Norderstedt
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Eintracht-Nachwuchs muss zulegen

Norderstedter Jugendfußballer wollen nach mäßiger Saison nun durchstarten

Norderstedt. Ekkehard Bushe redet nicht um den heißen Brei herum. „Die vergangene Spielzeit lief für unsere Leistungsmannschaften sehr durchwachsen. Mit vielen sportlichen Ergebnissen können wir nicht zufrieden sein“, sagt der Jugendkoordinator von Eintracht Norderstedt und verweist darauf, dass von der D- bis zur A-Jugend das Leistungsprinzip bei der Eintracht in der Satzung festgeschrieben ist.

Doch nicht am unteren oder oberen Ende der Talententwicklung manifestierten sich in der Spielzeit 2015/16 die Probleme. Die U12 kam immerhin ins Pokalfinale, die U13 schaffte als Zweiter in der Frühjahrsstaffel der Bezirksliga die Grundlage für den Aufstieg in die
C-Jugend-Landesliga. Und auch die von Ekkehard Bushe selbst trainierte U19 schlug sich mit einem vierten Platz in der A-Jugend-Regionalliga respektabel. Mit René Jozic und Ante-Akira Kutschke schafften erneut zwei Spieler den Sprung in den Kader der Regionalligamannschaft.

Probleme bereitete der Mittelbau. Die U14 und U16 verpassten den Sprung in die Regionalliga, die U15 und die U17 stiegen aus ihren Regionalligen ab. Die U15 holte in ihren 22 Partien gar nur acht Punkte. „Sicher war das eine schlechte Saison der U15. Andererseits darf man nicht vergessen, dass wir in diesen Bereichen mit Vereinen wie dem HSV,
St. Pauli oder Wolfsburg konkurrieren. Das gilt auch für die U17.“ Speziell
enttäuscht war Bushe eher von der U16: „Da passten einige Charaktere nicht.“

Die kommende Spielzeit soll erfolgreicher werden. Zum ersten Mal haben bei der Eintracht im Leistungsbereich alle Trainer mindestens eine C-Lizenz.
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Bushe als Cheftrainer der U19. Bushe kann sich somit ganz auf seine Aufgabe als Jugendkoordinator konzentrieren.

Ein weiteres Thema könnte eine Etaterhöhung sein. Norderstedts Präsident Reenald Koch hatte als eine mögliche Folge des Pokalsiegs der Regionalligamannschaft „den einen oder anderen Akzent mehr im Jugendbereich“ genannt. An praktische Konsequenzen glaubt Jugendkoordinator Bushe nicht. „Ich gehe nicht von einer Etaterhöhung und finde sie auch nicht zwingend notwendig. Wir bieten unseren jungen Spielern schon sehr gute Bedingungen. Starke Trainer, Physiotherapeuten, feste Trainingszeiten und Kunstrasenplätze“, zählt Bushe unter anderem auf.

Nur seien die Trainer eben ehrenamtlich tätig. Diese Praxis solle erhalten bleiben. „Und wenn wir uns nun weiter gemeinsam anstrengen“, sagt Bushe, „werden wir ein attraktiver Verein für die jungen Spieler bleiben.“