Norderstedt
HANDBALL

Zur Sensation fehlen dem SVHU nur fünf Minuten

25 Paraden – Juniorennationalspielerin Nele Reese war im Tor ein herausragender Rückhalt für ihr Team.

25 Paraden – Juniorennationalspielerin Nele Reese war im Tor ein herausragender Rückhalt für ihr Team.

Foto: Thomas Maibom

Drittligahandballerinnen des SV Henstedt-Ulzburg haben Spitzenreiter Hannover-Badenstedt beim 30:33 am Rande einer Niederlage.

Henstedt-Ulzburg. Wenn ein Trainer trotz Niederlage bester Dinge ist, muss etwas Außergewöhnliches geschehen sein. Und genau das war der Fall bei dem denkwürdigen Heimspiel der Handballfrauen des SV Henstedt-Ulzburg gegen die „Jungen Wilden“ Hannover-Badenstedt. Der designierte Drittliga-Meister hatte 17-mal in Folge gewonnen, meist sogar deutlich. Niemand hätte damit gerechnet, dass ausgerechnet die „Frogs-Ladies“ eine Chance haben würden, diese Serie zu knacken.

Zur Sensation – nichts anderes wäre ein Sieg gewesen – fehlten vielleicht fünf Minuten. „Es war die Kraft. Wir hatten viel mit Tempo gespielt, wenig gewechselt“, sagte Coach Sven Rusbült. 30:33 (18:18) – nach diesem Endergebnis sah es lange nicht aus. Über weite Strecken der zweiten Halbzeit führte das Heimteam, teilweise mit zwei oder drei Toren Vorsprung. „Alles in allem war das unsere beste Saisonleistung. Das war so nicht zu erwarten. Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass ich mich fast darüber ärgere, nicht gewonnen zu haben, hätte ich das gekauft“, so Rusbült.

Viele seiner Spielerinnen setzten Glanzpunkte, etwa Jule Meisner mit sieben und Katharina Rahn mit sechs Treffern. Doch dass die Henstedt-Ulzburgerinnen mithalten konnten, hatten sie auch ihrer Torhüterin, Juniorennationalspielerin Nele Reese, zu verdanken, die 25 Würfe abwehrte. Sven Rusbült: „Da waren auch viele freie Bälle bei.“

Auch ohne Erfolg könne man „stolz sein“, sagte er. „Alles war perfekt bis auf die Punkte.“ Die könnte der SVHU am nächsten Wochenende holen. Dann steht am Sonntag, 24. März, 17 Uhr das Derby beim SC Alstertal-Langenhorn auf dem Programm.