Norderstedt
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Oddset-Pokal: TuRa Harksheide steht in Runde vier

Landesliga-Fußballer bezwingen Ahrensburger TSV mit 4:3 nach Verlängerung

Norderstedt. Landesligist TuRa Harksheide ist in einem Fußball-Krimi durch ein 4:3 (0:1/2:2) nach Verlängerung beim Bezirksligisten Ahrensburger TSV in die vierte Runde des Hamburger Oddset-Pokals eingezogen.

Danach hatte es allerdings 50 Minuten lang nicht ausgesehen. Ahrensburgs Gerrit Huppenthal nutzte einen Fehler des Harksheiders Felix Feuerlein zum 1:0 (31.), das 2:0 für den Außenseiter erzielte Mihai Benitez (49.) per Kopf nach einem wunderbaren Spielzug über die rechte Seite.

„Viele Mannschaften lassen in einer solchen Lage die Köpfe hängen, meine nicht. Ein Riesenkompliment dafür ans Team“, sagte TuRa-Trainer Jörg Schwarzer nach der Partie . Denn als alles gelaufen schien, drehten die Gäste auf. Jonah Petersen schlenzte den Ball nach Vorlage von Leon Schulz hoch ins Eck zum 1:2 (52.), Daniel Meier traf aus spitzem Winkel zum 2:2 (58.).

Etliche Möglichkeiten zur Entscheidung innerhalb der regulären Spielzeit ließen die Harksheider liegen, TuRa traf dafür jedoch in der Verlängerung abermals doppelt: Petersen nach Vorlage von Sören Ostermann (97.) und Schulz mit einem strammen Schuss nach feinem Trick (112.) sorgten für das 4:2.

Trotzdem mussten die Kicker vom Exerzierplatz kurz darauf noch einmal zittern. Lars Hartmann verursachte einen Strafstoß und beleidigte Schiedsrichter Malte Jonas, der ihn mit Rot unter die Dusche schickte. Der frühere TuRa-Torjäger Benedikt Neumann-Schirmbeck verwandelte vom Punkt zum 3:4 (115.), und die Gäste mussten in Unterzahl eine heiße Schlussphase überstehen, ehe der Sieg unter Dach und Fach war. „Das Wichtigste ist: Wir sind weiter“, so Schwarzers Fazit.

Glashütter SV scheitert am favorisierten Rahlstedter SC

Aus dem Oddset-Pokal ausgeschieden ist dagegen Kreisligist Glashütter SV. Beim 1:3 (1:2) gegen den zwei Klassen höher kickenden Landesliga-Club Rahlstedter SC zeigte der GSV allerdings eine extrem starke Leistung.

Das 1:0 für den GSV durch Kevin Strominski (16.) egalisierte Rahlstedts Hendrik Wolfgramm (20.). Die Führung gelang den Gästen durch einen sehr umstrittenen Handelfmeter. Glashüttes Mohamed Jami sah zudem Gelb für ein angebliches Handspiel sowie danach sofort Gelb-Rot wegen Reklamierens. Lukas Baake traf zum Rahlstedter 2:1 (45.+2).

Auch in Unterzahl spielte der GSV gut mit, hätte mehrfach den Ausgleich erzielen können. Wolfgramm markierte schließlich sehr spät (90.+5) das 3:1 für den Favoriten. „Wir haben ein geiles Spiel auf Augenhöhe abgeliefert. Sogar das Weiterkommen war für uns drin“, sagte Glashüttes Co-Trainer Boris Thormählen.