Norderstedt
FUSSBALL

Als Spielerberater betreut Thomas Vogel 35 Profis

Thomas Vogel hat über 100-mal in der Bundesliga gespielt – unter anderem auch für den Hamburger SV.

Thomas Vogel hat über 100-mal in der Bundesliga gespielt – unter anderem auch für den Hamburger SV.

Foto: Thomas Maibom

Ob der frühere Bundesligaspieler auch in der zweiten Saisonhälfte Fetihspor trainieren wird, ist wegen des Zeitaufwands noch offen.

Kaltenkirchen.  Thomas Vogel ist ein viel beschäftigter Mann. Der neue Trainer von Fußball-Verbandsligist Fetihspor Kaltenkirchen ist einigen noch als früherer HSV-Profi ein Begriff. Von 1997 bis 1999 lief der gebürtige Hannoveraner 19 Mal in der Bundesliga den Traditionsverein auf. 2005 ließ er seine Laufbahn beim SV Henstedt-Rhen (heute SV Henstedt-Ulzburg) im Kreis Segeberg ausklingen.

Mittlerweile hat sich der 51-Jährige aber in einer ganz anderen Funktion einen Namen gemacht: Vogel ist seit 14 Jahren Geschäftsführer der Spielervermittlungsagentur „extratime“. Zusammen mit dem einstigen Freiburger Teamkollegen Axel Sundermann und dem Journalisten Christoph Leutrum hat er das Unternehmen gegründet. 35 Spieler von der Bundes- bis zur Regionalliga werden von ihnen betreut. „Die Arbeit macht Spaß. Wir sind ein gutes Team“, sagt Vogel. Dass er in seiner Vita auf über 100 Einsätze im deutschen Fußball-Oberhaus zurückblicken kann, sei für ihn von Vorteil. „Da nehmen die Manager dann eher mal das Telefon ab“, so der Ex-Profi. Wie er zum Berater-Business gekommen ist? „Ich wurde damals von Rogon angesprochen“, berichtet Vogel. Bei der international angesehenen Agentur, die unter anderem Liverpool-Star Roberto Firmino und den deutschen Nationalspieler Julian Draxler betreut, machte der ehemalige Innenverteidiger seine ersten Schritte im Berater-Geschäft.

Agentur wirkte am Mathenia-Wechsel zum HSV mit

Im Jahr 2004 kam es zur Trennung: „Wir wollten uns selbstständig machen.“ Seither haben Vogel und Co. etliche Verträge für Fußball-Profis ausgehandelt und diverse Transfers abgewickelt. So hat „extratime“ beispielsweise 2016 am Wechsel des Torhüters Christian Mathenia von Darmstadt 98 zum HSV mitgewirkt.

Weil Vogel in seiner Arbeit als Spielerberater zeitlich oft stark eingebunden ist, musste Fetihspor bei seiner Verpflichtung Kompromisse eingehen. „Wir suchen noch einen starken Trainerpartner“, erklärte Ligamanager Alexander Nagel bei Vogels Vorstellung Anfang November. Mitte der Woche will der Verein in dieser Hinsicht endlich Vollzug vermelden. Was A-Lizenz-Inhaber Vogel betrifft, steht noch nicht fest, wohin der Weg führt. „Wir haben uns erstmal auf eine Zusammenarbeit bis zum Winter verständigt und schauen dann weiter“, so Vogel, der mit der Mannschaft in drei Spielen sechs Punkte geholt hat. Noch vor Weihnachten sei ein Gespräch zwischen den Beteiligten angepeilt.

Ob Fetihspor auch im neuen Jahr auf seine Dienste bauen kann, ist also noch unklar. Ein viel beschäftigter Mann wird Vogel trotzdem bleiben. „Im Januar ist wieder Transferphase“, sagt der Spielerberater. Und dann glühen nicht nur Vogels Telefondrähte heiß.