Norderstedt
Handball

Die Formkurve des SV Henstedt-Ulzburg zeigt nach oben

SVHU-Trainer Sebastian Schräbler war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden

SVHU-Trainer Sebastian Schräbler war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden

Foto: Thomas Maibom

Drittliga-Frauenmannschaft lässt Aufsteiger HSV Minden-Nord beim 31:19 (16:9)-Heimerfolg keine Chance und feiert zweiten Saisonsieg.

Henstedt-Ulzburg.  Das war souverän. Mit einem ungefährdeten 31:19 (16:9) über Aufsteiger HSV Minden-Nord haben die Drittliga-Handballfrauen des SV Henstedt-Ulzburg ihren zweiten Saisonsieg gefeiert. Das Team der Coaches Sebastian Schräbler und Frank Hamann bewies nach zuletzt durchwachsenen Leistungen viel Spielfreude und zeigte den ausrechenbaren Gästen deren Grenzen auf. „Mich freut besonders, dass die Mädels unseren Matchplan konsequent umgesetzt haben“, sagte Schräbler, „wir haben Minden früh den Schneid abgekauft und unsere Chancen entschlossen genutzt.“

Vor allem dank einer starken Defensivleistung sowie der gut aufgelegten Keeperin Merline Wünsche im Tor stellte der SVHU die Weichen früh auf Sieg. Im Angriff bewies insbesondere Spielführerin Tina Pejic ihre Qualitäten. Schräbler: „Für Tina war Mindens Abwehrverbund eine richtige Einladung. Sie hat die sich bietenden Räume super genutzt und den HSV vor große Probleme gestellt.“

So ließ der 16:9-Halbzeitstand auch schnell vergessen, dass mit Annika Fimmen, Katharina Rahn (beide Grippe) und Franziska Nikolaus (Schleimbeutelentzündung im Knie) wichtige Alternativen auf der Bank fehlten. Bis zum Saisonende ausfallen wird Inga Butzmann-Schlegel, wenn auch aus einem erfreulichen Grund. Die 32 Jahre alte Kreisläuferin ist schwanger und erwartet im kommenden Frühjahr ihr erstes Kind.

In der zweiten Halbzeit knüpften die Henstedt-Ulzburgerinnen nahtlos an die Leistung des ersten Durchgangs an. „Alle haben ihren Teil zu diesem souveränen Erfolg beigetragen“, sagte Co-Trainer Frank Hamann, „dennoch möchte ich Karen Wessolys Einsatz in der Abwehr hervorheben. Sie hat gekämpft wie eine Löwin und den Mindenerinnen permanent auf den Füßen gestanden.“

Schließlich kamen mit Linksaußen Lina Röttger und Torhüterin Marieke Ende auch noch zwei Youngster aus der eigenen A-Jugend zum Zug. Röttger warf ein blitzsauberes Tor im Tempogegenstoß, Ende parierte kurz vor dem Abpfiff einen Siebenmeter. „Es ist toll zu sehen, dass beide ohne zu zögern eingesprungen sind und das Team unterstützt haben“, sagte Sebastian Schräbler, „beide hätten sich stattdessen ja auch einen gemütlichen Abend auf der Couch machen können.“

Mit 5:3 Zählern und 111:93 Toren ist der Vizemeister der Vorsaison aktuell Tabellenfünfter der 3. Liga Nord und scheint langsam seinen Rhythmus zu finden. „Vielleicht hat es nach den beiden schwächeren Auftritten gegen TSV Nord Harrislee und den VfL Oldenburg II einen Brustlöser wie diese Partie gebraucht“, sagte Hamann optimistisch. „Wir tun aber weiterhin gut daran, nur auf uns selbst zu schauen und Woche für Woche konzentriert zu arbeiten.“

Linksaußen Janicke Bielfeldt, in ihrer fünften Saison beim SVHU eine der dienstältesten und erfahrensten Spielerinnen im Kader, blickt den kommenden Aufgaben optimistisch entgegen. „Auch wenn wir schon drei Punkte abgegeben haben, sind wir von unserem Start in die Saison keinesfalls enttäuscht. Sebastian und Frank bereiten uns Woche für Woche gut auf die Matches vor, und um unseren Teamspirit muss man sich eh keine Sorgen machen. Es macht mit dieser Mannschaft einfach großen Spaß, alle sieben Tage auf dem Feld zu stehen“, so die
28 Jahre alte Physiotherapeutin.

Als richtungsweisend könnten sich die nächsten Begegnungen herausstellen. Wenn der SV Henstedt-Ulzburg erneut in der oberen Tabellenregion mitmischen will, sind Siege gegen die schwächer einzuschätzenden Teams aus Travemünde (22. Oktober) und die TSG Wismar (29. Oktober) Pflicht. Andernfalls droht ein zäher Kampf im Niemandsland der Tabelle, auch wenn nach der überzeugenden Vorstellung gegen den HSV Minden-Nord kein Grund zur Beunruhigung besteht.


Tore des SV Henstedt-Ulzburg:
Tina Pejic (7), Marleen Kadenbach (6/1 Siebenmeter), Karen Wessoly (4), Marleen Völzke (4/1), Maren Gajewski (3), Janicke Bielfeldt, Jana Grützner (je 2), Lina Röttger, Annika Jordt, Dina Bergmane-Versakova (je 1).
Am heutigen Dienstag
spielt der SVHU im Achtelfinale des Landespokals beim Oberliga-Club ATSV Stockelsdorf. Die Partie wird um 20.30 Uhr angepfiffen.