Norderstedt
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Landesligisten treffen sich zum Lokalderby

Dritte Mannschaft des Hamburger SV hat heute um 20 Uhr den Stadtrivalen TuRa Harksheide zu Gast

Norderstedt. Die Vorfreude auf das Derby der Norderstedter Fußball-Landesligisten Hamburger SV III und TuRa Harksheide (heute, 20 Uhr, Ulzburger Straße 94) ist groß. „Ich finde solche Spiele klasse, und auch für unsere tollen, kreativen Fans ist die Partie sehr attraktiv“, sagt HSV-Trainer Marcus Rabenhorst. „Es wird sicher eine spezielle Atmosphäre herrschen. Unterstützt durch den engen und umrandeten Platz wird es mit viel Tempo zur Sache gehen, was ich sehr gerne mag“, ergänzt TuRa- Coach Jörg Schwarzer.

Doch gerade das Tempo könnte sich für seine Mannschaft, die als Tabellendritter (sechs Zähler) beim HSV III (4./4) antritt, als Nachteil erweisen. Die Harksheider haben seit dem 22. Juli fünf Pflichtspiele bestritten, zuletzt am vergangenen Dienstag das 4:3 nach Verlängerung in der dritten Oddset-Pokalrunde beim Ahrensburger TSV.

TuRas Weste ist mit fünf Siegen zwar blütenweiß – doch reicht die Kraft fürs Stadtderby? Schließlich musste der HSV III, der auf eine Meldung für den Holsten-Pokal verzichtet hat, im selben Zeitraum nur zweimal ran.

„Sicherlich werden die Spieler auch mal merken, dass ihnen in der einen oder anderen Situation die Kraft fehlt. Aber bei der Bedeutung der Partie erwarte ich, dass jeder meiner Jungs sein Adrenalin sinnvoll nutzt und an seine Grenzen geht. Unsere vielen Begegnungen dürfen da keine Ausrede sein“, sagt Schwarzer. Sein Kollege Rabenhorst rechnet nicht mit einem Vorteil für den HSV III: „TuRa hat bisher alles gewonnen. Das kostet ja nicht nur Kraft, das gibt auch viel Selbstvertrauen.“

Der Coach der Gastgeber erhofft sich endlich eine konstant starke Leistung über 90 Minuten. Seine Mannschaft ist auch in dieser Saison eine Wundertüte, pendelt teilweise innerhalb weniger Minuten zwischen genialen Aktionen und fahrlässigen Fehlern. „Viele unserer jungen Spieler müssen sich erst auf die Landesliga einstellen. Wir haben die Schwankungen gemeinsam mit der Mannschaft in der Trainingswoche thematisiert und wollen es am Freitagabend besser machen“, sagt Rabenhorst.

Nicht dabei helfen wird nach wie vor Ex-Nationalspieler und Ex-HSV-Profi Marcell Jansen. Er gehört zwar weiterhin zum Kader, stand in den ersten beiden Landesliga-Partien aber nicht im Aufgebot. Das wird auch gegen TuRa so sein.

„Wir arbeiten daran, dass er uns bald weiterhelfen kann“, sagt Rabenhorst. Damit deutet er an, dass Jansen – durch beruflichen Verpflichtungen sehr eingespannt – immer noch nicht das körperliche Niveau für regelmäßige Einsätze erreicht hat. Sportlich hat sein Engagement beim Hamburger SV III seit dem Winter (91 Spielminuten verteilt auf drei Einsätze) auf dem Platz bislang kaum etwas bewirkt.