Norderstedt
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TuS Hartenholm hofft gegen Flensburg auf eine Sensation

Hartenholms Trainer Jörg Schwarzer muss sich in dieser Saison als Krisenmanager betätigen

Hartenholms Trainer Jörg Schwarzer muss sich in dieser Saison als Krisenmanager betätigen

Foto: Anne Pamperin

Schleswig-Holstein-Ligist empfängt heute den TSB Flensburg. SV Henstedt-Ulzburg und SV Todesfelde stehen vor schweren Auswärtsspielen.

Hartenholm.  Die Fußballer des TuS Hartenholm hatten internen Gesprächsbedarf. Wieder einmal. Der Schleswig-Holstein-Ligist saß deswegen zu Wochenbeginn nach dem enttäuschenden 1:1 beim Tabellenletzten FC Reher/Puls lange zusammen, um die weiterhin besorgniserregende Situation aufzuarbeiten. „Wir haben uns 45 Minuten lang ausgetauscht, auch die Spieler waren kritisch untereinander“, sagt Trainer Jörg Schwarzer.

Nur welchen Effekt die Teamsitzung haben wird, das kann er nicht abschätzen. Zumal der Tabellen-15. an diesem Sonnabend vor einer sportlich extrem schwierigen Aufgabe steht. Zu Gast ist ab 15 Uhr Aufsteiger TSB Flensburg, der so gar nicht wie ein Neuling auftritt, sondern eher wie ein Regionalliga-Kandidat. Am vergangenen Spieltag verlor der Club erstmals – ein 2:3 im Derby gegen Flensburg 08 – , rutschte damit von Platz eins auf Platz drei ab. Der Respekt seitens Hartenholm ist trotzdem riesig, schließlich trifft die schwächste Defensive (32 Gegentore) auf die mit 37 erzielten Treffern stärkste Offensive der Liga. „Gerade über die Außen ist TSB sehr stark“, sagt Jörg Schwarzer. „Aber wir werden mit allen Mitteln versuchen, etwas zu holen.“

Klar ist aber auch: Ziehen nicht alle Akteure mit und bleiben konzentriert, droht eine deutliche Niederlage. Coach Schwarzer zieht vorsichtigen Optimismus aus der Tatsache, dass er erstmals in dieser Saison zwei vollwertige Außenverteidiger aufbieten kann – traditionell ist dies eine große Schwachstelle. Nun aber ist einerseits Arved Käselau nach scheinbar endlosen Achillessehnenbeschwerden schmerzfrei, und andererseits wird auch Lasse Peters zur Verfügung stehen, den wochenlang Rückenprobleme plagten. Dazu kehrt Angreifer Jannik Holz, der zuletzt aus Studiengründen verhindert war, zurück in den Kader.

Der SV Todesfelde erinnert sich vor der Partie bei Flensburg 08 (heute, 14 Uhr) zwangsläufig an das Aus im Landespokal beim Club von der Förde. „Der Stachel sitzt noch ziemlich tief“, sagt Trainer Sascha Sievers. Mitte Juli hatte der SVT ein 0:3 aufgeholt, um dann nach Verlängerung mit 3:4 zu verlieren. „Jetzt wollen wir den Schwung aus dem 5:4 gegen Altenholz mitnehmen“, so Sievers.

Zeitgleich wird auch das Match des SV Henstedt-Ulzburg beim TSV Altenholz angepfiffen. Der ersatzgeschwächte SVHU kann dabei wieder auf Altmeister Tobias Homp und Stand-by-Stürmer Sascha Schwarzwald zurückgreifen. Coach Jens Martens ist dankbar über diese Unterstützung. „Großes Kompliment an diejenigen Spieler, die uns kurzfristig so helfen.“