Norderstedt
Vorbereitungsturnier

SV Todesfelde kassiert in Nyköbing 7000 Euro Preisgeld

Die Todesfelder Yannik Chaumont (l.) und Kevin Benner (r.) im Dreikampf mit Kresimir Matovina vom VfB Lübeck.

Die Todesfelder Yannik Chaumont (l.) und Kevin Benner (r.) im Dreikampf mit Kresimir Matovina vom VfB Lübeck.

Foto: Markus Weber

Oberliga-Fußballer erreichen beim mit drei dänischen Zweitligisten hochkarätig besetzten Belt-Cup völlig überraschend das Endspiel.

Todesfelde. Noch bevor die Saison 2019/2020 so richtig begonnen hat, haben die Oberliga-Fußballer des SV Todesfelde ihr eigenes kleines Sommermärchen erlebt. Als Außenseiter an den Start gegangen, sorgten die Schützlinge von Trainer Sven Tramm beim Belt-Cup in Nyköbing (Dänemark) mit dem Einzug ins Finale für eine nicht erwartete Überraschung.

Beim Saisonvorbereitungsturnier auf der Insel Falster, wo zum zweiten Mal ein dänisch-deutsches Kräftemessen mit Proficlubs stattfand, belegte die Mannschaft in der Endabrechnung den zweiten Platz.

0:3-Finalniederlage gegen Kobe BK

Dass es im Finale vor mehr als 400 Zuschauern nach der 2 x 35-minütigen Spielzeit 0:3 (0:0) gegen Dänemarks Zweitligisten Koge BK hieß, tat der guten Stimmung bei den Todesfeldern keinen Abbruch. Schließlich durfte der SVT dank Rang zwei einen über 7000 Euro dotierten Scheck in Empfang nehmen – bei einem Finaltriumph wären es sogar 17.000 Euro gewesen...

Mit jeder Menge großartiger Eindrücke und vielen Emotionen im Gepäck trat die Crew aus dem Kreis Segeberg die Heimreise an. Die etwa 30 mitgereisten Fans waren eh begeistert – wie auch Hauptsponsor Bernd Jorkisch aus Daldorf, einer der Initiatoren für die Kampagne zur Fehmarnbelt-Querung und Mitgestalter des Events.

Regionalligist VfB Lübeck wird nur Fünfter

Nachdem die Todesfelder im ersten Gruppenspiel den in der zweiten dänischen Liga kickenden Naestved BK durch einen von Luca Sixtus verwandelten Foulelfmeter mit 1:0 bezwungen hatten, keimten erste Hoffnungen auf das Erreichen des Finales zwischen den beiden Gruppensiegern auf. Letztlich blieb es ohne negative Auswirkungen, dass es im zweiten Gruppenspiel ein 1:4 (0:0) nach Elfmeterschießen gegen den VfB Lübeck gab. Die Hansestädter verloren anschließend 0:2 gegen Naestved, womit dem Vorjahresgewinner VfB nur noch das Spiel um Platz fünf gegen den SV Eichede (2:0) blieb. Bei einem Sieg des Regionalligisten wäre der SVT aus dem Rennen gewesen.

Christian Jaacks verletzt sich schwer

„Mal sehen, was im Endspiel noch möglich ist“, sagte Todesfeldes Sportlicher Leiter Markus Weber, der selbst fünf Jahre lang Coach des Teams war. Weber musste schon am Abend vor dem Match die Heimreise antreten und ließ im Bahnabteil die Stunden von Nyköbing noch einmal Revue passieren. „Erfolgreich im Konzert der Großen mitzuspielen, ist eine wunderbare Sache.“ Und Teammanager Timo Gothmann ergänzte: „Man hat gemerkt, dass die Jungs richtig Bock auf die neue Saison haben – und wir im Verein haben es auch.“ Einziger Wermutstropfen: Christian Jaacks musste in der Partie gegen Naestved mit Verdacht auf Kreuzbandverletzung vom Platz getragen werden.

23 Spieler sammeln internationale Erfahrung

Für die Offiziellen des SV Todesfelde besonders erfreulich: Die Auftritte der Oberliga-Kicker erhöhen den Bekanntheitsgrad des Dorfvereins. Die 23 Akteure aus der ersten Mannschaft bewegten sich erstmals auf internationaler Ebene; so waren beim Turnier drei dänische Zweitligisten am Start. Im Sportzentrum von Maribo auf der Insel Lolland, wo der SVT von Donnerstag an sein Trainingslager aufgeschlagen hatte, gibt es sieben Rasenplätze mit 45 beweglichen Toren. Dort absolvierten die Todesfelder Spieler drei Übungseinheiten.