Jugendfussball

C-Junioren schnuppern kurz an einer Sensation

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Unfreiwillige Flugeinlage: Tim Leon Witte (Eintracht Norderstedt) wird von seinem Wolfsburger Gegenspieler ausgehebelt

Unfreiwillige Flugeinlage: Tim Leon Witte (Eintracht Norderstedt) wird von seinem Wolfsburger Gegenspieler ausgehebelt

Foto: Anne Pamperin

Der in dieser Saison noch sieglose Regionalliga-Nachwuchs von Eintracht Norderstedt unterliegt dem VfL Wolfsburg nur knapp mit 2:3.

Norderstedt.  Kein Sieg in zehn Anläufen, nur ein Punkt auf der Habenseite. Und dann auch noch ein Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg, den ungeschlagenen Regionalliga-Spitzenreiter, der bis zu diesem Zeitpunkt neun Erfolge in zehn Partien eingefahren hatte. Aus Sicht der C-Junioren-Fußballer von Eintracht Norderstedt hätte die Ausgangslage vor diesem so ungleichen Duell nicht schlechter sein können. Vermutlich dachten auch die Zuschauer, dass die Gastgeber eher ein Sparringspartner sein würden.

Doch eine Halbzeit lang tat sich Ungewöhnliches, der Außenseiter hielt sich nicht an das Drehbuch. Zwar ging Wolfsburg schon in der 4. Minute per Foulelfmeter in Führung, war sich seiner Sache anschließend aber offenbar zu sicher. Der Norderstedter Angreifer Mats Ziri nutzte zunächst einen Ballverlust zum Ausgleich (5.) und traf dann sogar noch zum 2:1 (15.). „Jetzt bitte abpfeifen“, sagte Norderstedts leidgeprüfter Trainer Sebastian Günther. Kaum zu glauben: Ausgerechnet gegen Wolfsburg lag sein Team zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison vorne.

Gästecoach Matthias Stammann – einst Bundesligaprofi bei Bayer 04 Leverkusen und bei den „Wölfen“ – weckte sein Team jedoch mit einem Donnerwetter. Tore in der 41. und 48. Minute bescherten dem Favoriten einen mühsamen 3:2-Auswärtssieg. Letztlich durfte die Eintracht nur kurz an der Sensation schnuppern.

Die Garstedter A-Junioren zeigten im Spiel beim Rahlstedter SC ungeahnte Qualitäten. „Bisher hatten wir uns in Derbys immer schwergetan“, sagte Trainer Ekkehard Bushe. Auch diesmal geriet seine U19 früh in Rückstand, ehe ein Handspiel auf der Torlinie samt Roter Karte und Handelfmeter für die Wende sorgte. Adem Aydin traf vom Punkt zum 1:1 (76.).

Dann war wieder einmal Ante-Akira Kutschke zur Stelle. Der Stürmer sicherte in der 80. Minute mit seinem zwölften Saisontreffer den Auswärtssieg. In der Regionalliga-Tabelle verbesserte sich die Eintracht auf Platz fünf. Am Sonnabend, 15 Uhr, steht nun am Sachsenweg das prestigeträchtige Nachbarschaftsduell beim Niendorfer TSV auf dem Programm.

Außer Spesen nichts gewesen – die U17 des Clubs hätte auf ihren Trip zum TSV Havelse auch verzichten können. Trainer Frank Spitzer und sein Team waren schon am Spielort eingetroffen, als erst die Verlegung auf den Kunstrasen verkündet und dann eine Komplett-Absage bekannt wurde – das Flutlicht war defekt. „Einer der Schiedsrichter wusste das schon am Freitag“, sagte Spitzer. Sprich: Mit besserer Absprache wäre den Norderstedtern eine 350-Kilometer-Busfahrt erspart geblieben – der Verein hätte jetzt gerne seine Reisekosten zurück.

Die A-Junioren des TuRa Harksheide haben derweil die Hamburger Landesliga-Herbstrunde mit dem zehnten Sieg im zehnten Spiel abgeschlossen. Der jüngste Streich der Talente vom Exerzierplatz: ein 4:1 (1:1) beim VfL Pinneberg. Nach der Winterpause starten die TuRaner als einer der Top-Favoriten in die Aufstiegsrunde zur Verbandsliga. (che)

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