Norderstedt
Hallenfussball

Gastgeber Leezener SC nutzt seinen Heimvorteil

Die Siegermannschaft, hinten von links: Trainer Sascha Lütjens, Nils Albers, Hans-Jordt Petersen, Marc Kuhlmann, Aaron Hummel, Max Paustian, Ralf Kressin. Vorne von links: Phil Paustian, Walon Uka, Tjark Reimers, Jendrik Weers, Michael Wulf

Die Siegermannschaft, hinten von links: Trainer Sascha Lütjens, Nils Albers, Hans-Jordt Petersen, Marc Kuhlmann, Aaron Hummel, Max Paustian, Ralf Kressin. Vorne von links: Phil Paustian, Walon Uka, Tjark Reimers, Jendrik Weers, Michael Wulf

Foto: Thomas Maibom

Die Kreisliga-Kicker triumphieren beim 33. Solarstrom-Cup – der erste Erfolg in der Amtssporthalle seit 2006 und der elfte insgesamt.

Leezen.  Organisatoren, Helfer und Spieler des Leezener SC verließen nach einem dreitägigen Hallenfußball-Spektakel der besonderen Art mit einem breiten Grinsen die Amtssporthalle. Dem 33. Solarstrom-Cup hatten die Verantwortlichen des Vereins angesichts zunächst nur verhaltenen Interesses mit einiger Skepsis entgegengesehen; dann aber konnten die Gastgeber sogar einen Rekord vermelden. 1052 zahlende Zuschauer waren insgesamt dabei, so viele wie noch nie beim weiterhin prestigeträchtigen Indoor-Event.

Und schließlich durften die Leezener Kicker ja noch stolz auf sich selbst sein. Die von Sascha Lütjens trainierte Kreisliga-Mannschaft kämpfte im Finale den Landesligisten TuS Hartenholm durch Tore von Michael Wulf und Phil Paustian mit 2:1 nieder. Es war ein Klasse-Endspiel, in dem beide Teams noch einmal alles reinwarfen. Die favorisierten Hallenspezialisten aus Hartenholm kamen lediglich durch Robert Kuberka zu einem Treffer und warten nun schon seit 2011 auf einen Turniersieg in Leezen.

Für Coach Lütjens war es ein außergewöhnlicher Moment: Als der LSC zuletzt 2006 seinen eigenen Wettbewerb gewann, war der Übungsleiter noch als Aktiver im Einsatz gewesen.

LSC entthront Vorjahressieger SV Grün-Weiß Siebenbäumen

Die Leezener feierten ihren elften Triumph bei der 33. Auflage der Veranstaltung – genau ein Drittel aller Meetings hat der Ausrichter also gewonnen. Der SV Todesfelde siegte in den Jahren 2013, 2014 und 2016, die zweite Mannschaft des SVT schaffte es 2015 einmal. Diesmal reichte es für die beiden Teams des Dorfclubs nur zum Einzug ins Halbfinale.

Die Oberliga-Truppe von Sven Tramm, die von einigen Akteuren verstärkt wurde, die noch am Vorabend beim schleswig-holsteinischen Hallen-Masters in Kiel im Einsatz gewesen waren, unterlagen extrem motivierten Hartenholmern mit 1:3. Im zweiten Match der Vorschlussrunde setzte sich der Leezener SC mit 2:1 gegen den SVT II durch. Der stellte mit Rene Bossert am Ende den erfolgreichsten Schützen des Turniers. Der Landesliga-Stürmer war bestens aufgelegt, traf zwölfmal und wurde dafür mit einem Pokal ausgezeichnet.

Über einen zusätzlichen „Pott“ konnte sich auch ein junger Fußballer des Leezener SC freuen. Tim Togert, 17 Jahre alter Sohn von Turnierchef Heino Togert, wurde zum besten Torhüter gewählt. Dabei hütete der A-Jugend-Spieler Togert nicht etwa den Kasten des Siegerteams, sondern sprang aushilfsweise bei den Gästen des TB Ruit (Ostfildern) ein, die ohne Schlussmann angereist waren und nach der Zwischenrunde ausschieden. Die Hobbymannschaft der Gastrokicker Nord, die das Starterfeld als 25. Team kurzfristig komplettiert hatte, musste nach der Vorrunde die Segel streichen.

Erfreulich: Im siebten Jahr in Folge registrierten die Organisatoren des LSC keine Rote Karte und vor allem keine ernsthafte Verletzung eines Spielers. Fairness ist beim Solarstrom-Cup, bei des es 850 Euro (davon 350 für den Turniersieger) zu gewinnen gab, also weiterhin angesagt.

Die Tombola ist seit vielen Jahren ein Zuschauermagnet

Fazit: Der Leezener SC, ein Verein mit nur knapp 1000 Mitgliedern in 15 verschiedenen Abteilungen, hat den Dreh raus. Rund 20 Kleinsponsoren stehen Schlange, um die Fußballer zu unterstützen und Fans den Besuch zum Beispiel mit einer attraktiven Tombola schmackhaft zu machen. „Das ist ein Privileg für uns und hilft uns, das Turnier Jahr für Jahr wieder zu organisieren“, so Heino Togert (45), der den Solarstrom-Cup mit dem LSC siebenmal gewann und von 1995 bis 2004 Torhüter der Liga-Mannschaft war.

Neben dem Vorstandssprecher gehören Patrick Palwis, Sascha Lütjens in seiner Doppelfunktion als Obmann und Trainer sowie neuerdings auch Nils Tonn zum Führungsstab. Tonn gilt als Fachmann im Social-Media-Bereich, er zeichnete zudem für die Organisation des Marketing-Programms verantwortlich.

Alle vier waren dabei, als am Abend vor den Hauptrundenmatches die Players Night im Sportlertreff lief. Palwis: „Unglaublich, was da abgelaufen ist. Es war eine galaktische Party.“