Norderstedt
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FFC Nordlichter startet mit drei Minuspunkten

Fußballer stehen in der Verbandsliga West vor einer schwierigen Saison

Norderstedt. Am Ende der vergangenen Saison zogen die Verbandsliga-Fußballer des FFC Nordlichter Norderstedt zufrieden Bilanz. Sie hatten sich als Aufsteiger frühzeitig den Klassenerhalt gesichert, am Ende stand Platz zehn zu Buche.

Trainer Hendrik Lampen: „Wir konnten auf Anhieb gut mithalten. Bemerkenswert war, dass wir uns aus der Talfahrt im Herbst selbst herausgezogen haben. Daraus sind wir gestärkt hervorgegangen.“

Bis vor vier Wochen stand ihm noch Jens Blohm zur Seite. Als Trainerduo haben die beiden Freunde ihre Kicker in die dritthöchste Spielklasse des Landes geführt. Nun geht der Weg ohne Blohm weiter. Der 53-Jährige hat das Projekt „Nordlichter Norderstedt“ für sich persönlich beendet. „Ich finde es sehr schade, dass Jens diese Entscheidung getroffen. Aber wir müssen das akzeptieren und ab sofort nach vorne schauen“, so Lampen. Neu im Team ist Fabian Rohne als sein Co-Trainer. Er hat in der Serie 2017/2018 die zweite Herrenmannschaft des Vereins betreut.

Club kann Schiedsrichterquote nicht erfüllen

Die Nordlichter werden mit drei Minuspunkten starten, da sie die geforderte Schiedsrichterquote nicht erfüllen können. Hintergrund: Da der Verein für die neue Spielzeit ein A-Jugend-Team gemeldet hat, hätte er vier statt bislang drei Unparteiische vorweisen müssen – und das ist aktuell nicht der Fall.

Dadurch wird die sportliche Herausforderung in der Verbandsliga noch anspruchsvoller, als sie ohnehin schon ist. „Durch die Neueinteilung der Staffel haben wir künftig Mannschaften wie den WSV Tangstedt oder die SG Geest 05 als Gegner. Das wird für uns um einiges schwieriger“, konstatiert Lampen. Der FFC-Trainer bleibt dennoch optimistisch: „Wenn wir die richtige Balance finden und unsere Leistung abrufen können, traue ich uns erneut eine gute Rolle zu. Das Potenzial haben wir. Es gibt aber viele ambitionierte Teams, die ich noch nicht einschätzen kann.“

Um Selbstvertrauen zu sammeln, testet der FFC bewusst gegen unterklassige Mannschaften aus Schleswig-Holstein und Hamburg. Hendrik Lampen möchte mehr taktische Variabilität im Spiel der Nordlichter. Zu sehr habe sich seine Crew in der abgelaufenen Saison auf das klassische 4-4-2-System mit zwei zentral-defensiven Mittelfeldakteuren versteift. „Ich will, dass die Jungs mehr Eigeninitiative zeigen und Lösungen für Probleme auf dem Feld finden.“

Zugänge: Julian Bodur (reaktiviert), Oliver Panknin (1. FC Quickborn), Marco Peters
(TuS Wakendorf-Götzberg), Marcel Remer
(2. Herren), Marc Wenk (TSV Nahe), Bent Ziegel-Öscu (1. FC Quickborn).
Abgänge: Frederik Etling (VfL Pinneberg), Philip Gäbel, Fabian Höger, Marcel Steinke (unbekannt), Christoph Vilter (Karriereende).