Norderstedt
Schach

Für TuRa Harksheide startet ins Abenteuer Bundesliga

Team und Trainer freuen sich auf die Bundesliga-Saison. Stehend von links: Wolfgang Krüger, Nathalie Wächter, Anna-Blume Giede, Frank Wilburg, Jasmin Zimmermann, Nanke Caliebe, Emily Rosmait, Thoman Thannheiser, Alexander Bodnar, Eberhard Schabel. Sitzend von links: Inken Köhler, Annika Evers und Amina Sherif

Foto: Thomas Maibom

Team und Trainer freuen sich auf die Bundesliga-Saison. Stehend von links: Wolfgang Krüger, Nathalie Wächter, Anna-Blume Giede, Frank Wilburg, Jasmin Zimmermann, Nanke Caliebe, Emily Rosmait, Thoman Thannheiser, Alexander Bodnar, Eberhard Schabel. Sitzend von links: Inken Köhler, Annika Evers und Amina Sherif

Das junge Frauenteam empfängt am Wochenende in der Mensa des Coppernicus-Gymnasiums den SK Schwäbisch Hall und die SF Deizisau.

Norderstedt.  Für TuRa Harksheides Schachabteilung beginnt an diesem Wochenende eine neue Ära. Das Frauenteam des größten Norderstedter Sportvereins hat den Sprung in die Bundesliga geschafft und startet am Sonnabend und Sonntag mit zwei Heimpartien in die Punktrunde.

Gespielt wird in der Mensa des Coppernicus-Gymnasiums. Gegner am Sonnabend (Beginn: 14 Uhr) ist der SK Schwäbisch Hall, dessen Team mit Teilnehmerinnen an Europameisterschaften und Weltschachturnieren gespickt ist. Sonntag empfängt TuRa um 9 Uhr die SF Deizisau. "Das sind starke Gegnerinnen. Unsere Chancen sind dadurch sehr übersichtlich. Für uns ist es aber schon ein großer Erfolg, überhaupt dabei zu sein", sagt TuRa-Spartenleiter Eberhard Schabel.

Das Besondere an der Crew des Aufsteigers ist der Altersdurchschnitt von gerade einmal 18 Jahren. Unter dem Motto "Alles kann Mädchenschach – auch 1. Frauen-Bundesliga" spielt der Underdog mit einem Youngsterteam in der höchsten deutschen Klasse.

Zur Vorbereitung haben die Harksheiderinnen im September ein Trainingslager absolviert. "Dabei ging es um das Wiederholen von typischen Stellungen in den Mittel- und- Endphasen einer Partie. Wir haben Spielzüge trainiert, die die Gegnerinnen überraschen sollen. Zudem wurde auf typische Fehlerquellen beim Aufbau hingewiesen. Das Material haben die Mädchen mit nach Hause genommen, um für die Wettkämpfe optimal gewappnet zu sein", so Schabel.

Die Vorfreude ist groß. "Ich kenne die anderen Spielerinnen nicht und lasse deshalb alles auf mich zukommen", sagt Inken Köhler, mit 15 Jahren das "Küken" bei TuRa Harksheide. Die Elftklässlerin ist an Position acht gemeldet. An welchem Brett sie am Sonnabend und Sonntag sitzen wird, ist aber noch geheim. So soll verhindert werden, dass sich die gegnerischen Clubs gezielt vorbereiten können.

Alle Partien werden live im Internet übertragen. Das Fotografieren ist nur in der ersten halben Stunde nach dem Beginn der Begegnungen erlaubt, anschließend dürfen die Spielerinnen nicht mehr in ihrer Konzentration gestört werden.

Der Veranstaltungsort ist für die Harksheiderinnen nicht neu, im "Copp" tragen die Denksportlerinnen regelmäßig Turniere aus. Neu sind unter anerem der technische Standard sowie die speziellen Bretter, die in der höchsten deutschen Schachklasse fest vorgeschrieben sind.

"Wir haben bei der Vorbereitung mit dem Hamburger Schachklub zusammengearbeitet, der ja schon seit vielen Jahren mit einem Team in der Frauen-Bundesliga vertreten ist", sagt Eberhard Schabel. Er hofft am Wochenende auf viele Zuschauer – darunter vielleicht auch den einen oder anderen Sponsor, denn die Saison kostet viel Geld, rund 12.000 Euro. Unterstützt wird die Mannschaft dabei hauptsächlich vom Hauptverein, von der Wabfis-Schachschule und von der Firma ASF Elektrotechnik.

Weitere Infos über das Frauenteam von TuRa Harksheide gibt's im Internet.

www.sh-weiblich.de

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