Norderstedt
Fussball

Abstiegskandidaten TuS Hartenholm und SVHU siegen

Silvan Gensmer (TuS Hartenholm, l.) sorgte in der 54. Minute für das 3:0 gegen den Tabellenletzten FC Reher/Puls

Silvan Gensmer (TuS Hartenholm, l.) sorgte in der 54. Minute für das 3:0 gegen den Tabellenletzten FC Reher/Puls

Foto: Anne Pamperin

Beide Schleswig-Holstein-Liga-Teams feiern Erfolge im Kampf um den Klassenerhalt. Der SV Todesfelde gewinnt zum zehnten Mal in Folge.

Norderstedt.  Die beiden Abstiegskandidaten aus dem Kreis Segeberg in der Fußball-Schleswig-Holstein-Liga haben Nervenstärke bewiesen und wichtige Punkte eingefahren. Der Tabellen-15. TuS Hartenholm setzte sich zu Hause mit 3:0 (2:0) gegen Schlusslicht FC Reher/Puls durch. Der SV Henstedt-Ulzburg (14.) wittert nach dem am Ende noch knappen 3:2 (2:0) beim Preetzer TSV (16.) ebenfalls Morgenluft. Die beiden punktgleichen Clubs haben den Rückstand auf den
13. Rang, der am Saisonende unabhängig vom Ausgang der Aufstiegsspiele zum Klassenerhalt reicht, auf vier Zähler reduziert. Kilia Kiel spielte nur 0:0 beim Heider SV.

Die Begeisterung über die Art und Weise, wie der Hartenholmer Sieg gegen den Letzten zustande kam, hielt sich bei Trainer Jörg Schwarzer allerdings in Grenzen. „Die wenigen Zuschauer haben kaum Stimmung gemacht, wir aber auch nicht. Das war vor allem in der ersten Halbzeit Schlafwagenfußball.“

Beide Mannschaften beschränkten sich zunächst auf Mittelfeldgeplänkel. „Anstatt schneller zu spielen, haben wir den Ball eher verschleppt. Und wenn wir dann Gas gegeben haben, waren die Pässe nicht genau genug“, so Schwarzer genervt.

15 Minuten vor der Pause erhöhte der TuS den Druck. Kapitän Martin Genz erlöste die frierenden Fans mit dem Treffer zum 1:0 (36.), der quirlige Jannik Holz baute den Vorsprung weiter aus (39.). In Durchgang zwei traf Silvan Gensmer zwar früh zum 3:0 (54.), doch der zwischenzeitliche Schwung war schnell wieder weg. „Die Jungs haben nicht alles reingeworfen“, kritisierte der Übungsleiter.

„Wir haben allen gezeigt, dass wir noch leben“, sagte SVHU-Interimstrainer Andreas Cornelsen mit hörbarer Genugtuung. Unter der Woche hatte es durch einen Experten-Kommentar im Internet-Portal Sportbuzzer reichlich Störfeuer gegeben. Cornelsen war dort die Fähigkeit abgesprochen worden, die Spieler nach der Freistellung des langjährigen Coaches Jens Martens zu erreichen.

„In den Übungseinheiten und auch in Preetz hat sich aber klar gezeigt, dass sich durch unsere neue Spielform etwas bewegt. Wir stehen in der Abwehr kompakt, arbeiten mit dem langen Ball nach vorne – so haben wir uns fast im Zehn-Minuten-Takt hochkarätige Chancen erarbeitet.“

Diese Möglichkeiten wussten Thilo Pajewski (28. Minute) und Michel Blunck (30./59.) zu nutzen. „Allerdings haben wir auch selber viel zugelassen. Zum Glück ist unser Gegner sehr fahrlässig mit seinen Chancen umgegangen“, sagte Andreas Cornelsen.

Ein Sonderlob verdiente sich SVHU-Keeper Fin Drews, der in der
43. Minute einen von Daniel Meyer an Florian Ziehmer verursachten Foulelfmeter parierte.

Grund zum Jubeln hatte wieder einmal die beste Fußballmannschaft aus dem Kreis Segeberg. Der neue Tabellenvierte SV Todesfelde (57 Zähler) setzte sich mit 1:0 (0:0) beim TSV Altenholz durch und gewann damit zum zehnten Mal hintereinander. Der einzige Treffer der Partie fiel in der 71. Minute nach einer Standardsituation. Luca Sixtus hatte eine Ecke vor das Altenholzer Tor geschlagen; der Ball landete bei Dennis Studt, der das Spielgerät zu Felix Hamann zirkelte – und der köpfte unhaltbar ein.

„Die vergangenen Wochen haben physisch und psychisch viel Kraft gekostet, das war deutlich zu sehen“, sagte Trainer Sascha Sievers. Dennoch soll am kommenden Mittwoch von 19 Uhr an vor eigenem Publikum gegen TuRa Meldorf ein weiteres Erfolgserlebnis her. „Unsere Schleswig-Holstein-Liga-Bestmarke aus dem Jahr 2015 steht bei
59 Punkten – die könnten wir mit einem Sieg übertreffen.“

Schon um 18.30 Uhr hat der TuS Hartenholm auf dem Sportplatz am Timm-Schott-Weg Spitzenreiter SV Eichede zu Gast. „Aus den beiden Nachholspielen gegen Eichede und am Himmelfahrtstag beim Heider SV muss irgendwie ein Punkt her“, sagte Jörg Schwarzer.

Im Duell mit Ligaprimus SVE rechnet sich der Coach allerdings nicht viel aus: „Bisher gab’s für uns gegen diese Mannschaft immer ziemliche Klatschen.“ So verlor der TuS das Hinspiel am 6. September 2015 in Eichede beispielsweise mit 0:5.

TuS Hartenholm – FC Reher/Puls 3:0 (2:0).
Tore: 1:0 Martin Genz (36.), 2:0 Jannik Holz (39.),
3:0 Silvan Gensmer (54.).
Preetzer TSV – SV Henstedt-Ulzburg 2:3 (0:2).
Tore: 0:1 Thilo Pajewski (28.), 0:2, 0:3 Michel Blunck (30./59.), 1:3 Kevin Kirchner (60.), 2:3 Björn Schmidt (85.).

TSV Altenholz – SV Todesfelde 0:1 (0:0).

Tor: 0:1 Felix Hamann (71.).


Die Tabelle der Schleswig-Holstein-Liga