Norderstedt
Sport-Infrastruktur

Glashütter SV: „Der Kunstrasen ist ein Meilenstein“

Thomas Broscheit (Sportamt), der Glashütter Vereinsvorsitzende Bodo Wittmann, Rolf Hack (52 Jahre Clubchef beim GSV) und Holger Böhm vom Kreissportverband testen den neuen Kunstrasen

Thomas Broscheit (Sportamt), der Glashütter Vereinsvorsitzende Bodo Wittmann, Rolf Hack (52 Jahre Clubchef beim GSV) und Holger Böhm vom Kreissportverband testen den neuen Kunstrasen

Foto: Thomas Maibom

Der Glashütter Sportverein spürt schon jetzt den positiven Effekt durch seinen neuen Kunstrasen-Fußballplatz.

Norderstedt.  Gespielt wird auf dem nagelneuen Geläuf schon seit April, doch der Glashütter SV hat seine moderne Kunstrasenanlage nun noch einmal offiziell eröffnet. „Der Platz wird begeistert angenommen“, sagte der Vereinsvorsitzende Bodo Wittmann.

Er ist erst seit März im Amt, zuvor gab es eine zweijährige Vakanz. In dieser Zeit kümmerten sich insbesondere Schatzmeister Rainer Rettke und der zweite Vorsitzende Mathis Brakenhoff darum, dass das Projekt tatsächlich realisiert werden konnte. Wittmann wies auch auf seinen Vorgänger hin. „Peter Helden war derjenige, der 2013 die ersten Gespräche mit der Stadt geführt hat, um den Kunstrasen zu realisieren.“

Einfach war das nicht. Zwar votierte die Stadtpolitik 2016 endgültig dafür, drei Kunstrasen neu zu bauen – neben dem GSV waren auch TuRa Harksheide und Eintracht Norderstedt Profiteure. Doch während die letzten beiden Vorhaben schon im Sommer und Herbst abgeschlossen wurden, mussten die Glashütter kämpfen. Erst nach schwierigen Verhandlungen war der Kredit für den Eigenanteil von 20 Prozent an den Gesamtkosten (870.000 Euro) gesichert, weil die Stadt eine Bürgschaft übernahm.

Heute ist das Vergangenheit. „Der Kunstrasen ist ein Meilenstein, weil wir jetzt auf Augenhöhe mit den anderen Norderstedter Vereinen einen Trainings- und Spielbetrieb gewährleisten können“, sagte Bodo Wittmann, der selbst früher einmal Manager der Ligafußballer war. Zur Anlage an der Poppenbütteler Straße gehört zudem ein neues Leichtathletikareal, doch es sind die Fußballer, die das größte Plus aus den verbesserten Möglichkeiten ziehen.

Holger Böhm vom Kreissportverband berichtete, dass es 2014 den ersten Antrag auf Förderung gegeben habe – der Bescheid erging schließlich im Mai 2017. Denn auch der KSV beteiligte sich mit einer hohen fünfstelligen Summe. „Mir war gar nicht bewusst, dass der Glashütter SV die drittgrößte Fußballabteilung im Kreis hat“, sagte Böhm. Nur TuRa Harksheide und der SV Henstedt-Ulzburg haben mehr Aktive als Glashütte (470 Fußballer). „Deswegen ist es mehr als verdient, dass hier ein vernünftiger Platz hinkommt.“

Der ungeliebte Grand hatte gerade bei Nachwuchssportlern dazu geführt, dass diese sich anderen Clubs anschlossen. Dieses Problem dürfte sich nun erledigt haben. Grundsätzlich ist die „rote Asche“ so gut wie verschwunden in der Region. Im Kreis gibt es lediglich in Bornhöved sowie beim SV Friedrichsgabe noch Grandplätze. „Und der SVF bekommt bald zwei Kunstrasenfelder“, sagte Thomas Broscheit vom Sportamt – ein großes, das sogar Footballer nutzen können, und ein Kleinfeld (50 mal 70 Meter). Dieses Vorhaben ist integriert in die Verlängerung der Oadby-and-Wigston-Straße nach Norden. Der erste Kunstrasen in der Stadt entstand übrigens bereits 2001 bei Eintracht Norderstedt. Genau diese Fläche wurde 2016 erneuert. Denn ewig währen die Geläufe nicht, ein heutiger Kunstrasen hat eine Lebensdauer von ungefähr 15 Jahren.