Norderstedt
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Bloß nicht Letzte werden...

„Norderstedts beste Athleten“: Abendblatt-Mitarbeiterin Anne Pamperin macht mit

Norderstedt. Seit zwölf Jahren berichte ich über den TriBühne-Tri­athlon im Norderstedter Stadtpark in Wort und Bild, begleite auch den Abendlauf, das Langstreckenschwimmen und das Radfestival auf dem Gutenbergring als Journalistin mit Kamera und Schreibblock. Dieses Jahr bin ich selber mittendrin. Ich möchte am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, die komplette Sportwoche mitzumachen und damit beim Wettbewerb „Norderstedts beste Athleten“ mitzumischen. Mein Ziel? Bloß nicht Letzte werden...

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, im Vorfeld ein paar Pfunde loszuwerden, um am kommenden Sonntag beim Triathlon im hautengen Einteiler eine gute Figur zu machen. Das Vorhaben war aufgrund diverser Grillabende und Restaurantbesuche von vornherein zum Scheitern verurteilt. Aber egal: Wer hat, der hat nun mal.

Zunächst musste ich beim 1250-Meter-Schwimmen im Norderstedter Stadtparksee ran. Auch wenn ich in meiner Jugend Wettkampfschwimmerin bei der DLRG Norderstedt war, hatte ich doch ein wenig Bammel vor der Strecke und dem Gewusel im Wasser. Fast alle Starter waren in Neopren gehüllt, ich trat im Badeanzug an – und erreichte nach 29:50 Minuten überglücklich das Ufer des Arriba-Strandbades.

Tags darauf folgte dann das Radfestival im Gutenbergring auf dem roten Rennrad meiner Schwester Berit, das sie sich vor 20 Jahren nach dem Sieg von Jan Ullrich bei der Tour de France gekauft hatte. Vor mir lagen 28 Kilometer und 20 Runden, die ich im Windschatten mitradeln wollte. Denkste, gleich nach dem Start fuhren mir die anderen Teilnehmer davon. Mein Puls lag dauerhaft gefühlt bei 250, die Beine wurden schwerer und schwerer.

Gemein: Ich wurde fünfmal vom Führungsfahrzeug überholt. Als die Spitzengruppe ihre letzte 1,4-Kilometer-Runde beendete, lag ich weit zurück. Da halfen auch die Anfeuerungsrufe meines Lebensgefährten („Du schaffst das!“) nichts. Vielleicht hätte mich der legendäre Udo-Bölts-Satz „Quäl’ dich, du Sau!“ mehr angestachelt?

Das Rennen war für mich nach
22 Kilometern vorbei, meine fehlenden Runden wurden anhand meiner bis dato gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeit (28 Kilometer pro Stunde) berechnet und auf meine Zeit (Gesamt: 1:01 Stunden) draufgeschlagen. Das war ein hartes Stück Arbeit – und ich bin heilfroh, dass ich jetzt bis zum Hamburg-Airport-Abendlauf am Mittwoch Pause habe.