Norderstedt
FUSSBALL

FFC Nordlichter verspielt 2:0-Führung

Philipp Kirste (vorne) und der FFC Nordlichter gaben im Spiel bei Fetihspor Kaltenkirchen (hier: Valentin Ilenser) ein 2:0 aus der Hand.

Philipp Kirste (vorne) und der FFC Nordlichter gaben im Spiel bei Fetihspor Kaltenkirchen (hier: Valentin Ilenser) ein 2:0 aus der Hand.

Foto: Thomas Maibom

Fetihspor Kaltenkirchen setzt sich im Abstiegsduell gegen Norderstedt nach starker Schlussphase noch mit 4:2 durch.

Kaltenkirchen. Martin Genz verneigte sich vor seiner Mannschaft. „Riesiges Kompliment, wie sie da zurückgekommen ist“, sagte der Trainer von Fetihspor Kaltenkirchen. Seine Verbandsliga-Fußballer waren im Kellerduell gegen den FFC Nordlichter Norderstedt schon auf der Verliererstraße, drehten dann aber einen 0:2-Rückstand in einen 4:2 (0:1)-Erfolg. „Über 90 Minuten war das verdient“, meinte Genz. FFC-Coach Hendrik Lampen sprach hingegen von einer „völlig unnötigen Niederlage“.

Den Unterschied habe für den Trainer der Kaltenkirchener das breitere Aufgebot gemacht. Während die Gastgeber mit 17 Akteuren antraten, hatten die Norderstedter lediglich drei Spieler auf der Reservebank. „Vor dem Spiel hat sich Matthias Osterchrist krankheitsbedingt abgemeldet, da mussten wir wieder umstellen“, beklagte Lampen. Bei Niklas Last, der mit Trainingsrückstand aufgestellt wurde, reichte die Luft nur für 60 Minuten. In der letzten halben Stunde musste Offensivspieler Marcel Mundhenk auf ungewohnter Position im defensiven Mittelfeld aushelfen. „Das war ein Vorteil für uns. Wir konnten kräftemäßig zum Schluss zulegen“, so Genz.

Die Kaltenkirchener Joker entscheiden die Partie

Da überraschte es dann auch wenig, dass ausgerechnet zwei Einwechselspieler das Duell zugunsten von Fetihspor entschieden. Nashim Jueidi legte quer auf Denis Simeunovic, der zum 3:2 für die Genz-Elf traf (81.). Beide Spieler waren erst wenige Minuten auf dem Feld. „Das haben sie klasse gemacht“, sagte ihr Coach. Zuvor konnten sich die Hausherren noch bei Torhüter Torben Krogmann bedanken, der zwei Mal erstklassig gegen Moritz Wolff zur Stelle war und die neuerliche Norderstedter Führung verhinderte.

In der ersten Hälfte hatte FFC-Torjäger Jan-Phillip Meier die Nordlichter mit seinem 16. Saisontor früh in Führung gebracht (10.). Als Sturmpartner Wolff direkt nach dem Seitenwechsel nachlegte (47.), deutete vieles auf den dritten Norderstedter Sieg in Serie hin. Ein Doppelschlag von Winterneuzugang Kim Schultze (51.) und Daniel Owusu (54./ Foulelfmeter) brachte Fetihspor jedoch zurück ins Spiel. Kevin Trozki machte in der Schlussminute den Sack zu.

Henstedt-Ulzburg holt gegen Kisdorf zwei Rückstände auf

„Ein ganz wichtiger Sieg für uns“, freute sich Martin Genz, der mit seinem Team jetzt ein Vier-Punkte-Polster zu den direkten Abstiegsplätzen hat. Die Aufholjagd des Tabellenvorletzten aus Norderstedt wurde hingegen mit einem erheblichen Dämpfer vorerst gestoppt. „Die Leistungsbereitschaft stimmt mich aber positiv“, sagte Hendrik Lampen.

Im Tabellenmittelfeld freute sich Dominik Fseisi, Trainer des SV Henstedt-Ulzburg, über ein 2:2 (1:1) gegen den Drittplatzierten SSC Phoenix Kisdorf. „Ich wohne in Kisdorf, mein Sohn spielt da, ich kenne sie alle. Das war schon eine besondere Situation“, sagte Fseisi. Besondere Comeback-Qualitäten hatte in den vorangegangen 90 Minuten seine Mannschaft unter Beweis gestellt. Zwei Mal waren die favorisierten Gäste durch Jeremy Schalk (36.) und Marc Jürgensen (59.) in Führung gegangen, zwei Mal glich Henstedt-Ulzburg aus. Erst traf Björn Zimmermann zum 1:1 (36.), später sorgte sein Bruder Jan für den Endstand (77.). In der Nachspielzeit hätte Jürgensen per Foulelfmeter noch auf 3:2 für Kisdorf stellen können, SVHU-Keeper Christopher Rahn hielt jedoch den Punkt fest. Kapitän Florian Behrmann, der sich zuvor Gelb-Rot abholte, wird Henstedt-Ulzburg am Freitag bei den Nordlichtern nicht zur Verfügung stehen.

WSV Tangstedt ist jetzt schon Zweiter

Gut gerüstet für das bevorstehende Topspiel am Sonnabend, 30. März, in Kisdorf präsentierte sich der WSV Tangstedt, der durch das 4:1 (2:0) gegen den SV Wasbek auf den zweiten Tabellenplatz kletterte. Der spielende Co-Trainer Lukasz Sosnowski brachte die Mannschaft von Kay-Uwe Pjede per Strafstoß auf Kurs (27.), Verteidiger Niel Lüthje sorgte mit einem Doppelpack für die Vorentscheidung (35./48.). Den Schlusspunkt setzte Arber Aslani (85.). Die Kaltenkirchener Turnerschaft verspielte eine Woche vor dem Stadtderby gegen Fetihspor einen 2:0-Vorsprung bei Grün-Weiß Todenbüttel (2:3). Kapitän Tobias Weißörtel (10.) und Malte Pietsch (63.) hatten für die Gäste ins Schwarze getroffen, drei Gegentore binnen elf Minuten aber schließlich Ernüchterung aufkommen lassen (69./ 73./80.).