Norderstedt
Mözen

„Ich fühle mich fitter als je zuvor“

Mittel- und Langstreckenläuferin Isabell Teegen hat ihr Trainingsprogramm umgestellt. Sie gehört künftig zum deutschen Junior-Elite-Team

Mözen.  Viel Zeit hat Isabell Teegen momentan nicht. Seit Oktober studiert die Mittel- und Langstreckenläuferin des SC Rönnau 74 an der Universität Hamburg Zahnmedizin. „Das Studium ist zwar anstrengend, macht mir aber unheimlich viel Spaß. Ich habe allerdings nicht mehr so viel Gelegenheit, große Umfänge zu trainieren. Dafür ist die Qualität besser. Ich fühle mich
fitter als je zuvor“, sagt die 23-Jährige, die für den SC Rönnau 74 startet.

In diesem Jahr erreichte Teegen mit der Teilnahme an der Europameisterschaft im Juli in Amsterdam und dem damit verbundenen Start im Halbmarathon ihren vorläufigen Karrierehöhepunkt. „Der Lauf im Nationaltrikot war etwas ganz Besonderes. Aber mein persönliches Highlight war eigentlich schon vorher der Wettkampf in Berlin, als ich mit 1:13,52 Stunden eine persönliche Bestzeit gerannt bin, schnellste Europäerin war und die Quali für Amsterdam geschafft habe. Der EM-Start war dann das I-Tüpfelchen.“

Der Lohn für die hervorragenden Leistungen 2016 sind ein weiteres Jahr B-Kader-Zugehörigkeit und die Aufnahme ins deutsche Junior-Elite-Team. „Das ist natürlich sehr schön.“

2017 will Isabell Teegen wieder auf kürzeren Distanzen angreifen. Trainiert wird – je nach Stundenplan – vor der Uni und danach. „Ich werde erstmals seit fünf Jahren wieder eine Hallensaison bestreiten. Mein Ziel ist eine vordere Platzierung bei den Deutschen Meisterschaften am 18. Februar in Leipzig über 3000 Meter“, so Teegen. Ein Trainingslager im Ausland ist erst für März geplant. Wie schon 2016 geht’s dann mit Coach Sören Kuhn und einigen Vereinskollegen nach Portugal.

Um sich wieder an die engen Kurven in der Halle zu gewöhnen, startet Isabell Teegen am 22. Januar in Hamburg bei den Landesmeisterschaften der Frauen. Im Sommer will sie dann über 5000 Meter antreten. Im Visier hat die Mözenerin unter anderem die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London (5. bis 13. August) und die Universiade. Die Weltsportspiele der Studenten finden vom 19. bis 30. August in Taipeh (Taiwan) statt.

Ganz so hohe Ziele haben die Nachwuchstalente aus dem Kreises Segeberg noch nicht, aber sie sind immerhin zahlreich in den Landeskadern vertreten. Neben dem SC Rönnau 74, der mit Anna-Sophie Bellerich und Ariane Ballner noch zwei weitere B-Kader-Sportlerinnen vorweisen kann, leistet vor allem der SV Fried­richsgabe unter der Regie von Trainer und Spartenleiter Roy Brusenbauch ausgezeichnete Arbeit. Mit Jaqueline Eylmann, Niklas Groneberg, Annike Rohlff, Jan Sprengel und Anna Lindenau haben fünf SVF-Talente den Sprung in den Landeskader geschafft.

Bei der Kaltenkirchener Turnerschaft ist der Einfluss von Stabhochsprung-Landestrainerin Sabine Schulte zu sehen. Her­ausragende Athletinnen sind Pia Nicolé Kock (C-Kader) und Daniela Schumann (D2).

Die Topathleten des Kreis-Leichtathletikverbandes SegebergL-Kader: Johanna Christine Schulz (SC Rönnau 74/800 Meter, 1500 Meter), Matthias Prey, Nils Max (beide SC Rönnau 74/Zehnkampf). D1-Kader: Sidney Chrabkowski (Kaltenkirchener TS/100 Meter), Aaron Köhler (Bramstedter TS/110 Meter Hürden), Adrian Griffel (BT/Speerwurf), Niklas Groneberg (SV Fried­richsgabe/Zehnkampf). D2-Kader: Jaqueline Eylmann (SV Friedrichsgabe/400 Meter), Annike Rohlff (SVF/
100 Meter Hürden), Jan Sprengel (SVF/
400 Meter Hürden), Anna Lindenau (SVF/ 400 Meter Hürden), Daniela Schumann (Kal­tenkirchener TS/Stabhochsprung).