Norderstedt
Fussball

Coach Dominik Fseisi verlässt die KT am Saisonende

Emotional und engagiert: Dominik Fseisi ist am Spielfeldrand stets voll bei der Sache

Emotional und engagiert: Dominik Fseisi ist am Spielfeldrand stets voll bei der Sache

Foto: Thomas Maibom

Der Tabellendritte der Verbandsliga Süd-West sucht einen Nachfolger. Top-Kandidat: Frank Freitag, der Trainer des zweiten Teams.

Kaltenkirchen.  Nun soll wirklich Schluss sein! Dominik Fseisi, Trainer der Verbandsliga-Fußballer der Kaltenkirchener Turnerschaft, wird den Verein im Sommer 2017 definitiv verlassen. Jeweils am Ende der vergangenen zwei Spielzeiten hatte der Coach zunächst seinen Abschied verkündet, um dann doch noch ein weiteres Jahr als Übungsleiter dranzuhängen. Doch diesmal ist sein Entschluss endgültig. „Ich suche eine neue Herausforderung. Nach dreieinhalb Jahren in Kaltenkirchen brauche ich einen Tapetenwechsel“, sagt Fseisi.

Vor knapp drei Wochen hat der
34-Jährige den Vereinsverantwortlichen mitgeteilt, bei der KT aufhören zu wollen – aus rein sportlichen Beweggründen.

Dominik Fseisi übernahm die Kal­tenkirchener Kicker im Oktober 2013 auf dem letzten Tabellenplatz der Verbandsliga Süd-West; er kam von der
A-Jugend des Nachbarclubs SSC Phoenix Kisdorf. „Er hat viele neue Elemente ins Training eingebracht“, sagt Manager Frank Horstmann. Der Stil aus dem Jugendbereich sei nicht unbedingt schlecht für die Mannschaft gewesen, „es hat eben alles seine Vor- und Nachteile.“

Fseisis Mission war es, die KT-Kicker in sicheres Fahrwasser zu führen. Dank seiner Akribie, seiner Leidenschaft und seinen guten Kontakten zu jungen, talentierten Spielern hat der ehemalige Jugendtrainer von Eintracht Norderstedt diese Aufgabe erfüllt.

Nach dem vierten Platz in der vorletzten Saison und dem zehnten Rang im vergangenen Jahr mischt die Elf vom Marschweg nun in der Spitzengruppe der Verbandsliga Süd/West mit. Die Kaltenkirchener sind mit 32 Punkten Tabellendritter hinter Spitzenreiter TSV Wankendorf (39 Zähler) und dem starken Aufsteiger SSC Phoenix Kisdorf (33). Die Qualifikation für die neue Landesliga scheint so gut wie sicher zu sein.

Dominik Fseisi freut sich, dass in der Serie 2016/2017 viele Dinge besser als in der Vergangenheit passen. „Unsere Mannschaft ist super, die Trainingsbeteiligung liegt bei über 90 Prozent. Insgesamt sehe ich hier in Kaltenkirchen viel Potenzial.“

Dennoch wird der zweifache Vater einen Schnitt machen. Wie es im Einzelnen mit ihm weitergeht, ist noch unklar. Am Dienstag hatte er ein Gespräch mit Ekkehard Bushe, dem Jugendkoordinator von Eintracht Norderstedt. Eine Rückkehr zu seinem Ex-Verein als Jugendtrainer sei für ihn immer eine Option.

Ebenfalls denkbar ist auch, dass sich Fseisi in der kommenden Spielzeit eine Klasse höher versuchen möchte. „Dafür müsste aber das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen stimmen“, sagt er. Für eine endgültige Entscheidung ist es jedenfalls zu früh: „Mein Fokus liegt derzeit ganz klar auf Kaltenkirchen, wir wollen die Saison erfolgreich beenden.“

Die Clubverantwortlichen haben nun die Aufgabe, einen Nachfolger zu finden. Aussichtsreichster Kandidat ist Frank Freitag. Der Vater von KT-Torjäger Lukas Freitag (elf Saisontore) trainiert zurzeit das zweite Team, das mit 46 Punkten Tabellenführer der Kreisklasse B ist. „Wir hatten bereits gute Gespräche“, sagt Horstmann, „die Tendenz sieht momentan so aus, dass er es machen wird.“

Nach Ansicht von Noch-Coach Fseisi könnte der Trainerwechsel einen positiven Effekt haben. „Vielleicht tut es dem Verein gut, alles etwas aufzubrechen.“

Klar ist: Für Frank Horstmann und die Mannschaft bricht im Sommer eine neue Ära an. Rückblickend betrachtet ist der Manager glücklich darüber, dass sich die KT vor drei Jahren für Dominik Fseisi entschieden hat: „Er ist ein junger Trainer mit Kaltenkirchen als erster Station im Herrenbereich. Er hat seine Sache gut gemacht.“