Norderstedt
JUGENDFUSSBALL

Für TuRas A-Junioren zählt nur der Aufstieg

Die A-Junioren von TuRa Harksheide, hinten von links: Trainer Tim Kossik, Felix Lenfers, Lion Jodeit, Domenik Prenrekaj, Görkem Gencol, Joshua Sender, Malte Carolus, Fabian Möller, Fabian Eggelmeyer. Vordere Reihe von links: Lino Thießen, Sipan Ahmad, Paavo Lehmann, Amir El-Ashi, Henry Eberhardt, Massimo Graci

Die A-Junioren von TuRa Harksheide, hinten von links: Trainer Tim Kossik, Felix Lenfers, Lion Jodeit, Domenik Prenrekaj, Görkem Gencol, Joshua Sender, Malte Carolus, Fabian Möller, Fabian Eggelmeyer. Vordere Reihe von links: Lino Thießen, Sipan Ahmad, Paavo Lehmann, Amir El-Ashi, Henry Eberhardt, Massimo Graci

Foto: Anne Pamperin / HA

Mannschaft des Monats: Die A-Junioren des TuRa Harksheide haben bisher jedes Saisonspiel in der Hamburger Landesliga gewonnen.

Norderstedt.  Beinahe wäre es am vorherigen Spieltag so weit gewesen und eine bemerkenswerte Serie gestoppt worden. 81 Minuten lang rannten die A-Junioren-Fußballer des TuRa Harksheide gegen ein Bollwerk an, erst dann fielen die entscheidenden, späten Tore zum 2:0-Heimsieg über den TuS Berne II.

Der erste Punktverlust wurde also abgewendet, die Bilanz blieb perfekt. Neun Spiele, neun Siege, 47:7 Tore – die TuRa-Talente werden die Herbstrunde der Landesliga-Staffel 2 als Erster abschließen, das letzte Match am Sonnabend, 14 Uhr, beim VfL Pinneberg hat darauf keinen Einfluss mehr.

Gewonnen ist mit Platz eins aber noch nichts. Im Frühjahr wird es ernst, dann spielen die jeweils sechs besten Teams der beiden Staffeln zwei Aufsteiger in die Verbandsliga aus. Es ist das erklärte Ziel von Harksheide, einer der zwei Clubs zu sein, wie Trainer Tim Kossik sagt. „Wir müssen ja nicht mehr tiefstapeln, als es nötig ist.“

In der Vorsaison verfehlte TuRa den Sprung in die höchste Hamburger Spielklasse als Dritter nur knapp. Doch diesmal, so die einhellige Meinung, ist das Team noch schlagkräftiger, noch homogener. Kossik: „Die Kombination der Jahrgänge 1997 und 1998 ist sehr gut, es ist der stärkste Doppeljahrgang, den wir bisher hatten. Der Kern kennt sich seit zig Jahren, es ist schön zu sehen, wie die Spieler sich entwickeln. Wir wollen jetzt die Früchte ernten.“

Sollte der Aufstieg gelingen, müsste übrigens keinesfalls eine komplett neue Truppe zusammengestellt werden, denn viele der jetzigen Leistungsträger zählen zum jüngeren Jahrgang.

Längst gelten die Youngster auch als Zukunft für den Herrenbereich. Top-Torjäger Lion Jodeit (20 Saisontreffer), seit Donnerstag 18 Jahre alt, kam zuletzt bereits mehrfach im Landesligateam von Coach Marcus Fürstenberg zum Einsatz, brauchte bei seinem Debüt vor einigen Wochen gegen den HEBC nur wenige Minuten für das Premierentor. Viele weitere Talente sammeln in der Kreisliga-Reserve erste Erfahrungen.

„Das ist mit deren Trainer Marko Lüder so abgesprochen“, sagt Tim Kossik, der auch Jugendleiter im Verein ist. „Wenn wir als A-Jugend spielfrei haben, können die Jungs bei den zweiten Herren vermehrt eingebaut werden. Wir müssen aber darauf achten, dass sie nicht überlastet werden.“ Denn die Saison im Juniorenbereich ist sehr lang, dauert bis Mitte Juni, der Rhythmus wird immer wieder durch Schulferien unterbrochen.

Anders als die beiden oberen Herrenmannschaften, die sich jeweils im Tabellenmittelfeld befinden, hat die A-Jugend aber eben noch hohe Ziele. Deswegen soll die Doppelbelastung im Zweifelsfall auch ruhen. „Wir spielen ja noch um etwas, müssen deswegen sehen, dass die Jungs ihre Energie hier hineinlegen“, so Tim Kossik.