Norderstedt
Fussball-Verbandsliga

Überraschungscoup der Nordlichter im Marschwegstadion

Jan-Phillip Meier (Nordlichter) bejubelt eines seiner drei Tore, KT-Keeper Enis Lahti sitzt genervt auf dem Hosenboden.

Jan-Phillip Meier (Nordlichter) bejubelt eines seiner drei Tore, KT-Keeper Enis Lahti sitzt genervt auf dem Hosenboden.

Foto: Thomas Maibom

Der abstiegsgefährdete Tabellenvorletzte setzt sich mit 4:1 bei der Kaltenkirchener TS durch. Jan-Phillip Meier trifft dreimal.

Norderstedt.  Auf dem Papier waren sie klarer Außenseiter – doch die Fußballer des FFC Nordlichter Norderstedt pfiffen auf die Statistik und bewiesen, dass sie sich im Abstiegskampf der Verbandsliga West noch längst nicht aufgegeben haben. Mit einem deutlichen 4:1 (0:0)-Erfolg beim Tabellensiebten Kal­tenkirchener Turnerschaft (25 Zähler) landete die Mannschaft von Trainer Hen­drik Lampen im Marschwegstadion einen Überraschungscoup. Einziger Wermutstropfen für den Coach und seine Crew: Die Nordlichter bleiben mit nun 16 Punkten weiterhin 15.

KT-Trainer René Sixt, dessen Sohn Lennart in der 61. Minute das zwischenzeitliche 1:1 erzielte, zollte der Leistung der Gäste Respekt. „Wir hatten uns das natürlich ganz anders vorgestellt, aber die Niederlage ist verdient. Es ist wieder einmal deutlich geworden, dass meine junge Mannschaft Probleme hat, wenn sie gegen einen tief stehenden Gegner das Spiel machen muss.“

Die Taktik der Norderstedter geht voll auf

Nordlichter-Coach Hendrik Lampen war sehr zufrieden. Zum einen, weil sich sein Team diszipliniert an die taktische Marschroute hielt, aus einer sicheren Abwehr heraus zu agieren. Zum anderen, weil seine Offensivkräfte den Kal­tenkirchenern mächtig Kopfzerbrechen bereiteten. Allen voran Jan-Phillip Meier, der mit drei Treffern in der 53.,
86. und 88. Minute zum Matchwinner avancierte.

Tor Nummer vier ging auf das Konto von Moritz Wolff (70.); unterstützt wurde das Duo immer wieder vom ausgebufften Pierre Hallé, der geschickt die Bälle hielt oder aber aufs Tempo drückte, wenn es erforderlich war.

Lampen: „Dieser Erfolg gibt natürlich Selbstvertrauen, uns allen ist aber bewusst, dass es noch ein richtig langer Weg bis zum Klassenerhalt ist.“

Tangstedts neuer Trainer startet mit 6:1-Erfolg

Einen Einstand nach Maß feierte Kay-Uwe Pjede, der neue Trainer des Tabellenvierten WSV Tangstedt (41 Punkte). Seine Mannschaft setzte sich im Kleinen Alsterstadion nach leichten Startschwierigkeiten mit 6:1 (2:0) gegen Schlusslicht SV Rickling durch.

„Der Platz war extrem tief, das ist an die Substanz gegangen. Aber die Jungs waren heiß, haben im Mittelfeld gut gearbeitet und gefällig nach vorn gespielt.“ Für die kurioseste Szene der Partie sorgte Lukas Sosnowski, der den WSV per Strafstoß in Führung gebracht hatte (44.). Er wollte den Ball in der 70. Minute aus 25 Metern zu Keeper Nico Jeschke zurückspielen, fabrizierte dabei aber eine Bogenlampe, die sich in den Kasten senkte. Tarek Pressel war zweimal erfolgreich (61./75.), außerdem trafen Daniel Booker (45.), Niel Lüthje (67.) und der starke Leon Neumann (86.).

Auch die Premiere von Fetihspor-Coach Martin Genz glückt

Geglückt ist auch die Premiere von Coach Martin Genz, der in der Winterpause die Kicker von Fetihspor Kaltenkirchen (13./21 Punkte) übernommen hat. Im richtungsweisenden Heimspiel gegen den SV Wasbek gab’s durch Tore von Kim Schultze (70.) und Andrej Denk (75.) ein 2:1 (0:0). Nach einem umstrittenen Strafstoß in der 90. Minute, den Jan Olaf Muhs für die Gäste verwandelte, mussten die Hausherren allerdings noch um ihren Sieg zittern.

Der SV Henstedt-Ulzburg (8./24) unterlag dem neuen Tabellenführer SV Tungendorf mit 0:1 (0:0). Trainer Dominik Fseisi: „Wir hatten vier Möglichkeiten und treffen nicht, die machen aus zwei Chancen ein Tor. Das ist der Unterschied zwischen einem Top-Team und einer Mannschaft wie uns.“