Norderstedt
Schach

Das Saisonziel heißt Wiederaufstieg in die Bundesliga

Annika Evers, Inga Marx, Julia Antolak, Maria Gosciniak, Carina Brandt (stehend v. l.) sowie  Inken Köhler haben die ersten beiden Punktspiele der Saison 2017/2018 gewonnen

Annika Evers, Inga Marx, Julia Antolak, Maria Gosciniak, Carina Brandt (stehend v. l.) sowie Inken Köhler haben die ersten beiden Punktspiele der Saison 2017/2018 gewonnen

Foto: Thomas Maibom

TuRa Harksheides Schach-Frauenmannschaft startet in der 2. Bundesliga West mit zwei 3,5:2,5-Erfolgen gegen Wattenscheid und Paderborn.

Norderstedt.  Wettkampf für Wettkampf krasser Außenseiter zu sein – das machte den Schachspielerinnen von TuRa Harksheide in der vergangenen Saison nichts aus. Im Gegenteil: Elf Runden lang saßen die Mädchen und Frauen des Vereins in der 1. Bundesliga ohne Erfolgsdruck an den Brettern, machten in der höchsten deutschen Klasse eine sehr gute Figur und hatten als Neuling sogar eine Chance auf den Klassenerhalt.

„Dass der nicht gelang, lag vor allem daran, dass wir unser Potenzial nicht voll ausgeschöpft haben. Dennoch hat uns das letzte Jahr viel gebracht. Wir sind davon überzeugt, dass uns die anderen Erstligaclubs nicht zum letzten Mal gesehen haben“, sagte Abteilungsleiter Eberhard Schabel.

In der Serie 2017/2018 greifen die TuRanerinnen in der 2. Bundesliga wieder an – und müssen sich erst einmal an die ungewohnte Favoritenrolle gewöhnen. In der Staffel West sind sie das gejagte Team, eine nicht ganz einfache Situation.

Zum Auftakt gab es in den Räumen des Hamburger Schachklubs zwei knappe 3,5:2,5-Erfolge. Gegen die SV Wattenscheid siegten Inken Köhler, Inga Marx und Maria Gosciniak (kampflos), Jasmin Zimmermann spielte remis. Gegen den SK Blauer Springer Paderborn triumphierten Maria Gosciniak und Inga Marx. Julia Antolak, Inken Köhler sowie Annika Evers teilten sich mit ihren Gegnerinnen die Punkte.

„Das war ein etwas holpriger Start. Aber ich bin mir sicher, dass wir diese neue Situation im Verlauf der Saison annehmen werden. Wir wollen auf jeden Fall wieder zurück in die Bundesliga“, sagte Eberhard Schabel, dessen Mannschaft sich im Vergleich zur letzten Serie personell leicht verändert hat.

Nicht mehr mit dabei sind Luise Diederichs, die zum Erstligisten SK Lehrte gewechselt ist, und Annika Pohlert, die eine Schachpause einlegt. TuRa angeschlossen haben sich dafür die 17 Jahre alte Julia Antolak und Maria Gosciniak (27). „Beide kommen aus Polen. Von uns wird die Unterkunft im Hotel Kampe mitfinanziert. Die Anfahrt sponsern die Eltern der Spielerinnen. Beide fühlen sich sehr wohl im Team. Sie sind aber keine Profis und bekommen kein Geld von uns“, so Schabel.

Finanziell kann sich die Zweitliga-Crew eh keine großen Sprünge leisten. „Unsere Möglichkeiten sind überschaubar. Die Ausgaben müssen aus unserem Abteilungsetat und durch Zuwendungen der Wabfis-Schachschule finanziert werden. Weitere Unterstützung kommt von den Spielerinnen vom Hauptverein.“

Dass TuRa Harksheide Schach auf allerhöchstem Niveau anbieten kann, immer wieder Talente hervorbringt, die an nationalen Titelkämpfen, Europa- und Weltmeisterschaften teilnehmen, liegt an der vorzüglichen Nachwuchsförderung. Und die wird nun sogar noch weiter ausgebaut: Nach der Vereinbarung der Norderstedter Sportvereine, künftig intensiver zusammenzuarbeiten, gibt es ein erweitertes Trainingsangebot.

Montags, mittwochs und freitags können Kinder ab sechs Jahre von 16.15 Uhr an in der Mensa der Grundschule Heidbergstraße Schach spielen. Mitmachen dürfen nicht nur TuRaner, sondern auch Mitglieder des 1. SC Norderstedt, Glashütter SV, SV Friedrichsgabe und vom Norderstedter SV. Detaillierte Informationen dazu gibt es bei den Geschäftsstellen der jeweiligen Vereine.

Wer mehr über Frauen- und Jugendschach bei TuRa Harksheide wissen möchte, wird auf der Internetseite der Abteilung fündig. Dort finden sich auch Fotos und Berichte von anderen Teams, unter anderem der Regionalliga-Frauenmannschaft. Die setzte sich am ersten Spieltag gegen die Schachfreunde Wilstermarsch mit 2,5:1,5 durch. Für TuRa gewannen Anna-Blume Giede und Anna-Lena Schramm, Vanessa Foos holte ein Remis.

www.tura-jugendschach.de