Norderstedt
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2:0 in Lokstedt – HSV III bleibt Tabellenführer

Auch TuRa Harksheide feiert in der Landesliga Hammonia einen Auswärtssieg

Norderstedt. Marcus Rabenhorst steht wirklich nicht im Verdacht, ein Schönredner zu sein. Nach dem 2:0 (2:0) bei Eintracht Lokstedt war der Coach des Hamburger SV III trotz gefestigter Tabellenführung in der Fußball-Landesliga Hammonia aber noch kritischer als sonst. „Die zweite Halbzeit war die schwächste von uns in dieser Saison. Wenn man alles zusammen nimmt, war das am Schluss sogar ein glücklicher Sieg. Es gibt einiges aufzuarbeiten.“

Der Verlauf der Partie im zweiten Spielabschnitt war umso verwunderlicher, da die Dritte des HSV in der ersten Hälfte das Geschehen weitgehend unter Kontrolle hatte. Die Treffer, einer von Kristijan Augustinovic (16.) und einer von Jendrik Bauer (45.), wurden blitzsauber herausgespielt, die Führung zum Pausentee ging in Ordnung. In Hälfte zwei schien es so weiterzugehen. Das Team kam schwungvoll aus der Kabine, Bauer verpasste durch zu zögerliches Verhalten wenige Meter vor dem Tor das sichere 3:0 (47.). Ab diesem Moment war – einigermaßen unverständlich – ein Bruch im Spiel des Favoriten auszumachen. „Wir haben überhaupt keinen Fußball mehr gespielt“, bemängelte Rabenhorst. Lokstedt drehte auf und stürzte die Gästedefensive mehrfach in große Verlegenheit. Zu allem negativen Überfluss beging der zehn Minuten zuvor eingewechselte Abdoul-Azim Kondo eine Tätlichkeit und der HSV III musste die Schlussphase in Unterzahl überstehen. Da Lokstedt selbst beste Chancen nicht nutzte, gab wenigstens das Ergebnis Anlass zur Freude beim Spitzenreiter.

Daniel Meier kopiert Ondrej Dudas Freistoßtrick

Nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit der Leistung seiner Mannschaft einverstanden war TuRa Harksheides Trainer Jörg Schwarzer. Mit 3:0 (1:0) siegten die Norderstedter verdient beim SC Sternschanze. Wiedergutmachung betrieb dabei Tim Weber. Seiner vergebenen Großchance in der 4. Minute ließ er zwölf Zeigerumdrehungen später die Führung mit einem schicken Schuss durch die Hosenträger von Sternschanzes Keeper Maximilian Karp folgen. Weitere Möglichkeiten in Hälfte eins konnte TuRa nicht nutzen, Sternschanze wurde hingegen offensiv selten wirklich gefährlich.

Das 2:0 war dann gleichfalls fein anzusehen. Lars Hartmann schickte Leon Schulz, dessen Schuss Karp nur vor die Füße des abstaubenden Sören Ostermann abklatschen konnte (47.). Das 3:0 setzte schließlich den Toren mit Schauwert die Krone auf und bewies: Daniel Meier guckt fleißig Bundesliga. Wie Herthas Ondrej Duda (beim 2:2 in Wolfsburg) schlenzte er den Ball per Freistoß geschickt unter der hochspringenden Mauer durch. Die Kugel fluschte seelenruhig ins Netz (78.). „Das hat Daniel wirklich clever gemacht“, lobte ihn Trainer Schwarzer. Er zog wenig überraschend ein positives Fazit: „Wir waren von der ersten Minute an voll im Spiel drin. Es war ein sehr abgeklärter und hochkonzentrierter Auftritt und ein verdienter Sieg für uns.“