Norderstedt
Golf

Ein Bramstedter Club macht sich für die Profis fein

Für Geschäftsführer Dale Habbe ist

Für Geschäftsführer Dale Habbe ist

Foto: Ulrich Stückler

Nach der Premiere 2014 richtet der GCC Gut Bissenmoor erneut ein Turnier der Pro Golf Tour aus. Das Preisgeld beträgt 30.000 Euro.

Bad Bramstedt. In diesen Tagen mit ihren enormen Temperaturen und bis zu 17 Stunden Sonneneinstrahlung, da weiß Dale Habbe, was er an seinen Mitarbeitern hat. Der Geschäftsführer des Golf- und Countryclubs Bissenmoor ist unter anderem voll des Lobs, wenn er auf das aktuelle Arbeitspensum von Chefgreenkeeper Frank Gärtner und dessen Team zu sprechen kommt. Schon seit Wochen und auch noch für die nächsten zwölf Tage sieht man den „Mann fürs Grüne“ auf dem noch relativ jungen Golfplatz im Süden von Bad Bramstedt noch öfter als ohnehin schon in Aktion. Da wird gemäht und präpariert, was das Zeug hält.

Der Grund für die gesteigerte Emsigkeit ist ein sehr schöner: Der GCC Bissenmoor hat sich im August vergangenen Jahres bei der erstmaligen Ausrichtung des Gut Bissenmoor Classic als Gastgeber bewährt. Bei dem mit 30.000 Euro dotierten Turnier der Pro Golf Tour – das ist auf europäischer Ebene die Einstiegs-Turnierkategorie, über die sich angehende Profis für die höheren Serien Challenge Tour und European Tour qualifizieren können – hatten die Bramstedter gezeigt, dass sich zumindest schon einmal die Stars von morgen bei ihnen wohl fühlen.

So kommt es vom 15. bis 18. Juli zur Neuauflage des Einsteigerturniers, das den Bissenmoorern einigen Image­gewinn bringen soll. „Unsere Investoren hatten schon im Anschluss an das letzte Turnier gesagt, dass wir das wieder machen wollen“, sagte Habbe, betonte aber auch, dass nichts über die Köpfe der rund 900 Mitglieder hinweg entschieden wurde. „Im Rahmen der jährlichen Mitgliederbefragung gaben 87 Prozent der Turnierausrichtung die Note eins. Die Mitglieder sehen ebenfalls das Gute im Turnier, den Prestigegewinn und die Möglichkeit, Spitzengolfer hautnah zu erleben. Dafür nehmen sie auch gern eine Woche mit eingeschränktem Spielbetrieb hin.“

Mit dem Wissen um die Qualität des gebotenen Sports (Dale Habbe:
„Das Niveau hier steht kaum hinter dem zurück, das im Fernsehen geboten wird.“) haben die Bissenmoorer nun ihren Teil dazu beigetragen, um noch mehr als die rund 1500 Golfinteressierten des vergangenen Jahres auf die Anlage in der Golfparkallee 1 zu locken.

„Es ist uns gelungen, den Veranstaltungszeitraum vom Montag mit dem Pro-Am und Dienstag bis Donnerstag mit dem Profiturnier nun auf Mittwoch bis Sonnabend zu verlegen“, sagte Dale Habbe stolz. „So sollten wir alleine schon durch das Finale an einem Sonnabend deutlich mehr Golffreunde hier begrüßen dürfen.“

Diesen Schaulustigen, die an allen Tagen kostenlos aufs Turniergelände kommen, soll auch abseits des sportlichen Geschehens viel geboten werden. So richtet Golfausrüster Castan am Sonnabend einen großen Demotag mit der Möglichkeit aus, reichlich Equipment zu testen.

Doch mancher Neugierige wird auch Ausschau halten, ob er am Mittwoch Spitzengolfer der Region beim Pro Am-Turnier sehen wird. Dann gehen 28 Profis in Vierer-Flights mit insgesamt 84 Amateuren als Team auf die Runde. Für die ambitionierten Nicht-Profis, die sich die rund 300 Euro Antrittsgeld leisten mögen (Anmeldungen sind noch bei der PGA Deutschland möglich) ein unvergessliches Erlebnis..

Doch auch die Zuschauer haben die Chance, dabei zu sein, wenn vielleicht wieder (Club)-Geschichte geschrieben wird. Denn 2014 hatte der damals
27 Jahre Reinier Saxton aus den Niederlanden mit 65 Schlägen einen Platzrekord aufgestellt. „Das hat schon was“, meint Dale Habbe schmunzelnd,
„wir können immerhin sagen, dass der Rekord auf unserem Platz von jemandem gehalten wird, der schon in Augusta beim Masters gespielt hat...“

www.gut-bissenmoor.de
www.pga.de