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Kaltenkirchener TS gewinnt das Stadtderby

3:2-Erfolg gegen Fetihspor im Kreispokal. Verbandsligisten FFC Nordlichter Norderstedt und SVHU sind raus

Kaltenkirchen. Es war kein hochklassiges Fußballspiel – aber immerhin war die Partie spannend bis zum Schluss. Im Segeberger Kreispokal trafen im Achtelfinale die beiden Verbandsligisten Kaltenkirchener Turnerschaf und Fetihspor Kaltenkirchen aufeinander. Die KT hatte dabei das bessere Ende für sich und gewann das Prestigeduell mit 3:2 (1:1).

„Richtige Derbystimmung ist allerdings nie so wirklich aufgekommen“, sagte Fetihspor-Trainer Klaus Kasper. Vielmehr sei die Partie von viel Hektik und Angst vor Fehlern geprägt gewesen. „Insgesamt haben wir aber verdient gewonnen und sind eine Runde weiter“, so KT-Coach Frank Freitag.

Auf dem Kunstrasenplatz der Johannes-Kelmes-Sportanlage an der Schirnauallee erwischte seine Mannschaft den besseren Start. Wegen der Sperrung des Rasens im Marschwegstadion (Sommerferien) und der Erneuerung des benachbarten Kunstrasens trug der Drittplatzierte der Verbandsliga-Saison 2017/2018 sein Pokal-Heimspiel auf dem Platz von Fetihspor aus.

Lukas Freitag brachte die Kaltenkirchener TS in der 8. Minute mit einem seiner typischen Tore in Front. Der Stürmer wandelte am Rande einer Abseitsposition, erlief den Steilpass aber regelkonform und netzte sicher ein. Beinahe hätte dieses Ergebnis auch bis zur Halbzeitpause Bestand gehabt, doch Fetihspors Neuzugang Akin Yelkenkayali zirkelte einen direkten Freistoß zum Ausgleich ins Torwarteck (45.).

Fetihspor patzte zu Beginn der zweiten Halbzeit gleich reihenweise.
KT-Akteur Lennart Pietsch konnte von links in den Strafraum ziehen, seinen Pass in die Mitte lenkte Abwehrmann Helge Schröter mit der Fußspitze in den eigenen Kasten ab (48.) – Keeper Torben Krogmann hatte keine Abwehrchance.

Mit dem zweiten Treffer von Lukas Freitag (51.) kam es für die Kasper-Elf noch bitterer. Es war beinahe eine Kopie des 1:0. Zwar erzielte Nashim Jueidi nur drei Minuten später per Kopf den Anschluss, doch die Wende der Partie blieb aus.

„Manchmal waren wir noch ein bisschen grün hinter den Ohren, aber das Engagement war da“, resümierte Frank Freitag. „Wenn wir vorne früh attackieren, kommt jeder Gegner in die Bredouille.“

Klaus Kasper erwies sich nach dem Schlusspfiff als fairer Verlierer: „„Wir hatten drei große Chancen und machen sie nicht. Am Ende kosten uns die individuellen Fehler den Sieg, an den Gegentoren hatten wir selbst Schuld. Unter dem Strich muss man aber auch sagen, dass die Kaltenkirchener Turnerschaft verdient in das Viertelfinale des Kreispokals eingezogen ist, da sie noch weitere Tormöglichkeiten hatte.“

Für die ersten beiden Überraschungen im laufenden Cupwettbewerb sorgten zwei Mannschaften aus der Kreisklasse A. Die SG Oering-Seth bewies großen Kampfgeist und schaltete den neu formierten Verbandsligisten
SV Henstedt-Ulzburg mit 1:0 (0:0/0:0) nach Verlängerung aus. Der Siegtreffer für den Underdog gelang Paul Peters mit einem abgefälschten Distanzschuss in der 105. Minute.

Der VfL Struvenhütten bezwang den favorisierten FFC Nordlichter Norderstedt (ebenfalls Verbandsliga West) mit 2:1 (1:0). Lasse Konopka war für die Hausherren gleich zweimal erfolgreich (13./61.); das einzige Tor der Gäste durch Marc-Kevin Wenk fiel erst kurz vor Schluss und war somit lediglich Ergebniskosmetik.

Kreispokal Segeberg, Achtelfinale
Kaltenkichener Turnerschaft – Fetihspor Kaltenkirchen 3:2, SV Rickling – SV Schackendorf 0:3, SC Hasenmoor – TSV Wiemersdorf 1:5,
SG Oering-Seth – SV Henstedt-Ulzburg 1:0 nach Verlängerung, VfL Struvenhütten –
FFC Nordlichter Norderstedt 2:1, MTV Segeberg – TuS Hartenholm 0:5, TuS Tensfeld –
SV Todesfelde 0:1.