Norderstedt
Eintracht Norderstedt

Die Kondition muss bis zum 28. Juli stimmen!

Co-Trainer Olufemi Smith (vorne) und Chefcoach Jens Martens trieben die Mannschaft im viertägigen Trainingslager in Hohne bis an die Belastungsgrenze.

Co-Trainer Olufemi Smith (vorne) und Chefcoach Jens Martens trieben die Mannschaft im viertägigen Trainingslager in Hohne bis an die Belastungsgrenze.

Foto: Anne Pamperin

Die Regionalliga-Fußballer arbeiten hart, um in eineinhalb Wochen fit ins erste Regionalliga-Match gegen Altona 93 gehen zu können.

Norderstedt. Die Regionalliga-Fußballer von Eintracht Norderstedt atmeten auf, als ihr Coach Jens Martens verkündete, dass der als zehnte und damit letzte Übungseinheit des viertägigen Trainingslagers in Hohne eingeplante Triathlon wegen eines Mangels an geeigneten Fahrrädern ausfallen würde. Die Erleichterung der Kicker war allerdings nur von kurzer Dauer. Denn als Ersatz kündigte der Coach zur Willensschulung einen Duathlon für Dreierteams an…

Zu absolvieren waren zwei 3,4 Kilometer lange Laufrunden sowie 200 Meter im Waldschwimmbad neben der Unterkunft. Platz eins belegten gemeinsam die Trios Jordan Brown/Fabian Grau/Stefan Rakocevic und Johann von Knebel/Rico Bork/Anton Lattke; die Schlussläufer Brown und von Knebel hatten sich auf der Strecke abgesprochen, Hand in Hand die Ziellinie zu überqueren. Rang drei ging an Vico Meien, Nathaniel Amamoo und Yannick Nuxoll.

Einen harten Job erledigten auch die beiden neuen Physiotherapeutinnen Jindra Nesteriuk und Angélique Hinrich. Sie hatten alle Hände voll zu tun, um Muskeln, Sehnen und Bänder der Fußballer geschmeidig zu halten.

Im Interview mit dem Hamburger Abendblatt zieht Martens eine Bilanz des Vorbereitungs-Camps in der niedersächsischen Provinz und blickt auf die verbleibende Zeit bis zum Punktspielauftakt am 28. Juli voraus.

Herr Martens, wie sehr hassen Ihre Spieler Sie nach dem gepfefferten Programm in Hohne, in dessen Mittelpunkt die Arbeit im konditionellen Bereich stand?

Nach unserer härtesten Einheit am Freitagnachmittag gab es einige lange Gesichter, aber damit kann ich gut leben. Wichtig ist für mich, dass wir die konditionelle Grundlage für die Saison 2019/2020 gelegt haben – auch wenn es immer noch Defizite gibt. Deshalb absolvieren wir in den kommenden Wochen einmal pro Woche eine Ausdauereinheit. Erfreulich ist, dass der gesamte Kader auch mit müden Knochen bei guter Stimmung diszipliniert mitgezogen hat und sich die Spieler keine schwerwiegenden Verletzungen eingehandelt haben. Der Teamgeist ist ausgezeichnet, das Trainingslager war aus meiner Sicht anstrengend, aber auch ein voller Erfolg.

Die Mannschaft befindet sich im Umbruch, Sie müssen zwölf Zugänge integrieren. Gab es während der Vorbereitung schon den einen oder anderen Gewinner?

Der Integrationsprozess ist reibungslos verlaufen und abgeschlossen, die vielen Neuen sind von den Jungs, die schon länger bei Eintracht Norderstedt sind, herzlich aufgenommen worden. Ich bin mit dem Einsatz aller Akteure zufrieden, möchte aber zwei Spieler hervorheben: Nathaniel Amamoo, der Ende der vergangenen Serie zu uns gekommen ist, und Nick Brisevac, der lange verletzt pausieren musste. Beide machen einen sehr guten Eindruck und drängen sich mit ihren Leistungen für einen Platz im Team auf.

Mit Lars Huxsohl, Stefan Rakocevic und Anton Lattke stehen drei neue Torhüter im Kader. Gibt es schon eine Tendenz, wer von ihnen im ersten Regionalliga-Match gegen Altona 93 zwischen den Pfosten stehen wird?

Nein, diesbezüglich ist noch keine Entscheidung gefallen, da warte ich noch ein bisschen ab. Das gilt auch für die Innenverteidigung, in der wir Marin Mandic und Marcus Coffie ersetzen müssen.

Wie sieht das Trainingsprogramm bis zum Punktspielstart in knapp zwei Wochen aus?

Wir werden nach der hohen Belastungsintensität jetzt erst einmal die Akkus aufladen und dann schwerpunktmäßig an der Explosivität und an spieltaktischen Elementen arbeiten.

Wann wird sich die Startelf für den Regionalliga-Auftakt herauskristallisieren?

Wir haben in dieser Woche zunächst zwei Testspiele; am Mittwoch beim Hamburger Oberligisten HSV Barmbek-Uhlenhorst, wo es ein Wiedersehen mit unserem früheren Torhüter Johannes Höcker gibt. Und am Donnerstag beim Zweitligisten Holstein Kiel. Am Sonnabend müssen wir dann in der ersten Runde des Hamburger Lotto-Pokals beim TSV DuWO 08 antreten. In diesen drei Partien wird sich schon ein bisschen abzeichnen, wer im Kampf um einen Platz in der Startformation gegen Altona die Nase vorn haben könnte.