Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Der 34. Silvesterlauf mobilisiert 180 Teilnehmer

Auf geht’s: Laufen ohne zu schnaufen –  so  lautet seit der Premiere im Jahr 1982 das Motto des Silvesterlaufs

Auf geht’s: Laufen ohne zu schnaufen – so lautet seit der Premiere im Jahr 1982 das Motto des Silvesterlaufs

Foto: Thomas Maibom

Die Veranstaltung des SV Henstedt-Ulzburg, deren Markenzeichen die Kostüme der Teilnehmer sind, leidet etwas unter dem Schmuddelwetter.

Henstedt-Ulzburg.  Sich sportlich vom alten Jahr zu verabschieden, auf der Strecke und danach im Beckersbergstadion entspannt zu klönen, all das möglichst in kreativen Kostümen – darum geht es traditionell beim Silvesterlauf in Henstedt-Ulzburg. Die Idee stammt von Anfang der 1980er-Jahre, als es in der Gemeinde noch keinen Großsportverein gab, sondern mehrere kleinere Clubs wie den FC Union Ulzburg, aus dessen Reihen einst die Initiatoren der Veranstaltung kamen. Mehrere Aktive sind seit der Premiere 1982 immer – oder fast immer – dabei gewesen. So wie Heinrich Ohltmann. Der 81-Jährige ist schon von weitem zu erkennen durch seinen selbst geschneiderten Blaumann. Groß zu lesen darauf: „FCU“. Nur eben mit einem „Ex“ davor.

„Der Silvesterlauf 2015 war für mich das 32. Mal. Allerdings walke ich heutzutage nur noch, ich muss ja auch keinem mehr etwas beweisen. Jeder ist hier so schnell unterwegs, wie er möchte. Nach 50 Minuten findet man sich im Stadion ein, weil dann der Glühwein heiß ist.“ Dazu gibt es frische Berliner, das gehört traditionell dazu.

Bei der 34. Auflage der sportlichen Kostümparade waren die Teilnehmer bei Plusgraden unterwegs. Das war auch schon mal anders, wie sich Ohltmann erinnert. „Es gab auch ein Jahr, wo wir hier im Stadion zuerst den Schnee wegräumen mussten.“

Henstedt-Ulzburgs damaliger Bürgermeister Volker Dornquast gab den Startschuss sogar per Feuerwerksrakete aus einem Schneehügel. Diesmal schickte der neue Vorsitzende des
SV Henstedt-Ulzburg, Carsten Schittkowski, die Läufer auf den Weg. Für ihn war es sozusagen die letzte Amtshandlung 2015 – seinen Posten hatte er am
1. November angetreten.

Andreas Göttsch, der sich gemeinsam mit Dieter Renn um den Ablauf kümmerte, aber auch selbst die Laufschuhe schnürte, hatte sich für ein Outfit mit Smoking und Zylinder entschieden. Die Zahl von nur 180 Aktiven, also weniger als in den Vorjahren, führte er auf den verregneten Vormittag zurück. Das habe wohl ein wenig abgeschreckt.

Wer mitmachte, kam dennoch auf seine Kosten. Und der eine oder andere Teilnemer fasste sogleich gute Vorsätze für 2016. So wie Andreas Göttsch: Er will sich das Sportabzeichen in Gold holen. (che)