Norderstedt
FUSSBALL

Sechs KT-Treffer gegen den Frust der Vorwoche

Kaltenkirchens Kapitän Tobias Weißörtel erzielte in der 23. Minute das 3:1.

Kaltenkirchens Kapitän Tobias Weißörtel erzielte in der 23. Minute das 3:1.

Foto: Thomas Maibom

Kaltenkirchener Verbandsligafußballer gewinnen deutlich gegen Kellinghusen. Auch die Nordlichter sind im Heimspiel erfolgreich.

Kaltenkirchen. So ernüchternd der Start in das Fußballjahr gewesen ist, so entschlossen war nun die Antwort der Kaltenkirchener Turnerschaft. Nachdem die KT das erste Verbandsligaspiel 2019 auf eigenem Platz 1:4 gegen den FFC Nordlichter Norderstedt verloren hatte, war eine Woche später der VfL Kellinghusen zu Gast in der Stadt – und wurde mit einem überzeugenden 6:2 (3:1) in den Kreis Steinburg zurückgeschickt. „Das war eine gute Reaktion auf die letzte Woche“, sagte Trainer René Sixt.

Weil das Stadion am Marschweg wegen des aufgeweichten Rasens gesperrt werden musste, war die Partie auf den Kunstrasen an der Schirnau verlegt worden. „Das war ungemütlich mit dem Wetter, aber der Platz ließ ein einigermaßen gutes Spiel zu“, so Sixt. Und das vorrangig von seiner Mannschaft. Bryan Lilja brauchte nur zwei Minuten für das 1:0 (2.), den unglücklichen Handelfmeter der Gäste (4./Jan Nötzelmann) konterte der Kaltenkirchener Stürmer in der 13. Minute mit der erneuten Führung.

Anschließend lief der Ball gut durch die Reihen. Kapitän Tobias Weißörtel, der kürzlich vom SV Henstedt-Ulzburg als Neuzugang für die nächste Saison präsentiert worden war, erhöhte auf 3:1 (23.) – nach der Pause sorgte ein Doppelschlag von Seyit Ibrahim Cicek (50.) und Malte Pietsch (56.) endgültig für klare Verhältnisse, auch wenn Kellinghusens Kevin Ladendorf noch einmal traf (57.). Den Schlusspunkt setzte Ole Matti Lipke mit dem 6:2 in der 83. Minute. Coach Sixt verteilte noch ein Sonderlob für den A-Junioren Görkem Güvenir. „Er hat das auf hinten links sehr gut gemacht.“

Das galt auch zum zweiten Mal in Folge für die Nordlichter Norderstedt, die wie schon in Kaltenkirchen nun auch auf heimischem Platz am Langenharmer Weg mit 4:1 (1:1) gegen Grün-Weiß Todenbüttel gewannen. Ein Sieg mit hoher tabellarischer Bedeutung, wie Trainer Hendrik Lampen betonte. „Es ging darum, den Anschluss herzustellen, das hatten wir uns vorgenommen – super, dass wir es geschafft haben.“ Zwar ist der FFC noch auf Platz 15 und damit Vorletzter, Todenbüttel auf einem Nichtabstiegsplatz hat jetzt jedoch nur noch drei Punkte Vorsprung.

Entscheidender Mann war – nicht zum ersten Mal – Angreifer Jan-Philip Meier, der drei Treffer erzielte (14./78./85.). Mit Moritz Wolff, dem das vierte Tor gelang (62.), formiert er ein fast schon kongeniales Duo, das in Bestform gehobenes Verbandsligaformat darstellt. „Gerade die letzte halbe Stunde war wirklich stark“, so Lampen.

Es wird darauf ankommen, diese Leistung zu wiederholen, damit es doch noch etwas werden kann mit dem Klassenerhalt. In 21 Partien haben die Nordlichter nur einmal Remis gespielt. „Unentschieden helfen uns nicht weiter“, sagt der Trainer. Am nächsten Wochenende könnte der Club mit einem Auswärtssieg bei Fetihspor Kaltenkirchen (24. März, 15 Uhr) im Optimalfall die Abstiegsränge verlassen. Lampen: „Das ist ein Überholspiel.“