Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Fußball-Trainer Claus Rath kündigt beim SVHU

Coach verlässt zweite Mannschaft zum Monatsende und kritisiert deren Einstellung

Henstedt-Ulzburg. Die Entscheidung von Claus Rath ist unabänderlich, das hat Jan Jakobsen im Nachhinein eingesehen. Der Koordinator für den männlichen Fußballbereich beim SV Henstedt-Ulzburg hat vom langjährigen Trainer Rath die Nachricht erhalten, dass dieser zukünftig nicht mehr als Coach der zweiten Herrenmannschaft (U 23) zur Verfügung steht: Er hat zum 30. November gekündigt.

„Dass er aufhört, ist ein harter Schlag für uns, speziell für die Vielzahl der Fußball-Talente im Verein“, sagt Jakobsen. Gerade der Nachwuchs der Kreisliga-Mannschaft (Platz zwölf nach gutem Saisonstart) aber war es, der Claus Rath zuletzt große Sorgen bereitete, was auch der Anlass für seinen Rückzug war. Sein Abschiedsspiel ist damit die Auswärtspartie am Sonntag, 14 Uhr, beim TuS Tensfeld.

„Es ist eigentlich nicht meine Art, mitten in der Saison das Handtuch zu werfen“, betont der scheidende Coach. „Ich muss jedoch so handeln, weil meine Auffassung vom Mannschaftssport und die einiger Spieler zu stark differieren.“ Die Akteure des SVHU ließen die nötige Einstellung zum Fußball vermissen, sodass letztlich personelle Engpässe entstanden. Rath betont, dass ein Nachwuchsteam den eigenen Spaß nicht über die Vereinsinteressen stellen dürfe.

Die U23 wird künftig von Andreas Tippe trainiert

Damit die sportliche Talfahrt ein Ende hat, soll nun ein Neuanfang vorgenommen werden. Jan Jakobsen hat den Nachfolger für den 50 Jahre alten Rath nämlich schon gefunden. Es ist Andreas Tippe. Der spielt in der Ü 32 des SVHU und wird die U 23 zunächst kommissarisch übernehmen. Jakobsen: „Er ist der richtige Mann für eine solche Situation.“

Derweil möchte Claus Rath, der in den vergangenen Jahren auch die Fußball-Frauenabteilung erfolgreich auf hohem Niveau etabliert hat und generell in der Segeberger Amateurszene einen hervorragenden Ruf genießt, erst einmal Ruhe einkehren lassen. „Ich werde mal durchatmen und schauen, welchen neuen Aufgaben ich mich widme.“