Ju-Jutsu

Rekordbeteiligung bei den Internationalen Kodokan Open

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Anne Pamperin
Die Norderstedterin Lea Kienitz (Kodokan, links) attackiert Katarina Leine vom schwedischen Club Nacka Dojo mit einem Kick

Die Norderstedterin Lea Kienitz (Kodokan, links) attackiert Katarina Leine vom schwedischen Club Nacka Dojo mit einem Kick

Foto: Anne Pamperin

Die zweitägige Veranstaltung in der Moorbekhalle lockt 360 Aktive aus acht europäischen Ländern an. Kodokan-Kämpfer feiern vier Siege.

Norderstedt.  Lea Kienitz musste lange warten, ehe sie bei den Internationalen Kodokan Open im Ju-Jutsu in der Moorbekhalle endlich auf die Matte durfte. Die 15 Jahre alte Garstedterin, die für den gastgebenden Verein Kodokan antrat, startete bei den U18-Juniorinnen erstmals in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm und bekam es dort unter anderem mit der Europameisterschaftsdritten von 2016, Jasmina Kovac aus Slowenien, zu tun.

Diverse Verletzungen beeinflussen den Zeitplan

Die zweitägige Veranstaltung war mit 360 Teilnehmern aus acht europäischen Ländern so gut wie noch nie besucht. Dass sich die beiden jungen Damen vor ihrem Duell in Geduld üben mussten, lag daran, dass sich ein Aktiver die Schulter ausgekugelt hatte und erst nach längerer Behandlung transportfähig war. Da parallel dazu noch zwei weitere Kämpfe unterbrochen werden mussten, geriet der Zeitplan kurz ins Stocken.

„Eine solche Anhäufung von Verletzungen ist wirklich ungewöhnlich. Im Ju-Jutsu passiert im Verhältnis zu anderen Sportarten wie Fußball oder Handball relativ wenig. Die Kämpfer lernen im Training ja unter anderem das richtige Fallen“, sagte Kodokan-Cheftrainer Stefan Jacobs.

Lea Kienitz war trotz seiner Tipps gegen Jasmina Kovac macht- und chancenlos. Die Slowenin setzte sich vorzeitig durch, Kienitz freute sich über den dritten Rang und zog selbstkritisch Bilanz: „Ich muss im Teilbereich Judo noch besser werden.“

Kurzen Prozess mit seinen Gegnern machte Leas Vereinskamerad Maximilian Lüth. Der 14 Jahre alte Quickborner setzte sich in seinem ersten Jahr in der Altersklasse U18 gegen elf Konkurrenten durch und triumphierte in der Kategorie bis 66 Kilogramm.

Der junge Kampfsportler, der auch im Bodenkampf Ne-Waza antrat und dort Fünfter wurde, hat klare Ziele. „Ich bin dreimal hintereinander norddeutscher U15-Meister geworden. Das möchte ich jetzt auch in der neuen Altersklasse schaffen. Außerdem will ich bald den Sprung in den Bundeskader schaffen.“

Die Atmosphäre bei den Kodokan Open beeindruckte den Neuntklässler des Sportgymnasiums Heidberg sehr. „Es ist schon cool, wenn die Gegner aus Schweden, den Niederlanden oder Belgien kommen. Das internationale Flair hat was.“

Maximilian Lüth war aber nicht der einzige Kodokaner, der Gold für die Gastgeber holte. Luzie Grutke (U18) setzte sich in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm durch, Maximilian Ußmant gewann in der Kategorie U15 bis 60 Kilogramm, Malon Stahlhuth und Mats Winter siegten im U15-Duowettbewerb.

Im Februar 2018 gibt’s die Neuauflage

Der Kodokan-Vorsitzende Turgay Gül freute sich nicht nur über die Erfolge seines Vereins, der Platz fünf im Medaillenspiegel belegte. „Wir haben viel positive Resonanz von den Teilnehmern bekommen. Es ist schön, dass die Veranstaltung so gut ankommt. Die Moorbekhalle ist optimal für so ein Event. Und der Termin für die Kodokan Open 2018 steht mit dem Wochenende 10./11. Februar auch schon fest.“

Weitere Ergebnisse der Kodokan-Kämpfer, Fighting, Senioren, bis 94 Kilogramm: 2. Tim Weidenbecher; U15, bis 41 Kilogramm: 3. Joni Grutke; bis 50 Kilogramm: 3. Marcel Said; bis 60 Kilogramm: 3. Kevin Viertel; Ne-Waza, Seniorinnen, plus 70 Kilogramm: 2. Samantha Binder; U21, bis 77 Kilogramm: 3. Fabian Mußbach; U18, bis 66 Kilogramm: 3. Maximilian Ußmant.

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