Norderstedt
Handball

„Es gibt für uns noch eine ganze Menge zu tun“

Neuzugang Annika Jordt (l.) hinterließ gegen den TSV Altenholz in Abwehr und Angriff einen guten Eindruck

Neuzugang Annika Jordt (l.) hinterließ gegen den TSV Altenholz in Abwehr und Angriff einen guten Eindruck

Foto: Thomas Maibom

Drittliga-Frauenteam des SV Henstedt-Ulzburg gewinnt Test gegen TSV Altenholz mit 32:26. Am Sonntag gehts im DHB-Pokal nach Schwerin.

Henstedt-Ulzburg. Frank Hamann, Co-Trainer der Drittliga-Handballfrauen des SV Henstedt-Ulzburg, kam auf den letzten Drücker. Das Testspiel des SVHU gegen Oberliga-Club TSV Altenholz lief schon einige Sekunden, als der Coach der deutschen U17-Nationalmannschaft, der nach der Rückkehr von der EM in Mazedonien noch eine Zwischenstation in Dortmund eingelegt hatte, in der Halle 2 des Schulzen­trums Maurepasstraße erschien. „Ich habe dann sofort eine Auszeit genommen, um die Mannschaft zu begrüßen“, sagte er schmunzelnd.

Was Hamann, der für den verhinderten Trainer Amen Gafsi die Verantwortung an der Seitenlinie trug, anschließend sah, war nicht ganz so erheiternd. „Ich war zunächst ein wenig erschrocken, wie langsam und mit wie wenig Spannung das Team agiert hat“, sagte er, „das hat sich nach einigen intensiven Ansagen im Verlauf der Partie aber gebessert.“ Und am Ende stimmte auch das Ergebnis: Die Henstedt-Ulzburgerinnen behielten mit 32:26 die Oberhand.

Mannschaftsführerin Tina Pejic bewertete den Auftritt des SVHU, der ohne Karen Wessoly, Janicke Bielfeldt, Katharina Rahn, Alina Wandschneider und Maria Ruge, dafür aber mit der genesenen Keeperin Merline Wünsche antrat, als „schleppend“. Wie schon beim Turnier des Lauenburger SV um den Riemer-Cup wurde deutlich, dass der Drittligist noch an seinen Automatismen arbeiten muss. Pejic: „Wir werden in dieser Woche jeden Tag trainieren, es gibt für uns noch eine ganze Menge zu tun.“

Einen unzweifelhaft positiven Eindruck hinterließ Neuzugang Annika Jordt, 21. Die Abwehrspezialistin und Kreisläuferin, die vor der Saison vom Zweitliga-Absteiger TSV 1860 Travemünde kam, ist eine der Hoffnungsträgerinnen des SV Henstedt-Ulzburg.

„Sie bringt sich unheimlich gut ein“, sagte Tina Pejic. Und Frank Hamann ergänzte: „Annika ist eine klare Verstärkung für uns und wird das Loch, das Janne Hübner mit ihrem einjährigen Auslandsaufenthalt gerissen hat, schließen können. Sie ist gut ausgebildet, kann auf den Halbpositionen und in der Mitte verteidigen und hat gegen Altenholz in der Offensive hervorragend mit Marleen Völzke harmoniert.“

Das soll im ersten Pflichtspiel für den SVHU auch so bleiben. Am Sonntag steht in der ersten Runde des DHB-Pokals das Match beim SV Grün-Weiß Schwerin IV auf dem Programm. Hamann: „Wir wissen allerdings nicht, ob sich hinter dieser Bezeichnung die A-Jugend-Mannschaft oder doch das erste Frauenteam verbirgt.“