Norderstedt
FUSSBALL

HSV III gewinnt Schlüsselspiel in Billstedt

HSV-Stürmer Jendrik Bauer (links) traf mit dem Pausenpfiff und in der 81. Minute – und sicherte so den wichtigen Auswärtssieg

HSV-Stürmer Jendrik Bauer (links) traf mit dem Pausenpfiff und in der 81. Minute – und sicherte so den wichtigen Auswärtssieg

Foto: kbs-picture / Meincke Kalle

Nach dem 2:1 bei V/W Billstedt ist Oberligist Hamburger SV III erstmals seit dem vierten Spieltag nicht mehr Tabellenletzter.

Norderstedt.  Den Oberliga-Fußballern des Hamburger SV III ist im letzten Spiel des Jahres der befreiende Sprung auf den 16. Tabellenplatz geglückt. Durch ein 2:1 (1:1) im Abstiegskrimi bei Vorwärts-Wacker Billstedt konnte die Mannschaft von Trainer Marcus Rabenhorst die „Rote Laterne“ an den FC Türkiye weiterreichen. Seit dem vierten Spieltag war der HSV zuvor ohne Unterbrechung Schlusslicht gewesen.

„Es geht um viel mehr als nur um drei Punkte. Es geht ums Überleben“, dieses Motto hatte Coach Rabenhorst erneut ausgegeben. Doch zunächst geriet der HSV ins Hintertreffen. Evailton Fernandes (14.) verfehlte die Führung für Billstedt nur um Zentimeter, Hamid Zazai hatte mehr Zielwasser getrunken. Einen abgewehrten Freistoß nagelte er mit links genau in den Winkel (21.).

Die Gäste blieben aber im Spiel, das oftmals in dieser Spielzeit zu beobachtende Auseinanderfallen der Mannschaft nach einem Rückstand war nicht zu erkennen. Und Jendrik Bauer kopierte mal wieder mit seinen großen Qualitäten im gegnerischen Sechzehner den legendären Gerd Müller. Eine Vorlage von Andy Akoteng-Bonsrah nahm er unter Bedrängnis an, vernaschte seinen Gegenspieler Adam Hamdan und lochte flach ins linke Eck ein (45.+2). Ein wunderbar abgezockter Treffer des Strafraumstürmers, unmittelbar vor dem Pausenpfiff.

In der Folgezeit erarbeitete sich der HSV ein deutliches Übergewicht. Mehrere Möglichkeiten auf den Führungstreffer wurden ausgelassen, bevor wieder Jendrik Bauer in Aktion trat. Aus 18 Metern zog er einfach mal ab und die Kugel sauste ins rechte untere Eck (81.). Dimitrij Rikspun vergab sogar die Chance, schon vor dem Abpfiff endgültige Klarheit mit dem 3:1 herzustellen (88.). Gleichwohl brachten die „Rothosen“ das 2:1 über die Zeit, ließen keine großen Torchancen der in der zweiten Hälfte schwachen Gastgeber zu.

Marcus Rabenhorst: „Dieser Sieg war Balsam für uns. Wir sind in einem Sechs-Punkte-Spiel als Sieger vom Platz gegangen. Der Anschluss ist geschafft. Nun können wir an Weihnachten ein bisschen die Füße hochlegen, bevor wir im neuen Jahr wieder angreifen.“ Die Hoffnung auf den Klassenerhalt – sie lebt wieder beim Aufsteiger. (misch)