Norderstedt
Todesfelde

Nicht mehr als Mittelmaß

Oberliga-Handballfrauen der SG Todesfelde/Leezen enttäuschen gegen AMTV

Todesfelde. Die Handballerinnen der SG Todesfelde/Leezen dümpeln weiterhin im Niemandsland der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein herum: Nach der 21:30 (12:12)-Heimpleite gegen den AMTV Hamburg ist das Team von Trainer Heiko Grell mit 15:13 Punkten Tabellensiebter.

Den Coach störte dabei weniger die Niederlage als die Einstellung seiner Spielerinnen in den letzten zehn Minuten. „Die Mannschaft hat sich zum Schluss leider aufgegeben, die Bälle unseren Gästen aus Hamburg reihenweise kampflos überlassen“, so Grell. „Das hat mich schon enttäuscht. Wir müssen uns hinterfragen, wie so etwas zustande kommen kann.“

Im ersten Durchgang sah noch alles nach einer Partie auf Augenhöhe aus. Die SG Todesfelde/Leezen lag lange in Führung und musste erst kurz vor dem Pausenpfiff den Ausgleich hinnehmen. „Bis dahin war unsere Leistung in Ordnung. Wir haben es aber versäumt, einen klaren Vorsprung mit in die Kabine zu nehmen“, sagte der Trainer, dem zu diesem Zeitpunkt vor allem die mangelnde Chancenverwertung Kopfzerbrechen bereitete. „Wir gucken Hamburgs Torhüterin nicht aus, werfen viele freie Chancen leichtfertig weg. Das war unser einziges Manko in Halbzeit eins.“

Was sich bereits im Verlauf des ersten Spielabschnittes angedeutet hatte, setzte sich nach dem Wiederanpfiff fort. Während die Gastgeberinnen nur schwer in Tritt kamen, fand sich der AMTV Hamburg immer besser zurecht und lag nach 50 Minuten mit vier Toren vorn.

Heiko Grell: „Ich habe dann eine Auszeit genommen um deren Lauf zu unterbrechen, leider lief danach überhaupt nichts mehr zusammen. Unser Auftritt wirkte zum Teil hilflos.“ Das deutliche Resultat passte dem Coach überhaupt nicht: „Ich möchte die Platte schon erhobenen Hauptes verlassen können“, sagte er, „aber das war diesmal leider nicht der Fall. Wir müssen zugeben, dass wir in dieser Saison nicht zur Spitzengruppe in der Oberliga gehören.“

Tore der SG Todesfelde/Leezen: Anna-Lena Grell, Laura Riehl (je 6), Janne Hübner (5), Anni Knutzen (2), Hanna Pohlmann, Kira Knauft (je 1).