Norderstedt
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Glashütter SV will den siebten Sieg hintereinander

Der Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga 6 hat seine ersten sechs Partien trotz Personalsorgen gewonnen und träumt von der Bezirksliga

Norderstedt. Sechs Spiele, sechs Siege, 18 Punkte, 24:7 Tore – von Feierstimmung ist beim Glashütter SV, dem Tabellenführer der Fußball-Kreisliga 6, vor dem Derby bei TuRa Harksheide II (heute, 20 Uhr, collatz+schwartz-Sportpark, Am Exerzierplatz) dennoch keine Spur. „Wir arbeiten alle konzentriert weiter, haben ja noch nichts gewonnen“, sagt Glashüttes Co-Trainer Boris Thormählen.

Das ist übliches Understatement. Doch jenseits dessen gibt es auch spezielle Gründe zur Besorgnis in Glashütte. Eine Verletztenmisere hat die Mannschaft erfasst, zum Auswärtsspiel bei TuRa II fehlt gleich in halbes Dutzend Spieler verletzt. Fünf weitere Akteure sind privat oder beruflich verhindert.

„Wir müssen auf eine komplette Elf verzichten“, bedauert Thormählen. Wahrscheinlich tritt Glashütte nur mit einem 15er-Kader an, inklusive der Torleute. „Und wir wissen nicht, welche Akteure aus der Landesliga-Mannschaft TuRas zweites Team verstärken. Ich fände es nicht so schön, wenn da drei, vier Leute nur gegen uns zum Nachbarschaftsduell runterkommen, die sonst nie für die Zweite spielen. Aber das können wir nicht beeinflussen.“

Was der GSV bisher sehr gut beeinflussen kann, ist das eigene Auftreten, trotz vieler Verletzter. Alleine fünf Torhüter musste das Team einsetzen, zweimal stand sogar schon ein Feldspieler zwischen die Pfosten. Trotzdem haben die Glashütter in dieser Saison alle Kreisligabegegnungen gewonnen; sie drehten dabei dreimal einen 1:2-Rückstand, besiegten daheim Sasel III (4:2) und DuWO 08 (3:2) sowie den Lemsahler SV (3:2) auswärts in der 95. Minute durch den dritten Treffer von Mustafa Ulas.

„Wir sind eine spielstarke Mannschaft, können aber auch umschalten in einen kämpferischen Modus. Die Moral stimmt bei uns absolut“, lobt Thormählen. Als härteste Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg sieht er den punktgleichen Hoisbütteler SV und den Tabellendritten Berne II (15 Zähler) an. „Trotzdem würden wir natürlich gern in die Bezirksliga aufsteigen. Das Zeug dafür hat die Mannschaft definitiv.“

Sehr hilfreich wäre es, endlich einmal mit voller Kapelle antreten zu können. Nicht nur auf der Torhüterposition, auch in der Abwehr muss momentan permanent umgebaut werden. So half unter anderem Sechser Mustafa Ulas schon in der Innenverteidigung aus. Mit nur sieben Gegentoren in den ersten sechs Partien ist die Bilanz der Defensive unter diesen Umständen klasse. „Wir freuen uns darauf, wenn alle wieder an Bord sind. Mal sehen, was wir dann leisten können“, so Thormählen.

Ein Beispiel dafür gibt es schon: Xhevdet Rexhepi. Der Offensivspieler ist endlich verletzungsfrei und traf bisher fünfmal. „Jetzt hat er die Fitness, die er braucht. Das zahlt sich aus“, sagt Thormählen. Im Derby will der Glashütter SV nun den siebten Sieg im siebten Spiel, einfahren. Immerhin wird mit Björn Schuhmann von den Alten Herren wohl ein gelernter Keeper im Kasten stehen. Thormählen: „Vom Potenzial her sind wir die bessere Mannschaft. Ich hoffe, wir können das auf dem Platz auch umsetzen.“