Frauenfussball

SVHU macht Klassenerhalt in 2. Liga rechnerisch perfekt

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Ulrich Stückler
Alina Witt, 20, verwandelte nervenstark einen Elfmeter zum Endstand, vergab aber auch mehrere Hochkaräter vor dem Kieler Tor

Alina Witt, 20, verwandelte nervenstark einen Elfmeter zum Endstand, vergab aber auch mehrere Hochkaräter vor dem Kieler Tor

Foto: Thomas Maibom

Fußballfrauen des SV Henstedt-Ulzburg genügt ein 2:2 gegen Holstein Kiel. Spiele in Herford und gegen Meppen werden zum „Schaulaufen“

Henstedt-Ulzburg.  Schlusspfiff. Und unmittelbar, nachdem Schiedsrichterin Annika Paszehr (TuS Holzen-Sommerberg) das Landesderby zwischen den Fußballfrauen des SV Hen­stedt-Ulzburg und Holstein Kiel beendet hatte, ließen mehrere Spielerinnen von Trainer Tobias Homp frustriert die Schultern hängen. Dabei bedeutete doch das 2:2 (1:1)-Remis nun endlich auch rechnerisch den Klassenerhalt und eine weitere Spielzeit in der 2. Bundesliga Nord.

Aber die verhaltenen Emotionen bei den Rhenerinnen, die ihre erste Zweitliga-Saison am 15. Mai als Neunter beenden werden, waren nachvollziehbar. Denn der Spielverlauf hatte erwarten lassen, dass ein überlegener SVHU als haushoher Sieger das Feld verlassen würde.

Ein Blitztor zum 1:0 nach 15 Sekunden durch Vera Homp, deren Schuss den Weg durch ein Gewühl aus Kieler Beinen fand, fachte die Henstedt-Ulzburger Begehrlichkeiten sogar noch an. Vielleicht zu sehr. Zwar wurde gewirbelt, aber in Sachen Effizienz überzeugte nur Kiel.

Während Alina Witt die Chance zum 2:0 ausließ (10.), schlugen die Kielerinnen in Unterzahl zu. Die verletzte Samantha Carone war noch nicht ersetzt worden, da überbrückten die Kielerinnen ungehindert das Mittelfeld. Ein erster Schuss wurde abgeblockt, im zweiten Anlauf verwandelte Luiza Zimmermann zum Ausgleich (14.).

Bis zur Pause erarbeitete sich der SVHU ein Chancenplus von 6:2, in der zweiten Halbzeit sogar ein 10:4 an Einschussgelegenheiten. Doch der nächste Treffer gelang erneut Kiel. War zuvor ein klares Strafraumfoul an Hille (47.) nicht geahndet worden, entschied Annika Paszehr in der 68. zurecht auf Elfmeter gegen den SVHU. Malin Hegeler hatte Jana Leugers ungeschickt gelegt, die Gefoulte verwandelte selber.

Sieben Minuten später die identische Szene im Kieler Strafraum. Diesmal holte Lea Möller Vera Homp von den Beinen. Alina Witt behielt die Nerven und traf flach rechts. „Das war spielerisch nicht toll von uns, aber wenigstens kämpferisch okay“, sagte Witt nach ihrem 14. Saisontor. „Jetzt wollen wir einfach noch schöne Spiele in Herford und gegen den SV Meppen bestreiten und uns gut präsentieren.“

Tore: 1:0 Vera Homp (1.), 1:1 Luiza Zimmermann (14.), 1:2 Jana Leugers (68./Foulelfmeter), 2:2 Alina Witt (74./Foulefmeter).
SV Henstedt-Ulzburg: Weech – Michel, Hegeler, Einfeldt, Schmitt – Hille, Marrocu, Schoknecht (65. Engel), Stöckmann – Homp, Witt.

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