz vor Schluss mit Glanzparaden zwei hundertprozentige Möglichkeiten der Hausherren und hielt so das Remis fest.

Die besseren Möglichkeiten haben die Niedersachsen

Martens: „Wir waren spielerisch besser, haben 60 Minuten lang das Geschehen auf dem Platz dominiert – die besseren Chancen hatte aber der Lüneburger SK.“ Eine davon nutzte Fabian Istefo zum Führungstreffer für die Niedersachsen (58.). Der Ausgleich ging auf das Konto von Michael Kobert, der LSK-Schlussmann Ole Springer nach einer Flanke des kurz zuvor eingewechselten Dane Kummerfeld per Flugkopfball überwand (84.).

Die Niedersachsen entpuppten sich als der erwartet unangenehme Gegner. „Das ist eine Mannschaft, die extrem gut im Team verteidigt und sehr zweikampfstark ist“, sagte Jens Martens. Dennoch gelang es seiner Crew, sich einige Chancen zu erarbeiten: Rico Bork (20./36.), Nick Brisevac (49.) und Evans Nyarko (83.) schossen aber entweder zu unpräzise oder agierten zu unentschlossen.

Sieben Punkte, 12:4 Tore, dritter Tabellenplatz

Sieben Punkte, 12:4 Tore, dritter Tabellenplatz – der Eintracht-Coach ist mit der Bilanz aus den ersten drei Begegnungen der Serie 2019/2020 zufrieden. „Das ist ein Superstart. Man muss bedenken, dass wir eine sehr junge Mannschaft am Start haben, die fast noch als U-23-Team durchgehen könnte und im Vergleich zur vergangenen Saison auf vielen Positionen neu besetzt ist.“

Der 63 Jahre alte Fußballlehrer will die bisherigen Ergebnisse aber auch nicht überbewerten. „Wir haben bislang zu Hause gegen die Aufsteiger Altona 93 und Heider SV gespielt. Und auch der Lüneburger SK gehört zum Kreis der Mannschaften, die nicht in der oberen Tabellenregion mitmischen werden.“

Auswärtsspiel im eigenen Stadion

Nächster Gegner der Norderstedter ist am Sonntag um 14 Uhr der FC St. Pauli II – offiziell ein Auswärtsspiel für die Eintracht, da auch die Kiez-Kicker ihre Heimpartien im Edmund-Plambeck-Stadion austragen.

An den letzten Vergleich mit den Hamburgern erinnert sich Jens Martens gern. Am 5. Mai gab’s für seine Truppe einen 3:2-Erfolg und somit drei wichtige Zähler im Abstiegskampf. „Damals haben wir eine richtig starke Leistung abgeliefert“, sagt er – und hofft auf eine Wiederholung.

„Dass wir so früh in der Saison auf St. Pauli treffen, ist vermutlich nicht schlecht. Traditionell müssen sich die Talente, die aus dem Jugendbereich in den Kader der Nachwuchs-Profimannschaft hochgezogen werden, erst einmal an das Niveau im Erwachsenenbereich gewöhnen.“ Und genau das könnte ein Vorteil für die Eintracht sein: „Wir müssen den Gegner in puncto Körperlichkeit und Zweikampfverhalten packen. Wenn wir das nicht tun, spielen die uns schwindelig“, so Martens.

Jan Lüneburg könnte ins Team zurückkehren

Einer, der immer robust und mit vollem Einsatz zur Sache geht, ist Jan Lüneburg. Der Stürmer fehlte gegen den LSK wegen einer noch nicht ganz verheilten Platzwunde am Kopf, könnte am Sonntag aber wieder in die Startformation rutschen. Auch Innenverteidiger, der sich beim Aufwärmen auf das Match gegen den Heider SV eine Oberschenkelverhärtung zuzog, ist wieder fit.

Lüneburger SK – Eintracht Norderstedt 1:1 (0:0). – Tore: 1:0 Fabian Istefo (58.), 1:1 Michael Kobert (84.). – Zuschauer: 924. – Eintracht Norderstedt: Huxsohl – Marxen, Grau, Nuxoll, Brown – Koch (63. von Knebel), Nyarko – Brüning (82. Kummerfeld), Brisevac, Bork – Kobert.