Norderstedt
Fußball

TuRa schlägt noch einmal auf dem Transfermarkt zu

TuRa Harksheide, Neuzugänge, oben von links: Benjamin Slotty, Karl Bogucki, Kevin Heitbrock, Deniz Türkoglu, Haydar Akdemir. Unten von links: Nassim Saleh, Patrick Jobmann, Janik Flint und Burak Bayram.

TuRa Harksheide, Neuzugänge, oben von links: Benjamin Slotty, Karl Bogucki, Kevin Heitbrock, Deniz Türkoglu, Haydar Akdemir. Unten von links: Nassim Saleh, Patrick Jobmann, Janik Flint und Burak Bayram.

Foto: Christopher Herbst / HA

Landesligafußballer verpflichten drei weitere Akteure mit höherklassiger Erfahrung. Erster Test bringt ein 3:0 über den Glashütter SV.

Norderstedt.  Dass zu Beginn einer Sommervorbereitung zunächst alle Neuzugänge teamintern vorgestellt werden und dazu die wichtigsten Funktionäre eventuell ein paar motivierende Worte an die Spieler richten, gehört bei jeder Fußballmannschaft zum Standardprogramm. Bei Landesligist TuRa Harksheide gab es allerdings auch darüber hinaus ein wenig Klärungsbedarf, weswegen die Gruppe doch einige Minuten länger als geplant zusammenstand. „Ich habe erklärt, warum wir so viele Spieler dazugeholt haben“, sagte Trainer Marcus Fürstenberg.

Denn pünktlich zur ersten Übungseinheit im collatz+schwartz-Sportpark präsentierte er die Transfers acht bis zehn. Kevin Heitbrock (22, zuletzt Altona 93), Benjamin Slotty (21, Meiendorfer SV) und Karl Bogucki (22, Germania Schnelsen) sind allesamt jung, aber oberligaerfahren, dazu jeweils vielseitig sowohl defensiv als auch offensiv einsetzbar.

„Wir haben Leute mit viel Potenzial verpflichtet. Gerade Karl und Kevin sind multitaskingfähig und können auf fast allen Positionen eingesetzt werden“, sagte Fürstenberg. „Wir spekulieren darauf, dass sie wieder einen Leistungssprung machen und ihr altes Niveau erreichen können.“ Denn was speziell Heitbrock, Slotty und Bogucki eint: Sie alle hatten zuletzt sportlich keine glückliche Zeit, kamen aus verschiedenen Gründen bei ihren letzten Stationen entweder kaum Einsatz oder stiegen wie Bogucki mit Schnelsen sang- und klanglos ab.

Wer alle Akteure bei TuRa addiert, kommt derzeit auf eine stolze Zahl von 28 Spielern. Bei genauem Hinsehen relativiert sich dies jedoch, denn bis ins nächste Jahr hinein wird Marcus Fürstenberg zu keinem Zeitpunkt den kompletten Kader zur Verfügung haben. „Einen Marcel Boldt muss man zum Beispiel außen vor lassen“, so der Coach. Der so schmerzlich vermisste Linksaußen ist nach seinem Beinbruch zwar unermüdlich im Aufbautraining und nimmt sogar an leichten Ballübungen teil, doch bis der 27-Jährige wieder ohne Rücksicht in Zweikämpfe gehen darf und sein Bein eine robuste Grätsche vertragen kann, werden mit Sicherheit noch einige Monate vergehen.

Dazu wird es während der Vorbereitung eine Reihe von urlaubsbedingten Abwesenheiten geben – diese Planung findet Marcus Fürstenberg logischerweise wenig glücklich. Auch deswegen könnte sich in den zahlreichen Testpartien eine auf einigen Positionen überraschende Startformation für die ersten Pflichtspiele in der Hammonia-Staffel sowie im Oddset-Pokal herauskristallisieren.

Im ersten Test war am Exerzierplatz der Nachbar Glashütter SV zu Gast. Dessen Bezirksligateam hielt insbesondere im ersten Durchgang gut mit, hatte etwa durch Angreifer Dennis Scheer eine Großchance zur Führung, während bei TuRa die Abstimmung zwischen Neuzugängen und arrivierten Kräften wenig funktionierte, was zu
diversen Missverständnissen führte. Das war ein bisschen Wirrwarr.
Aber wir haben auch noch keine taktische Schulung gemacht“, sagte Marcus Fürstenberg. Nach der Pause setzte sich Harksheide dann aber doch standesgemäß mit 3:0 durch. Die Treffer erzielten Joshua Agyei-Mensah (58.), Christoph Gehr (61.) und Burak Bayram (84.).