Norderstedt
Handball

„Frogs“ müssen sich Essen und Aue geschlagen geben

Tim Stefan (r.) war mit acht Toren der beste Werfer des SV Henstedt-Ulzburg gegen den EHV Aue

Tim Stefan (r.) war mit acht Toren der beste Werfer des SV Henstedt-Ulzburg gegen den EHV Aue

Foto: Thomas Maibom

Zweitliga-Absteiger SV Henstedt-Ulzburg kann sein Punktekonto nicht weiter aufbessern und bleibt mit 19:51 Punkten Tabellenletzter.

Henstedt-Ulzburg.  „Wir haben eine Seuchen-Saison zu fassen. Aber wir stecken nicht den Kopf in den Sand. Von uns kommt noch einiges“, hatte Amen Gafsi, der zusammen mit Matthias Karbowski die Zweitliga-Handballer des SV Henstedt-Ulzburg, trainiert, nach der 25:27 (10:16)-Niederlage beim TUSEM Essen betont. Zwei Tage später konnten die „Frogs“ dieses Versprechen aber (noch) nicht einlösen: Sie mussten sich im Schulzentrum Maurepasstraße dem EHV Aue mit 22:26 (9:15) geschlagen geben.

Mit ungewöhnlichen vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen beraubten sich die Gastgeber schon in der ersten Halbzeit aller Chancen auf ein Erfolgerlebnis. Nach der Pause bäumte sich das Team zwar noch einmal auf, konnte den Kontrahenten aus Sachsen aber nicht mehr abfangen.

Schon knapp 48 Stunden zuvor war der als erster Zweitliga-Absteiger feststehende SVHU in Essen vor 2168 Zuschauern nach einer zwischenzeitlichen Aufholjagd wie so in dieser Saison an sich selbst gescheitert.

Das kurzfristige Ausscheiden von Linksaußen Robert Schulze (Sprunggelenksblessur) und Keeper Justin Rundt (Infekt) wirkte sich gegen den Deutschen Meister der Jahre 1986, 1987 und 1989 nicht so negativ wie befürchtet aus. „In kämpferischer Hinsicht eine ganz starke Vorstellung. Wir waren auf Augenhöhe und hatten unsere Chancen“, sagte Matthias Karbowski, „aber leider hat dann jeder einzelne Spieler ein, zwei individuelle Fehler zu viel gemacht.“

In der ersten Halbzeit wurden diese Patzer vorrangig durch die beherzt zupackende Abwehr der Essener provoziert. Die Konsequenz aus den daraus resultierenden Fehlwürfen oder Ballverlusten waren Gegenstoßtore, die nach 15 Minuten erstmals zu einem Vier-Tore-Rückstand führten. Daniel Eggert mit einem Treffer direkt nach dem Wiederanpfiff sowie Keeper Timo Schmidt mit mehreren Paraden verschafften den Gästen die zweite Luft.

Von der 40. Minute an (16:18) ließen sich die Henstedt-Ulzburger zwar nicht mehr dauerhaft abschütteln. Zu mehr reichte es jedoch nicht.


SV Henstedt-Ulzburg – EHV Aue 22:26 (9:15).
Spielverlauf: 0:2 (2.), 2:3 (5.), 2:9 (14.), 3:10 (15.), 5:10 (18.), 6:13 (22.), 8:14 (27.), 9:15 (29.) – 11:17 (35.), 12:18 (37.), 12:20 (39.), 13:22 (43.), 16:22 (50.), 18:23 (53.), 19:25 (54.), 21:25 (56.), 21:26 (57.), 22:26 (60.).
Tore des SV Henstedt-Ulzburg: Tim Stefan (8), Daniel Eggert (5/davon 2 Siebenmeter), Florian Bitterlich (3), Martin Laursen (2), Arnd Sasse, Julian Lauenroth, Nico Kibat und Hamza Kablouti (alle 1).
TUSEM Essen – SV Henstedt-Ulzburg 27:25 (16:10). Spielverlauf: 2:0, 3:1 (7.), 4:2, 6:2 (14.), 8:4, 10:6 (20.), 12:8, 15:8 (28.), 16:10 – 16:12 (33.), 18:14, 18:16 (40.), 19:17, 21:17 (43.), 23:19, 25:21 (54.), 25:23, 26:24 (58.), 27:25.
Tore des SV Henstedt-Ulzburg: Florian Bitterlich (6/davon 1 Siebenmeter), Daniel Eggers und Tim-Oliver Brauer (je 5), Martin Laursen (3), Nico Kibat (3/1), Jens Thöneböhn (2), Julian Lauenroth (1).